Steckbrief
Blütenfarbe: gelb;Höhe/Länge von 4m bis 10m
Blütezeit von 6 bis 9
Lebensraum: Parks und Gärten;
Lebensdauer: einjährige Sommerpflanze;
Garten/Anbau
Ausaat von 4 bis 4Saatort: Vorkultur
Saattiefe: 1cm
Pflanzung von 5 bis 6
Lichtanspruch: Halbschatten; Sonne;
Boden Beschaffenheit: humoser Boden (leicht);
Boden Feuchte: 2 frisch; feucht;
Boden Nährstoffgehalt: Nährstoffreich (Starkzehrer);
Gute Nachbarn:
Speisezwiebel
Gartenbohne
Systematik
Abteilung:Spermatóphyta - Samenpflanzen
Unterabteilung:
Angiospérmae - Bedecktsamer
Klasse:
Dicotyledóneae (Magnoliópsida) - Zweikeimblättrige
Unterklasse:
Dilleníidae - Dillenienähnliche
Ordnungsgruppe:
Cistiflórae - Cistusblütige
Ordnung:
Passifloráles - Passionsblumenartige (Cucurbitáles)
Familie:
Cucurbitáceae - Kürbisgewächse
Gattung: Cucurbita
Garten Kürbis - Cucurbita pepo
Familie: Cucurbitáceae - Kürbisgewächse![]() Bildquelle: Wikipedia User Darkone 2004 |
pecten-veneris: Venuskamm
Der Gartenkürbis wurde zur Arzneipflanze des Jahres 2005 gewählt.
Der Gartenkürbis (Cucurbita pepo) ist eine der vier im Gartenbau verwendeten Kürbisarten und wird in vielen Sorten, wie z. B. Zucchini oder Spaghettikürbis angebaut.
Der Gartenkürbis ist eine einjährige krautige Pflanze. Er wächst als Kletterpflanze oder kriechende Pflanze mit einer maximalen Ausdehnung von 10 m. Die einfachen Laubblätter sind lang gestielt. Die herzförmigen Blattspreiten sind sehr groß und etwas gelappt. Die ästigen Blattranken sind wahrscheinlich aus Mittelrippen abzuleiten. Sie reagieren in wenigen Sekunden auf eine Belastung von weniger als einem Millionstel Gramm. Bei feuchtem Wetter erfolgt die Reaktion so schnell, dass man die Einkrümmung verfolgen kann. Der Sprosszuwachs kann bis zu 14 cm pro Tag betragen.
Sie ist einhäusig getrenntgeschlechtig (monözisch) und blüht von Juni bis August. Die Trichterblüten sind vormittags geöffnet. Die goldgelbe Blütenkrone hat einen Durchmesser von 7 bis 10 cm. Die Kronröhre der männlichen Blüten ist becherförmig, etwas eingeschnürt und mit pfriemförmigen bis lanzettlichen Zipfeln versehen. Die Zuckerproduktion im Nektar ist mit 28 mg pro Tag und Blüte sehr hoch. Die Blüten werden reichlich von Bienen und Hummeln besucht. Die Pollenkörner sind sehr groß.
Die Frucht ist gelb bis orange (bei einigen Zuchtformen auch andersfarbig), rundlich oder länglich und erreicht eine Größe von 15 bis 40 cm im Durchmesser. Die Früchte sind Beeren (Panzerbeeren); sie werden über 30 kg schwer und gehören damit zu den größten Früchten überhaupt. Das Fruchtfleisch ist faserig.Von anderen kultivierten Kürbis-Arten lässt er sich durch folgende Merkmale unterscheiden: Der Fruchtstiel ist hart, eckig, nur manchmal am Fruchtansatz etwas verbreitert. Die Sprossachse ist hart, kantig, gefurcht und stechend. Die Blätter sind handförmig gelappt, häufig tief geschnitten und ebenfalls stechend behaart. Die Samen sind stumpf weiß bis bräunlich, mit glatter Oberfläche, deutlichem, aber glattem Rand. Die Samennarbe ist quadratisch bis rund.
Inhaltsstoffe
Die Samen enthalten bis etwa 35 % fettes Öl (z.B. beim „Ölkürbis“), das in manchen Ländern als Speiseöl genutzt wird. Besonders bekannt ist dabei das Kürbiskernöl aus der österreichischen Steiermark.Die Früchte des Gartenkürbis sind reich an Kalium, Calcium, Magnesium und Vitamin C.
Verwendung in der Pflanzenheilkunde
Verwendet werden die reifen getrockneten Samen oder das Samenöl vorwiegend des Steirischen Ölkürbis.Angewendet werden Kürbissamen oder das Samenöl zur symptomatischen Erleichterung bei der gutartigen Prostata-Vergrößerung (Prostatahyperplasie) und den damit verbundenen Miktionsbeschwerden.
Die günstige Wirkung bei der Prostatahyperplasie wird auf die antiphlogistische und diuretische Wirkung der enthaltenen Phytosterole und hiervon speziell der ?7-Sterole zurückgeführt. Nach klinischen Studien vermutet man, dass diese die Bindung von Dihydrotestosteron innerhalb der Prostata verhindern oder eventuell über eine Hemmung der 5?-Reduktase und Aromatase wirken. Die enthaltene Linolsäure ist außerdem eine Vorstufe der Prostaglandine. Die Wirkung gegen Bandwürmer wird auf Cucurbitin zurückgeführt.
Zur Therapie stehen zahlreiche Fertigarzneimittel als Mono-Präparate zu Verfügung. Es handelt sich dabei um Kürbissamen, Kürbiskernöl oder Extrakte. Die Behandlung einer Prostatahyperplasie sollte immer unter ärztlicher Aufsicht erfolgen, da Kürbissamen und andere Kürbis-Produkte nur symptomatisch wirken.
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