Schmetterlingsstrauch - Buddleja davidii

Familie: Buddlejáceae - Sommerfliedergewächse

Buddleja davidii
Bildquelle: Leo Michels, Untereisesheim
Kategorie: Garten winterhart Bienenweide Strauch

Buddleja: n. d. engl. Botaniker Ad.Buddle (1660 -1715); "Som­mer­flieder"

andere Namen: Schmetterlingsflieder, Sommerflieder, Fliederspeer

Der Schmetterlingsstrauch (Buddleja davidii) ist ein Strauch aus der Familie der Sommerfliedergewächse.Der Schmetterlingsflieder wächst als Strauch und kann eine Höhe von vier Metern erreichen. Er besitzt charakteristische, filzig behaarte Zweige. Die Blätter sind bis zu 25 cm lang und 7 cm breit, schmal-lanzettlich und schwach gezahnt. Sie sind an ihrer Oberseite dunkelgrün und auf der Unterseite graufilzig. Sie sind gegenständig angeordnet.Die Blütenstände sind dichte, endständige, schmalkegelige, aufrechte Rispen von bis zu 30 cm Länge. Im Juni öffnen sich die angenehm nach Honig duftenden, lila Blüten. Die Blüten sind 4-zählig mit etwa 1 cm langer, enger Kronröhre und ausgebreiteten Kronzipfeln. Sie sind im Bereich des Röhreneingangs kräftig gelb; bei der Wildform ist die restliche Blüte blaulila. Gartenformen können auch weiße, rosa, purpurrote oder dunkelviolette Blüten haben. Die Narben und Staubbeutel bleiben in der Kronröhre verborgen. Die Pflanze wird von langrüsseligen Insekten bestäubt. Die 3 mm kleinen, spanförmigen Samen reifen in zweiklappigen Kapseln und werden als Ballonflieger über den Wind ausgebreitet. Die Samenschale besitzt an beiden Enden blasige Gebilde, die als kleine Flügel die Windausbreitung unterstützen. Pro Jahr kann eine Pflanze ungefähr 20 Mio Samen bilden.


Verbreitung/Vorkommem

Der Schmetterlingsflieder stammt aus China und Tibet und wurde in Europa als Zierpflanze eingeführt. Als Gartenflüchtling etablierte sich die Pflanze auch in der freien Natur. 1928 wurde sie das erste Mal in Deutschland auf einer Kiesbank im Rhein entdeckt. Heute ist sie eine häufig zu findende Pflanze entlang von Bahngleisen und auf brach liegenden Industrieflächen sowie entlang von Uferböschungen. Die nördliche Verbreitungsgrenze ist durch das Winterklima bestimmt. Bei Wintertemperaturen unter 20 Grad Minus sterben die Pflanzen in der Regel

Heimat

China und Tibet

Sonstiges

Bienen, Schmetterlingen, Taubenschwänzchen und Hummeln bietet der Schmetterlingsflieder eine reichhaltige Nektarquelle. Anders als gemeinhin vermutet hat die Pflanze jedoch keine positive Auswirkung auf die Artenvielfalt und den Bestand von Schmetterlingen, da sie keine Rolle als Futterpflanze für Schmetterlingsraupen spielt und ihr Nektarangebot in eine Zeit fällt, in der das Nahrungsangebot reichlich ist. Eine Anpflanzung im Garten hat jedoch den Effekt, Schmetterlinge aus der Umgebung anzulocken und ermöglicht ein einfaches Beobachten dieser Tiere.

Literatur

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