Steckbrief
Blütenfarbe: rot, rosa oder purpurn; weiß;Höhe/Länge von 20cm bis 1,2m
Blütezeit von 5 bis 10
Lebensraum: Äcker; Fettwiesen und -weiden; Halbtrockenrasen;
Lebensdauer: ausdauerndes Kraut (Staude);
Höhenstufen: Ebene (0-450m); Hochlage (1500-3000m);
Lebensform: Hemikryptophyten (Überdauerungsknospen liegen an der Erdoberfläche)
Blattstellung: Blätter wechselständig
Blattform: eiförmig, verkehr eiförmig; fiedrig gelappt, fiederspaltig (nicht bis Mittelrippe geteilt);
Blattrand: gekerbt; gezähnt;
Blütenform: radiär (strahlig, aktinomorph): mind. drei Symmetrieebenen
Blütenstand: Köpfchen, Körbchen
Behaarung: ganze Pflanze nicht oder nur wenig behaart
Verholzungsgrad: Stängel krautig
Trockenfrüchte: Achäne
Garten/Anbau
Boden Beschaffenheit: lehmiger Boden; sandiger Boden; steiniger Boden;Boden PH-Wert: mild; sauer;
Boden Nährstoffgehalt: Nährstoffreich (Starkzehrer);
Gute Nachbarn:
Artischocke
Aubergine
Basilikum
Blumenkohl
Gartenbohne
Sommer-Bohnenkraut
Borretsch
Broccoli
Gewöhnliche Katzenminze
Dill
Endivie
Erbse
Garten-Erdbeere
Gewöhnlicher Feldsalat
Fenchel
Mutterkraut
Gurke
Himbeere
Echte Kamille
Kapuzinerkresse
Karotte
Kartoffel
Echter Kerbel
Knoblauch
Gemüsekohl
Blumenkohl
Weißkraut
Rotkohl
Wirsing
Chinakohl
Speiserübe
Kohlrabi
Kopfsalat
Riesen Kürbis
Porree
Mais
Majoran
Mangold
Meerrettich
Melone
Oregano
Paprika
Pastinak
Petersilie
Garten-Petunie
Pfefferminze
Radieschen
Rosenkohl
Rosmarin
Rote Bete
Rhabarber
Rübe
Echter Salbei
Sonnenblume
Schnittlauch
Garten-Stiefmütterchen
Für den Garten sind zahlreiche robuste Formen im Handel erhältlich. .
Standort
Als Standort werden Wiesen, (Schaf-)Weiden, Halbtrockenrasen, Acker- und Wegränder bevorzugt. In den Alpen steigt sie auf etwa 1900 m NN.Systematik
Abteilung:Spermatóphyta - Samenpflanzen
Unterabteilung:
Angiospérmae - Bedecktsamer
Klasse:
Dicotyledóneae (Magnoliópsida) - Zweikeimblättrige
Unterklasse:
Astéridae - Asternähnliche
Ordnungsgruppe:
Campanulátae - Glockenblütige
Ordnung:
Asteráles - Asternartige
Familie:
Asteráceae - Korbblütler
Gattung: Achillea
Weitere Pflanzen der Gattung Achillea
>> Alle Pflanzen der Gattung Achillea
Gewöhnliche Wiesen-Schafgarbe im Web
Achillea millefolium bei FloraWebAchillea millefolium in der Wikipedia
Achillea millefolium bei Google
Achillea millefolium in der Google Bilder Suche
Achillea millefolium bei Flickr Fotosharing
Achillea millefolium bei Flickr Maps (Bilder verknüpft mit GPS-Koordinaten)
Diese Pflanze wird in folgenden Alben verwendet:
Heilkräuterexkursion am Ehrenbürg (Walberla) bei Forchheimerstellt von arnulf
Vegetationsliste Ehrenbürg (Walberla) bei Forchheim
erstellt von arnulf
Gewöhnliche Wiesen-Schafgarbe - Achillea millefolium
Familie: Asteráceae - Korbblütler![]() Bildquelle: Wikipedia User Llez |
Achillea: gr. Mythologie, n. Achilles (Held v. Troja) benannt, dem der Kentaure Chiron (gr. Cheiron) die Heilkunde beibrachte. Der Preßsaft der frischen Pflanze wurde u.a. äußerlich zur Wundbehandlung verwendet (Achillesferse); "Schafgarbe"
millefolius: tausendblättrig
andere Namen: Achilleskraut, Bauchwehkraut, Blutstillkraut, Gachelkraut, Gänsezungen, Grützblume, Kachel, Katzenschwanz, Schafrippe, Schafzunge, Tausendblatt, Zangeblume, Feldgarbenkraut, Garbenkraut, Katzenkraut, Grundheil, Wundkraut, Zimmermannskraut
Alternativnamen sind Blutstillkraut und Wundkraut sowie Zimmermannskraut, was auf die blutstillende Wirkung der Pflanze hinweist. Der Name Achillea millefolium leitet sich von Achilles, dem Kriegshelden von Troja ab. Er soll die frischen Kriegswunden seiner Kampfgefährten mit Schafgarbe behandelt haben.
