Kanadische Wasserpest - Elodea canadensis

Familie: Hydrocharitáceae - Froschbißgewächse

Elodea canadensis
Bildquelle: Carl Axel Magnus Lindman: Bilder ur Nordens Flora (1901-1905)
Kategorie: Wasserpflanze Gartenteich

Elodea: gr. helodes = sumpfig (Standort); "Wasserpest"
canadensis: kanadisch

Die Kanadische Wasserpest ist eine krautige Pflanze. Die untergetauchten Sprosse erreichen eine Länge von 30 bis 100 Zentimeter. Häufig können sie auch bis zu drei Meter lange Ausläufer bilden.

An den flutenden Stängeln sitzen die kleinen, dunkelgrünen Blätter dicht quirlig meist zu dritt (zwei bis vier). Sie sind ein bis drei Zentimeter lang, weich oder starr, zungenförmig und vorne abgerundet, in der Mitte meist am breitesten, am Grund verschmälert, grün bis dunkelgrün gefärbt und häufig derb. Die Spitze der Blätter ist manchmal etwas zurückgebogen. Die Länge der Blätter macht das zwei- bis fünffache ihrer Breite (1,5 bis 3,5 Millimeter) aus.

Ihre dekussiv gestellten Blätter (siehe Abb.) sind insgesamt länglich und eiförmig bis lanzettlich geformt.

Im Vergleich zu E. nuttallii wirkt die Art kompakter und gleichmäßiger beblättert.

Es handelt sich um zweihäusig getrenntgeschlechtige (diözische) Pflanzen. Die unscheinbaren, drei bis 5,5 Millimeter kleinen, weißlich-hellvioletten Blüten sitzen an langen weißlichen Stielen, die über die Wasseroberfläche ragen bzw. dort aufliegen. Die Blüte besitzt grünlich bis rötlich gefärbte Kelchblätter und weißliche Kronblätter, die etwa so groß wie die Kelchblätter sind.
E. canadensis ist zweihäusig; in Mitteleuropa kommen aber nur Exemplare mit weiblichen Blüten vor, so dass keine generative Vermehrung stattfindet. Die Ausbreitung geschieht vor allem über abgebrochene Sprossteile, die verdriftet werden oder beispielsweise Wasservögeln anhaften.


Verbreitung/Vorkommem

Die ursprünglich aus den gemäßigten Breiten Nordamerika stammende und vor allem in Kanada beheimatete Pflanze wird in Europa zu den Neophyten gezählt, denn hier wurde sie eingeschleppt. Ihre Ansiedlung und Ausbreitung in Europa wurde durch die Seeschifffahrt eingeleitet und durch gezielte Aussetzungen (beispielsweise von Aquarienhaltern) oder durch Wasservögel weiter gefördert.

Da die Kanadische Wasserpest in Europa vergleichbare klimatische Bedingungen vorfindet wie in ihrer einstigen Heimat, hat sie sich rasant ausgebreitet, zumal sie hier keine natürlichen, bestandsregulierenden Feinde hat. Man zählt sie inzwischen zum gängigen Arteninventar vieler Still- und Fließgewässer. Erste Nachweise des Auftretens in Europa gibt es seit 1836 in Irland. 1859 wurde sie in Berlin angesiedelt oder ausgesetzt. Von dort aus breitete sie sich in nur 20 Jahren über ganz Mitteleuropa aus. Nur in - selten vorkommenden - oligotrophen (nährstoffarmen) Seen fehlt sie in der Regel.

Wikipedia User Ies

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