Steckbrief
Blütenfarbe: weiß;Höhe/Länge von 5cm bis 20cm
Blütezeit von 4 bis 6
Lebensdauer: einjährig-überwinternd; einjährige Sommerpflanze;
Garten/Anbau
Ausaat von 9 bis 3Die Samen des Kubaspinats keimen erst bei einer Temperatur unter 12 °C und werden darum in der Zeit von September bis März ausgesät (daher Winterportulak). Der im Handel angebotene Kubaspinat stammt fast ausschließlich aus Gewächshäusern. Die Ernte wird schon in einem frühen Stadium des Wachstums vorgenommen. Wenn die zarten Blätter nicht zu tief abgeschnitten werden, sind mehrere Ernten in der Saison von November bis April möglich. Zur Lagerung legt man die fleischigen Blätter des Gewöhnlichen Tellerkrauts locker in eine mit einem feuchten Tuch abgedeckte Schüssel. So bleiben die Blätter im Kühlschrank bei 2 bis 4 °C maximal sechs bis acht Tage haltbar.
Systematik
Abteilung:Spermatóphyta - Samenpflanzen
Unterabteilung:
Angiospérmae - Bedecktsamer
Klasse:
Dicotyledóneae (Magnoliópsida) - Zweikeimblättrige
Unterklasse:
Centrospérmae (Caryophýllidae) - Zentralsamige
Ordnung:
Caryophylláles - Nelkenartige
Familie:
Portulacáceae - Portulakgewächse
Gattung: Claytonia
Weitere Pflanzen der Gattung Claytonia
![]() | Sibirisches Tellerkraut Claytonia sibirica |
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Gewöhnliches Tellerkraut - Claytonia perfoliata
Familie: Portulacáceae - Portulakgewächse![]() Bildquelle: Leo Michels, Untereisesheim |
Claytonia: n. d. amerik. Botaniker J.Clayton (1693 - 1773); "Claytonie"
perfoliatus: durchwachsenblättrig
andere Namen: Kuba-Spinat, Winterportulak, Postelein, Winterpostelein
Das Gewöhnliche Tellerkraut (Claytonia perfoliata; Syn.: Montia perfoliata (Donn ex Willd.) Howell) ist eine Pflanzenart aus der Familie der Montiaceae. Die Art ist ursprünglich im Westen Nordamerikas beheimat und ist in Mitteleuropa ein Neophyt. Sie wird erst seit wenigen Jahren in Mitteleuropa angebaut. Sie ist winterhart und wird darum gelegentlich als Wintergemüse verwendet.
Es ist eine fleischige einjährige Pflanze, die Wuchshöhen von 10 bis 30 cm erreicht und eine Rosette bildet. Die ersten Grundblätter sind rhombisch eiförmig, lang gestielt fleischig. Spätere Blätter wachsen unterhalb des Blütenstands paarweise zu Blättern zusammen, die so aussehen, als würde ein einziges kreisrundes Blatt vom Stängel durchstoßen werden. Diese Hochblätter können bis zu 30 cm im Durchmesser werden. Oberhalb dieser Blätter erscheinen von Februar bis Mai oder Juni die Blüten in Gruppen von fünf bis 40. Die kleinen weißen oder rosafarbenen Blüten sind zwittrig, die Kronblätter sind 2 bis 4 mm lang. Die Fortpflanzung erfolgt durch Selbstbestäubung. Die Chromosomenanzahl beträgt 2n = 36 .
Diese Pflanzenart bietet Lebensraum für Schmetterlingsraupen der Arten Annaphila abdita, A. arvalis, A. diva und Hyles lineata. Die Pflanze kann aufgrund der ungewöhnlichen Blätterformen nicht mit anderen Arten verwechselt werden.
Verbreitung/Vorkommem
Die Heimat des Gewöhnlichen Tellerkrauts ist in den Berg- und Küstenregionen im Westen Nordamerikas, und zwar vom südlichen Alaska und zentralen British Columbia bis nach Mittelamerika. Am häufigsten kommt es in Kalifornien im Sacramento Valley und nördlichen San Joaquin Valley vor. Aufgrund der Einfuhr nach Australien ist es nun auch in Neuseeland zu finden.In Europa gibt es das Gewöhnliche Tellerkraut in Gegenden nahe der niederländischen Grenze. Es gedeiht auf Äckern und kurzlebigen Unkrautfluren und erscheint nach dem ersten heftigen Frühlingsregen.
Nach Ellenberg ist Gewöhnliches Tellerkraut eine Halbschatten- bis Halblichtpflanze, es zeigt Mäßigwärme bis Wärme, Frische, Schwachbasen und Stickstoffreichtum an und verträgt weder Salz noch Schwermetalle.
Inhaltsstoffe
Die Blätter enthalten Vitamin C, Magnesium, Kalzium und Eisen, aber wenig von dem unerwünschten Nitrat, das bei anderen Salatpflanzen oft ein Problem ist.Verwendung in der Küche
Das Gewöhnliche Tellerkraut ist fast in seiner Gesamtheit genießbar: junge Blätter, Stängel und auch Blüten können roh, ältere Blätter eher nur gekocht verzehrt werden. Rohe Blätter sind im Geschmack dem Feldsalat sehr ähnlich, jedoch mit weniger Aroma. Gekocht schmecken sie ähnlich dem Spinat.* Roh: Ideal sind junge Blätter, Stängel und Blüten, wenn vorhanden. Alles zusammen als Salat mit hartgekochten Eierhälften sowie Essig und Öl.
* Gekocht: Koche Blätter und Stängel in wenig Wasser, bis sie zart werden, junge Teile höchstens 3 bis 4 Minuten, die gewaschenen Wurzeln ebenso kurz. Mit Butter und wenig Würze entwickelt sich ein Geschmack ähnlich Wasserkastanien.
Verwendung in der Pflanzenheilkunde
Die Shoshonen sollen die Pflanze in Breiumschlägen gegen rheumatische Schmerzen verwendet haben. Die Thompson benutzten sie bei Augenschmerzen und die Mahuna tranken den Saft bei Appetitlosigkeit.Literatur
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