Die Art Gewöhnliche Schafgarbe (Achillea millefolium) gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae). Sie umfasst eine Gruppe schwer zu unterscheidender Formen. Zusammengefasst wird diese unter der Bezeichnung Achillea millefolium agg. Es sind ausdauernde, krautige oder halbstrauchige Pflanzen, die eine Wuchshöhe von sieben bis 100 Zentimetern erreichen. Das Rhizom ist dünn und waagrecht. Es bildet bis zu 50 Zentimeter lange unter- oder oberirdische Ausläufer mit sterilen Trieben. Die Blätter sind zwei bis vierfach fiederteilig und haben über 15 Fiederpaare erster Ordnung. Die unteren Blätter sind gestielt, die oberen sind sitzend und haben vergrößerte basale Fiedern. Die Stängelblätter haben einen lanzettlichen bis linealischen Umriss und sind drei- bis zwölfmal so lang wie breit. Ihre Fiedern sind einander genähert oder berühren sich sogar. Die Grundblätter sind stärker geteilt als die Stängelblätter.
Die Blütenstände bestehen aus zahlreichen Köpfchen, die doldenrispig angeordnet sind. Die Köpfchen haben eine becherförmige Hülle, die drei bis sechs Millimeter lang ist, jedenfalls breiter als zwei Millimeter. Die Hüllblätter stehen mehrreihig und sind hautrandig. Die Köpfchen besitzen Röhren- und Zungenblüten. Es gibt vier bis sechs Zungenblüten, deren Zunge circa so lang wie breit ist und ein Drittel so lang bis gleich lang wie die Hülle. Die Kronröhre der Zungenblüten ist höchstens so lang wie die Zunge (Ausnahmen: A. setacea und A. collina). Die Zungenblüten sind oberseits weiß, selten rosa. Die Röhrenblüten sind ebenfalls weißlich oder rötlich. Die Eigentliche Gewöhnliche Schafgarbe (A. millefolium s.str.) hat längliche Grund- und untere Stängelblätter. Diese stehen dicht bis entfernt. Die Fiedern der Blätter sind höchstens zweimal so lang wie breit. Die Laubblattspindel (Rhachis) ist ganzrandig und besitzt nie Zwischenfiedern.
Der Hauptschirm ist weniger dicht und nie von seitlichen Schirmkorbrispen übergipfelt. Er hat einen Durchmesser von vier bis 15 Zentimetern. Die Internodien in der Stängelmitte sind sehr selten verkürzt.
Die Art bildet keine Proazulene. Diese Sippe ist hexaploid.
Die Hauptblütezeit ist Mai/Juni und zieht sich bis Oktober.
Verbreitung/Vorkommem
Schafgarbe ist fast kosmopolitisch verbreitet. In einigen mediterranen Gebieten ist sie selten.Inhaltsstoffe
ätherisches Öl, Alkaloide, Cumarine, Flavonoide, Gerbstoffe, Polyine, Salicylsäure, TriterpeneVerwendung in der Pflanzenheilkunde
Diese Schafgarbenart wird als Gewürz- und Arzneipflanze verwendet, die Droge aus dem Kraut wird als „Herba Millefolii“ bezeichnet.Zu Heilzwecken werden Kraut und Blüten verwendet. Im wesentlichen finden Zubereitungen aus der Pflanze Einsatz bei Schwächen des venösen Systems z.B. bei Hämorrhoiden, Krampfadern, Stauungen im Pfortadergebiet u.a.. Sie wird aber auch bei Ekzemen, bei Hauteinrissen im Bereich des Afters und bei Fisteln eingesetzt.
Durch seine blutstillenden Eigenschaften findet die Droge Verwendung in der Frauenheilkunde bei Menstruationsbeschwerden wie Hypermenorrhoe und Polymenorrhoe.
Auch bei Eierstockentzündungen, Ausfluss, Gebärmuttervorfall, Myome, Juckreiz der Scheide und vieles mehr; Pfarrer Kneipp soll dazu geschrieben haben: "Viel Unheil bliebe Frauen erspart, würden sie ab und zu einmal nach Schafgarbe greifen!"). Dazu kann einerseits Tee oder Presssaft getrunken werden oder ein intensiver Teeaufguss in einem Voll- oder Teilbad genutzt werden. Diese Anwendung kann auch bei Nieren- und Blasenproblemen sowie Hämorrhoiden hilfreich sein.
Als Tee oder Frischsaft getrunken wird die Schafgarbe bei Verdauungsbeschwerden (Appetitlosigkeit, Blähungen, Völlegefühl und Magen-Darm-Verstimmungen) und zur Anregung der Gallensaftproduktion (choleretische Wirkung) eingesetzt. Weiterhin wirkt die Gemeine Schafgarbe gegen Bakterien (antimikrobiell), gegen Krämpfe (spasmolytisch) und auch gegen Entzündungen (antiinflammatorisch).
