Feigenblatt-Kürbis - Cucurbita ficifolia

Familie: Cucurbitáceae - Kürbisgewächse

Cucurbita ficifolia
Bildquelle: Wikipedia User Victor M. Vicente Selvas
Kategorie: Garten Gemüsepflanze Mischkultur Biogarten

Der Feigenblatt-Kürbis (Cucurbita ficifolia) ist eine Pflanzenart aus der Familie der Kürbisgewächse (Cucurbitaceae). Er ist eine der fünf kultivierten Kürbis-Arten, jedoch diejenige mit der geringsten Bedeutung.

Der Feigenblatt-Kürbis ist eine niederliegende oder kletternde, einjährige Pflanze. Sie überdauert einige Zeit und kann den Eindruck einer kurzlebigen ausdauernden Pflanze erwecken. Sie besitzt keine Reserve-Wurzeln. Die ganze Pflanze ist rau bis weich behaart, in den vegetativen Teilen auch mit scharfen Stacheln besetzt. Sie besitzt meist fünf Sprosse mit leicht eckigen Sprossachsen. Die Blätter haben Stiele von 5 bis 25 Zentimeter Länge. Die Spreite ist ei-herzförmig bis fast rund. Die Oberfläche kann weiße Flecken tragen. Die Spreite hat drei bis fünf rundliche oder leicht zugespitzte Lappen, wobei der mittlere größer als die seitlichen sind. Der Blattrand ist gezähnt. Die Ranken sind drei- bis vierteilig.

Die Blüten stehen einzeln in den Blattachseln. Die männlichen Blüten sind lang gestielt, haben einen glockenförmigen Kelch von 5 bis 10 Millimeter Länge und fast gleicher Breite. Die Krone ist glockenförmig mit breiter Basis. Sie ist 6 bis 12 Zentimeter lang, gelb bis blass-orange. Die weiblichen Blüten haben einen drei bis fünf Zentimeter langen Blütenstiel. Der Fruchtknoten ist eiförmig bis elliptisch. Die Kelchblätter sind manchmal grün und blattartig, die Krone ist etwas größer als bei männlichen Blüten.

Die Frucht ist rund bis oval-elliptisch. Es gibt drei Farbmuster: hell- oder dunkelgrün mit oder ohne längliche weiße Linien oder Streifen an der Spitze; kleinflächig weiß und grün getupft; weiß, cremeweiß oder fleischig-weiß. Das Fruchtfleisch ist süß. Es enthält wenige Vitamine und Mineralien, bescheidene Mengen an Kohlenhydraten und, wie durch das weiße Fleisch ersichtlich, im Gegensatz zu vielen anderen Kürbissen nahezu kein ?-Carotin. Die Samen sind oval-elliptisch, flach und messen (15 bis 25) x (7 bis 12) Millimeter, sind von dunkelbrauner bis schwarzer oder cremig-weißer Farbe. Die Samen sind reich an Ölen und Proteinen.


Verbreitung/Vorkommem

Lange Zeit wurde angenommen, der Feigenblatt-Kürbis wäre in Asien beheimatet. Einer seiner Trivialnamen lautet auch Malabar-Kürbis. Wie die anderen Kürbis-Arten stammt er jedoch aus Amerika. Das Ursprungsgebiet ist nicht gesichert, es liegt möglicherweise in der Hochebene von Mexiko, auch die Anden werden diskutiert. Die Art ist nur in Kultur bekannt, mögliche Wildformen sind nicht bekannt. Das Anbaugebiet reicht von Nord-Mexiko bis Argentinien und Chile. Im 16. oder 17. Jahrhundert gelangte die Art nach Indien sowie Frankreich und Portugal. Von dort verbreitete sich der Anbau auch nach Japan, die Philippinen und weitere Länder in Europa.

Verwendung in der Küche

Die Nutzung der verschiedenen Pflanzenteile ist recht vielfältig. Unreife Früchte werden gekocht als Gemüse gegessen. Das Fruchtfleisch der reifen Früchte wird zu Süßigkeiten und zu Erfrischungsgetränken und alkoholischen Getränken verarbeitet. Die Samen werden ebenfalls gegessen. In der Region Chiapas werden sie mit Honig zu „palanquetas“ genannten Süßspeisen verarbeitet.

In Mexiko werden junge Sprossachsen und Blüten als Kochgemüse verwendet. Die reifen Früchte werden ans Vieh verfüttert.

Sonstiges

In Japan und Deutschland wird der Feigenblatt-Kürbis als Pfropfunterlage für die Gurken-Produktion in Glashäusern verwendet.

Wikipedia User Hans B.Wikipedia User Spedona

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