Gelber Eisenhut - Aconitum lycoctonum

Familie: Ranunculáceae - Hahnenfußgewächse

Aconitum lycoctonum
Bildquelle: Wikipedia User Lycaon
Kategorie: Garten Giftpflanze

Aconitum: wahrscheinl. n. d. Berg Akonitos in Pontos (Klein­asi­en), dort holte Her­kules den Höllenhund Kerberos aus dem Hades (Un­ter­welt), aus des­sen Geifer er­wuchs die Pflanze; "Eisenhut" (wg. der helm­artigen Blü­ten­form)

andere Namen: Wolfs-Eisenhut, Fuchs-Eisenhut

Der Gelbe Eisenhut (Aconitum lycoctonum) ist eine Pflanzenart aus der Gattung Eisenhut (Aconitum).
Die mehrjährige, krautige Pflanze erreicht Wuchshöhen von 50 bis 150 Zentimetern und hat einen aufrechten Stängel. Die Blätter sind tief handförmig fünf- bis siebenteilig mit grob gesägten Abschnitten.
Die zwittrigen, zygomorphen Blüten sind hellgelb und stehen in einer locker- bis dichtblütigen Traube. Der Helm ist etwa doppelt so lang wie breit. Darunter befinden sich zwei Nektarblätter die schneckenförmig aufgerollt sind. Da diese etwa zwei Zentimeter lang sind, können nur langrüsselige Hummeln an den Nektar gelangen.


Verbreitung/Vorkommem

Die Art wächst in Auwäldern, Hochstauden- und Karfluren sowie feuchten Wiesen. Sie bevorzugt feuchte, nährstoffreiche, humose Böden.
Der Wolfs-Eisenhut kommt in Süd- und Mitteleuropa vor. Auch findet man ihn in Asien.
In Deutschland ist der Wolfs-Eisenhut (Aconitum lycoctonum ssp. lycoctonum) im mittleren und südlichen Teil zerstreut zu finden. Er fehlt in Norddeutschland und zum Teil in Sachsen. Der Fuchs-Eisenhut (Aconitum lycoctonum ssp. vulparia) ist lediglich aus den Berchtesgadener Alpen bekannt.

Giftigkeit

Der Gelbe Eisenhut ist wie alle Aconitum-Arten sehr giftig. Das Art-Epitheton lycoctonum (griech. Wolfstöter) verweist auf die früher Verwendung als Gift für Wolfsköder.

Friedrich Oltmanns: Pflanzenleben des Schwarzwaldes (Tafeln) (1927)Bönisch 2010

Literatur

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