Verwendung in Homöopathie/Anthroposophie
Im wesentlichen finden in der anthroposophischen Medizin Zubereitungen aus der Pflanze Einsatz bei Schwächen des venösen Systems z.B. bei Hämorrhoiden, Krampfadern, Stauungen im Pfortadergebiet u.a.. Sie wird aber auch bei Ekzemen, bei Hauteinrissen im Bereich des Afters und bei Fisteln eingesetzt.Durch seine blutstillenden Eigenschaften findet die Droge Verwendung in der Frauenheilkunde bei Menstruationsbeschwerden wie Hypermenorrhoe und Polymenorrhoe.
Als Arzneimittel ist die Schafgarbe unter der Bezeichnung Millefolium z.B. bei WELEDA erhältlich.
Sonstiges
Bis 90cm tief wurzelnde Pionierpflanze (sog. Wurzelkriecher)Literatur
- *Kommission C: Anthroposophische Aufbereitungsmonographien der Kommission C der Gesellschaft anthroposophischer Ärzte in Deutschland. - 1999 - Im Auftrag der medizinischen. Sektion am Goetheanum Dornach/Schweiz
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- Buttler, K. P.: Steinbachs Naturführer: Orchideen - Die wildwachsenden Arten und Unterarten Europas, Vorderasiens und Nordafrikas.
- 1986 - München; ISBN: 978-3576105591
- Finkenzeller X. & Grau J.; Steinbachs Naturführer ,Alpenblumen - 1985 - 1. Auflage, München
- Fintelmann V. & Weiss R.-F. Lehrbuch der Phytotherapie - 2005 - 11. Auflage, Stuttgart; ISBN: 978-3830453451
- Franke, W. - Nutzpflanzenkunde - 1992 - 5. Auflage, Stuttgart; ISBN: 978-3135304052
- Genaust H. -etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen - 1996 - 3. Auflage, Hamburg; ISBN: 978-3764323905
- Harz K. -Bäume und Sträucher: Blätter, Blüten, Früchte der heimischen Arten - 1990 - 6. Auflage, München; ISBN: 978-3835404793
- Holzer S. Permakultur: Praktische Anwendung in Garten, Obst- und Landwirtschaft - 2004 - 3 Auflage, Graz; ISBN: 978-3702010379
- Kremer B.: Bäume (Laub-und Nadelbäume) - 1992 - 1. Auflage, Stuttgart
; ISBN: 978-3440064078
- Kreuter M.-L. Kräuter und Gewürze aus dem eigenen Garten - 2009 - 8. Auflage, München; ISBN: 978-3835403246
- Kreuter M.-L.: Biologischer Pflanzenschutz - 2001 - 08. Auflage, München; ISBN: 978-3405160562
- Kreuter M.-L.; Der Biogarten - 2007 - 23. Auflage, München; ISBN: 978-3835404847
- Oberdorfer E. - Pflanzensoziologische Exkursionsflora - 1994 - 7. Auflage, Stuttgart; ISBN: 978-3800131310
- Raven Peter H.: Biologie der Pflanzen - 2006 - 4 Auflage ; ISBN: 978-3110185317
- Rothmaler W. - Exkursionsflora von Deutschland 2: Gefäßpflanzen. Grundband: BD 2 - 1996 - 16. Auflage, Jena, Stuttgart; ISBN: 978-3827416001
- Rothmaler W. - Exkursionsflora von Deutschland Band 3 - 1994 - 9. Auflage, Jena, Stuttgart; ISBN: 978-3827418425
- Schauer T. & Caspari C. - Der farbige BLV Pflanzenführer - 1990 - 2. Auflage, München; Wien; Zürich; ISBN: B002CZVT1A
- Schauer T. & Caspari C.: Der BLV Pflanzenführer für unterwegs - 2008 - 2 Auflage, München; ISBN: 978-3-8354-0354-3
- Schönfelder, B. & Fischer J. - Welche Heilpflanze ist das?: Heilpflanzen, Giftpflanzen, Wildgemüse - 1976 - 18 Auflage, Stuttgart; ISBN: 978-3440047804
- Senghas, K. & Seybold, S.: Schmeil - Fitschen. Flora von Deutschland und angrenzender Länder. Ein Buch zum Bestimmen der wildwachsenden und häufig kultivierten Gefäßpflanzen - 2000 - 91. Auflage, Wiebelsheim; ISBN: 978-3494014685
- Steinegger E.& Hänsel R.: Pharmakognosie - 1992 - 4. Auflage, Berlin-Heidelberg; ISBN: 978-3540342564
- Vademecum Anthroposophische Arzneimittel
Gesellschaft Anthroposophischer Ärzte in Deutschland und der Medizinischen Sektion der Freien Hochschule für Geisteswissenschaft, Dornach, Schweiz - 2010 - 2. Auflage
- WELEDA AG: Arzneimittelverzeichnis 2009 - 2009 - Schwäbisch Gmünd
- Wendelberger, E. - Heilpflanzen. Erkennen, sammeln, anwenden. - 2003 - München, Wien, Zürich; ISBN: 978-3835403703
- Wichtl M. - Teedrogen und Phytopharmaka. Ein Handbuch für die Praxis auf wissenschaftlicher Grundlage - 2008 - 5. Auflage, Stuttgart; ISBN: 978-3804723696









































