Steckbrief
Blütenfarbe: rot, rosa oder purpurn; weiß;Höhe/Länge von 30cm bis 70cm
Blütezeit von 7 bis 8
Lebensraum: Äcker; Parks und Gärten;
Lebensdauer: ausdauerndes Kraut (Staude);
Blattform:
Blütenform: radiär (strahlig, aktinomorph): mind. drei Symmetrieebenen
Behaarung: ganze Pflanze nicht oder nur wenig behaart
Verholzungsgrad: Stängel krautig
Garten/Anbau
Pflanzung von 8 bis 8Gute Nachbarn:
Garten-Erdbeere
Gurke
Himbeere
Karotte
Paprika
Garten-Petunie
Rosmarin
Rote Bete
Gewöhnliche Wiesen-Schafgarbe
Tagetes
Tomate
Schlechte Nachbarn:
Gartenbohne
Erbse
Systematik
Abteilung: Spermatóphyta - SamenpflanzenUnterabteilung: Angiospérmae - Bedecktsamer
Klasse: Monocotyledóneae (Liliópsida) - Einkeimblättrige
Unterklasse: Liliiflórae (Liliidae) - Lilienähnliche
Ordnungsgruppe: Campanulátae - Glockenblütige
Ordnung: Liliáles - Lilienartige
Familie: Liliáceae - Liliengewächse (incl. Alliaceae, Acoraceae, Convallariaceae, Nartheciaceae)
Gattung: Allium
Knoblauch - Allium sativum
Familie: Liliáceae - Liliengewächse (incl. Alliaceae, Acoraceae, Convallariaceae, Nartheciaceae)![]() Bildquelle: Adolphus Ypey (1813) |
Allium: lat. allium = Knoblauch; "Zwiebel", "Schnittlauch", "Lauch"
sativus: gesät, angepflanzt
andere Namen: Knobi, Chnobli (Schweiz), Knofi, Knowwlich, Knofl
1989 wurde der Knoblauch in Deutschland zur Arzneipflanze des Jahres gewählt.
Knoblauch (Allium sativum, Latein wörtlich „ausgesäter Knoblauch“) ist eine Gewürz- und Heilpflanze in der Familie der Zwiebelgewächse (Alliaceae).Die deutsche Bezeichnung „Knoblauch“ leitet sich vom althochdeutschen Wort „klioban“ (= „spalten“) ab; im Mittelalter nannte man den Knoblauch nach diesem Wort chlobilou oder chlofalauh, bezogen auf das „gespaltene“ Aussehen seiner Zehen (siehe heute noch die Bezeichnung „Klauen“ bei Tieren).
Inhaltsstoffe
Die Knoblauchzwiebel enthält neben Speicherkohlenhydraten (insbesondere Fructane) schwefelhaltige Verbindungen wie z. B. das geruchlose Alliin, deren Vorstufen, Gammaglutamylalkylcysteine, ein Addukt mit Thiamin (Allithiamin), Adenosin und Alliin-Lyasen. Diese Enzyme gelangen erst durch Verletzung der Zellen (z. B. beim Zerkleinern) in Kontakt mit Alliin, wobei die Verbindung abgebaut und die eigentlichen Wirkstoffe, Thiosulfinate, Allicin und weitere Folgeprodukte, erst gebildet werden und durch den roten Blutfarbstoff zu Schwefelwasserstoff umgewandelt wird.Verwendung in der Pflanzenheilkunde
Man verwendet Knoblauch in Abkochung in Klistieren, um die Spulwürmer zu vertreiben.Der oft als unangenehm empfundene Geruch nach dem Genuss von Knoblauch rührt von den Abbauprodukten schwefelhaltiger Inhaltsstoffe wie dem Alliin, das zu Allicin umgewandelt wird, her. Knoblauch ist eine wichtige Selenquelle. Er wirkt antibakteriell und soll der Bildung von Thromben vorbeugen (siehe auch Allicin, ein Inhaltsstoff des Knoblauchs). Die Inhaltsstoffe des Knoblauchs wirken antimikrobiell und blähungstreibend. Außerdem stehen sie im Verdacht, die Blutfettwerte zu senken und damit vorbeugend gegen arteriosklerotische Veränderungen der Blutgefäße zu wirken. Des Weiteren sollen sie die Auflösung zusammengelagerter Blutplättchen fördern und dadurch die Fließeigenschaften des Blutes verbessern. Eine Senkung des LDL-Cholesterins konnte in einer Doppelblind-Studie mit frischem Knoblauch, Knoblauchpulver, Knoblauchextrakt und Placebos an 192 Patienten mit leicht erhöhten Cholesterinwerten nicht nachgewiesen werden. Möglicherweise ist Knoblauch hilfreich in der unterstützenden Behandlung leichten Bluthochdrucks. Außerdem wirkt der Knoblauch vorbeugend gegen Erkältungskrankheiten sowie bestimmte Krebsarten (Magen-, Darm-, Speiseröhrenkrebs) und hat einen stimulierenden Einfluss auf die Reparatur geschädigter DNA.
Bei einigen Menschen ruft Knoblauch Verdauungsstörungen hervor.
Zu den bekanntesten Knoblauchpräparaten gehören Ilja Rogoff Knoblauch Dragees, die heute als "Ilja Rogoff" von der Bayer Vital GmbH aus Leverkusen, einem Unternehmen der Bayer AG, vertrieben werden.
Literatur
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