Steckbrief
Blütenfarbe: rot, rosa oder purpurn;Höhe/Länge von 1m bis 2m
Blütezeit von 7 bis 9
Lebensraum: Parks und Gärten; Schutt- und Kiesplätze, Wege, Unkrautfluren, gestörte Standorte;
Lebensdauer: zweijährig;
Garten/Anbau
Ausaat von 4 bis 7Saatort: Vorkultur
Pflanzung von 8 bis 9
Lichtanspruch: Sonne;
Systematik
Abteilung:Spermatóphyta - Samenpflanzen
Unterabteilung:
Angiospérmae - Bedecktsamer
Klasse:
Dicotyledóneae (Magnoliópsida) - Zweikeimblättrige
Unterklasse:
Dilleníidae - Dillenienähnliche
Ordnungsgruppe:
Columníferae - Säulenträger
Ordnung:
Malváles - Malvenartige
Familie:
Malváceae - Malvengewächse
Gattung: Alcea
Stockrose - Alcea rosea
Familie: Malváceae - Malvengewächse![]() Bildquelle: Bönisch 2009 |
roseus: rosenrot
andere Namen: Stockmalve, Pappelrose, Garten-Stockrose
Die Stockrose ist eine zweijährige bis kurzlebige krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 1 bis 2, selten bis zu 3 Meter erreicht. Die oberirdischen Pflanzenteile besitzen meist Sternhaare (Trichome). Der Stängel ist kräftig, aufrecht, kaum verzweigt und intensiv behaart.
Die im ersten Jahr in einer grundständigen Rosette und im zweiten Jahr am Stängel verteilt angeordneten Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspeite gegliedert. Der Blattstiel ist 5 bis 15 cm lang und besitzt Sternhaare. Die mit einem Durchmesser von 6 bis 16 cm fast kreisförmige Blattspreite ist filzig bis wollig behaart, schwach drei- bis siebenlappig, manchmal auch gekerbt. Der mittlere Blattlappen ist etwa 3 cm lang und 4 bis 6 cm breit. Die Nebenblätter sind etwa 8 mm lang, eiförmig und dreilappig.
Die Blüten stehen einzeln oder zu mehreren in den oberen Blattachseln und in einem endständigen ährigen Blütenstand. Die Hochblätter sind laubblattähnlich. Die behaarten Blütenstiele sind etwa 5 mm lang und verlängern sich bis zur Fruchtreife auf 8 bis 10 mm. Die auffälligen Blüten sind zwittrig und radiärsymmetrisch. Der becherförmige Außenkelch ist sechs- bis siebenlappig, 8 bis 10 mm lang und ist intensiv mit Sternhaaren bedeckt. Die fünf intensiv filzig behaarten Kelchblätter sind glockenförmig verwachsen, wobei der Kelch einen Durchmesser von 2 bis 3 cm aufweist und die Kelchlappen 1,2 bis 1,5 cm lang sind. Die fünf freien, 4 cm langen Kronblätter sind rosa- bis purpurfarben oder schwärzlich rot, selten auch weiß oder gelb und genagelt. Die Blütenkrone weist einen Durchmesser von 6 bis 10 cm auf. Die Staubblattröhre ist glatt und etwa 2 cm lang und die freien Bereiche der Staubfäden sind nur etwa 2 mm lang. Der vielästige Griffel ist flaumig behaart.
Die flaumig behaarte Spaltfrucht ist mit einem Durchmesser von etwa 2 cm diskusförmig. Die vielen (20 bis 40) fast kreisförmigen Teilfrüchte weisen einen Durchmesser von 7 bis 8 Millimeter auf und sind longitudinal gerippt.
Die Blüten der Stockrosen werden vor allem von Hummeln angeflogen und befruchtet.
Heimat
Die Stockrose stammt möglicherweise vom Balkan oder aus Süditalien.Inhaltsstoffe
Ätherisches Öl, Anthocyane, Gerb-, Bitter- und Mineralstoffe, Pektin und Schleim, StärkeVerwendung in der Pflanzenheilkunde
Die Stockrose hat ähnliche heilende Eigenschaften wie der Eibisch. Sie hilft bei Husten, Atemwegserkrankungen, Harnwegsinfekten und Menstruationsbeschwerden und auch bei Gastritis. In der Schulmedizin wird sie nur ergänzend zu anderen pflanzlichen Mitteln eingesetzt. Mit Honig gesüßter Stockrosen-Tee ist ein altbewährtes Hausmittel gegen Husten und Heiserkeit. Für den Tee werden 2 Esslöffel zerkleinerte Blumen mit ¼ l heißem Wasser übergossen. Der Tee sollte 10 Minuten ziehen. Die Stockmalve ist verwandt mit dem Echten Eibisch und zählte einst zu dessen Gattung. Beide haben ähnliche Eigenschaften, aber Alcea rosea ist von ihrem effektiveren Verwandten verdrängt worden.Aufgrund der in der Stockrose enthaltenen Gerb- und Schleimstoffe ist sie in zahlreichen Hustentee-Mischungen enthalten.
Sonstige Verwendung
Selten wird sie auch als Heil- und Färbepflanze angebaut. Für die Gewinnung von Farbstoffen werden nur schwarz-rote Varianten verwendet, da deren Kronblätter Anthocyan (Malvidin) in großen Mengen enthalten. Früher wurden hiermit beispielsweise Wein oder Süßspeisen gefärbt, heute hat es keine Bedeutung mehr.Literatur
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