![]() | ACHTUNG: Nicht pflücken, sammeln oder zertreten! Diese Pflanze ist geschützt und steht auf der Roten Liste Bayern! Kategorie 3 (gefährdet) |
Steckbrief
Blütenfarbe: rot, rosa oder purpurn;Höhe/Länge von 20cm bis 50cm
Blütezeit von 5 bis 10
Lebensdauer: ausdauerndes Kraut (Staude);
Systematik
Abteilung:Spermatóphyta - Samenpflanzen
Unterabteilung:
Angiospérmae - Bedecktsamer
Klasse:
Dicotyledóneae (Magnoliópsida) - Zweikeimblättrige
Unterklasse:
Centrospérmae (Caryophýllidae) - Zentralsamige
Ordnung:
Plumbagináles - Bleiwurzartige
Familie:
Plumbagináceae - Bleiwurzgewächse
Gattung: Armeria
Strand-Grasnelke - Armeria maritima
Familie: Plumbagináceae - Bleiwurzgewächse![]() Bildquelle: Prof. Dr. Otto Wilhelm Thomé Flora von Deutschland, Österreich und der Schweiz 1885, Gera, Germany |
Armeria: wahrscheinlich kelt. ar mor = am Meer (Hauptverbreitung); "Grasnelke"
maritimus: Meerstrand bewohnend
andere Namen: Gewöhnliche Grasnelke
Die mehrjährig ausdauernde, sommergrüne Strand-Grasnelke (Armeria maritima) ist keine Nelke, wie ihr Name vermuten lässt, sondern gehört zur Familie der Bleiwurzgewächse (Plumbaginaceae). Sie ist ein typisches Florenelement der Salzwiesen an der Meeresküste. Das Salz scheidet sie über spezielle Drüsen auf der Blattoberfläche aus. Die Pflanze wurde früher als Mittel gegen Epilepsie verwendet wegen des Gehalts an Plumbagin, welches jedoch stark reizend ist. Heutzutage wird sie häufig als Zierstaude in Gärten angepflanzt. Die heterostylen Blüten werden von zahlreichen Insektenarten bestäubt, die Früchte werden durch den Wind oder durch Klettwirkung ausgebreitet.
Die Strand-Grasnelke kann bis zu 50 cm groß werden. Ihre linealischen Blätter sind sehr dünn und werden nur 1 bis 3 mm breit, erinnern an Blätter von Gräsern, sind ein-, selten dreinervig. Diese sind etwas behaart, was der Pflanze als Verdunstungsschutz dienen soll. Die äußeren, stumpfe, mal mehr, mal weniger kurz zugespitzten Hüllblätter des Blütenkopfes überragen diese meist nicht. Die Kronblätter sind rosa bis purpurn gefärbt. Die Strand-Grasnelke wächst häufig polsterartig und bildet eine Rübenwurzel aus.
Verbreitung/Vorkommem
Die Strand-Grasnelke wächst vornehmlich auf Dünen der Meeresküsten (vornehmlich Unterart elongata), auf Salzwiesen, Sand- und Silikattrockenrasen, trockenen Wäldern und auf mit Schwermetallen belasteten Böden (dort vor allem die Unterart halleri). Dort kann die Pflanze toxische Konzentrationen bis zu 0,7 % Zink und 0,15 % Blei erreichen. Während sie in Norddeutschland sowohl an der Nordsee- als auch an der Ostseeküste zerstreut vorkommt, so ist sie im Binnenland sehr selten. Deshalb ist sie mit ihren Unterarten auch auf der Roten Liste der Gefäßpflanzen Deutschlands in die Gefährdungsklasse 3 eingeordnet. Die Pflanze steht unter Naturschutz und ist nach BArtSchV besonders geschützt. Die Strand-Grasnelke ist des Weiteren auf der gesamten Nord- und Süd-Hemisphäre verbreitet, kommt sogar in Teilen der Antarktis und auf Grönland vor.Literatur
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