Steckbrief
Blütenfarbe: gelb;Höhe/Länge von 50cm bis 1,5m
Blütezeit von 7 bis 9
Lebensraum: Parks und Gärten;
Lebensdauer: einjährige Sommerpflanze;
Blütenstand: Doppeldolde zusammengesetzte Dolde
Trockenfrüchte: Doppelachäne (Apiaceae)
Garten/Anbau
Ausaat von 4 bis 5Saatort: Direktsaat
Lichtanspruch: Sonne;
Gute Nachbarn:
Blumenkohl
Broccoli
Erbse
Gurke
Karotte
Kartoffel
Gemüsekohl
Blumenkohl
Weißkraut
Rotkohl
Wirsing
Chinakohl
Speiserübe
Kopfsalat
Mais
Garten-Petunie
Rote Bete
Rübe
Gewöhnliche Wiesen-Schafgarbe
Gemüse-Spargel
Tagetes
Speisezwiebel
Schlechte Nachbarn:
Tomate
Dill wird so früh wie möglich nach dem Abklingen der Winterfröste in humushaltigen Boden gesät. Ein sonniger Standort wird bevorzugt.
Gartendill ist bezüglich des Bodens wenig anspruchsvoll, lediglich verdichtete Böden und Staunässe verträgt er nicht. Optimal sind mittelschwere, feuchtwarme Böden mit einem hohen Humusanteil, beispielsweise Niedermoorstandorte. Optimal sind pH-Werte zwischen 7 und 7,6. Klimatisch gesehen kann der Anbau in ganz Europa erfolgen. Im Freiland überwiegt Direktsaat, zur Verfrühung im Freiland ist auch Vorkultivierung in Torfpresstöpfen verbreitet. Langtage im Sommerhalbjahr fördern die Blütenbildung, deshalb wird Dill in südlichen Ländern vor allem im Winter und Frühling angebaut. Dill ist ein Dunkelkeimer. Zur Keimung benötigt Dill etwa drei Wochen. Die optimale Keimtemperatur liegt zwischen 10 und 30 °C. Dill hat eine langsame Jugendentwicklung und ist deshalb wegen des lange offen bleibenden Bodens gegen Verunkrautung empfindlich.
Damit das ganze Jahr über Dillblättchen zur Verfügung stehen, nimmt man mehrere Folgesaaten vor. Die Würzkraft ist vor der Blüte am stärksten. Die Früchte (Dillsaat) erntet man kurz vor der Vollreife, wenn sie sich zu bräunen beginnen.
Standort
Verwildert trifft man den Dill besonders auf Ruderalstandorten, wie z.B. Wegsäumen an.Systematik
Abteilung:Spermatóphyta - Samenpflanzen
Unterabteilung:
Angiospérmae - Bedecktsamer
Klasse:
Dicotyledóneae (Magnoliópsida) - Zweikeimblättrige
Unterklasse:
Rósidae - Rosenähnliche
Ordnungsgruppe:
Umbelliflórae - Doldenblütige
Ordnung:
Apiáles - Doldenblütlerartige (Araliáles)
Familie:
Apiáceae - Doldenblütler
Gattung: Anethum
Dill - Anethum graveolens
Familie: Apiáceae - Doldenblütler![]() Bildquelle: Wikipedia User Tepeyac |
graveolens: stark duftend, stinkend
andere Namen: Gurkenkraut, Kappernkraut, Däll, Till, Kümmerlingskraut, Dillfenchel
Dill ist eine sommerannuelle einjährige krautige Pflanze, die Wuchshöhen von meist 30 bis 75 Zentimeter, selten bis zu 120 Zentimeter erreicht. Die ganze Pflanze ist glatt und duftet stark aromatisch. Die Stängel wachsen aufrecht und verzweigen sich meist im oberen Abschnitt. Besonders die unteren Laubblätter sind drei- bis vierfach fiederschnittig, fein zerteilt in borstliche Abschnitte; die oberen Blätter sind weniger stark geteilt und kleiner. Nebenblätter fehlen.
Die großen Blütenstände sind tragblattlose, 15 bis 30-strahlige Doppeldolden, sie weisen einen Durchmesser von 5 bis 15 cm auf und enthalten zehn bis 25 Döldchen. Die Döldchen weisen einen Durchmesser von 3 bis 5 cm auf und enthalten 15 bis 25 Blüten. Die Blütenstiele sind 6 bis 10 mm lang. Die kleine Blüten sind radiärsymmetrisch und fünfzählig. Die fünf Kelchblätter sind verwachsen. Die fünf Kronblätter sind (dotter)gelb. Es ist nur ein Kreis mit fünf Staubblättern vorhanden. Zwei Fruchtblätter sind zu einem unterständigen Fruchtknoten verwachsen. Die zwei Griffel sind kurz. Die Blüte besitzt einen nektarabsondernden Diskus und wird von Insekten aller Art, besonders jedoch von Käfern bestäubt. Die Blütezeit reicht von Mai bis August.
Die eiförmigen, braunen, trockenen Spaltfrüchte sind 3 bis 5 mm lang und 2 bis 2,5 mm breit; sie zerfallen in zwei schmal geflügelte Teilfrüchtchen mit grau-weißen Längsrippen. Die Früchte reifen meist zwischen Juli und September. Als Flügelflieger werden sie über den Wind ausgebreitet, ferner bei Nässe auch als Adhäsionshafter.
Verbreitung/Vorkommem
Die ursprüngliche Heimat des Dills wird in Süd-West-Asien und China vermutet. Man geht davon aus, dass er von dort etwa im 3. Jahrhundert nach Südeuropa gelangte und zur Zeit Kaiser Karls des Großen in Mitteleuropa heimisch wurde. Die Sorten dieser Art werden sowohl kommerziell als auch in Privatgärten angebaut. Von diesen kultivierten Standorten breitet sie sich leicht in die nähere Umgebung aus.Heimat
ZentralasienVerwendung in der Küche
Als Gewürz wird der geschmacklich mit Anis und Kümmel verwandte Dill heute in ganz Europa verwendet, unter anderem zur Verfeinerung von Salaten, Saucen oder Fischgerichten, zur Herstellung von Kräuteressig oder für die Konservierung von Gemüse (eingelegte Gurken). Dabei werden sowohl die getrockneten Früchte als auch das frische oder getrocknete Kraut genutzt.Die Verwendung als Küchengewürz ist regional sehr unterschiedlich. Dill ist das Würzkraut der Landesküchen Skandinaviens und des Baltikums. In der zentral- und osteuropäischen Küche spielt Dill ebenfalls eine sehr große Rolle. Ungarn ist der Haupterzeuger von Öl aus Dill (es wird in Medikamenten, Seifen, Reinigern und Gewürzen verwendet). In den romanischen Ländern ist Dill dagegen nahezu unbekannt.
Literatur
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- Schönfelder, B. & Fischer J. - Welche Heilpflanze ist das?: Heilpflanzen, Giftpflanzen, Wildgemüse - 1976 - 18 Auflage, Stuttgart; ISBN: 978-3440047804
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- Vademecum Anthroposophische Arzneimittel
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- WELEDA AG: Arzneimittelverzeichnis 2009 - 2009 - Schwäbisch Gmünd
- Wendelberger, E. - Heilpflanzen. Erkennen, sammeln, anwenden. - 2003 - München, Wien, Zürich; ISBN: 978-3835403703
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