Steckbrief
Blütenfarbe: grün, braun oder unscheinbar;Lebensdauer: ausdauerndes Kraut (Staude);
Systematik
Abteilung:Spermatóphyta - Samenpflanzen
Unterabteilung:
Angiospérmae - Bedecktsamer
Klasse:
Monocotyledóneae (Liliópsida) - Einkeimblättrige
Unterklasse:
Farinósae (Commelínidae) - Mehlsamige
Ordnung:
Poáles - Süßgrasartige (Gramináles)
Familie:
Poáceae - Süßgräser
Gattung: Dactylis
Weitere Pflanzen der Gattung Dactylis
| Wald-Knäuelgras Dactylis polygama |
>> Alle Pflanzen der Gattung Dactylis
Wiesen-Knäuelgras - Dactylis glomerata
Familie: Poáceae - Süßgräser![]() Bildquelle: Carl Axel Magnus Lindman: Bilder ur Nordens Flora (1901-1905) |
Dactylis: gr. daktylos = Finger (wg. der Blütenstandsverzweigungen); "Knäuelgras"
glomeratus: geknäuelt
andere Namen: Wiesen-Knaulgras, Knaulgras
Das Gewöhnliche Knäuelgras (Dactylis glomerata) ist eine Pflanzenart aus der Familie der Süßgräser (Poaceae). Man zählt es zu den Hemikryptophyten. Als wichtiges Weide- und Heugras besitzt es eine ökonomische Bedeutung für den Menschen.
Das Gewöhnliche Knäuelgras ist eine graugrün gefärbte, kräftige, in Horsten wachsende, mehrjährige, krautige Pflanze, die Wuchshöhen von bis zu 120 Zentimetern erreicht. Seine Laubblätter sind 4 bis 10 mm breit, wobei das oberste aufrecht absteht.
Die Rispe ist sowohl vor als auch nach der Blütezeit schmal, sonst häufig breit ausgefächert und formt einen dreieckigen Umriss. Sie ist – im Gegensatz zum Wald-Knäuelgras – stark geknäult, mit einem weit abstehendem unteren Ast, der später zusammengezogen wird, und aufrechter Spitze. Die Ährchen sind drei- bis fünfblütig. Die Hüllspelze ist derb, nicht durchscheinend, grün, rötlich, selten violett gefärbt. Die untere Hüllspelze ist einnervig. Der Kiel der oberen Hüllspelze und der Deckspelze ist mit langen und kurzen steifen Haaren besetzt. Die Deckspelze ist auf ganzer Fläche meist mit langen Härchen besetzt und in einer deutlichen, an den unteren Blüten ein bis zwei Millimeter langen Granne plötzlich verschmälert.
Verbreitung/Vorkommem
Die Pflanze ist in Europa und Westasien weit verbreitet und blüht von Mai bis Juli auch in ganz Deutschland.Standort
Vor allem ist sie auf Wiesen, an Wegrändern, Ruderalstellen, an Waldrändern und auf Waldschlägen zu finden.Sonstige Verwendung
Das Heu aus den Halmen hat nur einen bedingten futterbaulichen Wert. Wertvoll sind jedoch die blattreichen Auswüchse. Da das Knaulgras stark Horste bildet, entsteht eine lückenhafte Pflanzendecke, die in Weiden wenig geschätzt wird. Durch regelmäßige frühe Silage- oder Heunutzung wird das Knaulgras zurückgedrängt, wobei Unkräuter und besonders Ampfer zunehmen.Literatur
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