Japanischer Staudenknöterich - Fallopia japonica

Familie: Polygonáceae - Knöterichgewächse

Fallopia japonica
Bildquelle: Wikipedia User WJV&DB
Kategorie: Garten Neophyt Bienenweide Guerilla Gardening

Fallopia: gr. fallax = trügerisch, leicht verwechselbar (mit der Acker­winde); "Windenknöterich"
japonicus: aus Japan

andere Namen: Synonyme: Reynoutria japonica, Polygonum cuspidatum, Zugespitzter Knöterich, Spieß-Knöterich, Japanischer Flügelknöterich, Japanischer Rhabarber, Japanischer Buchweizen, Japanischer Schirmknöterich, Japan-Knöterich

Die Pflanze kann einen Zuwachs von 10 bis 30 cm pro Tag erreichen!

Der Japanische Staudenknöterich (Fallopia japonica, Synonyme: Reynoutria japonica, Polygonum cuspidatum) ist eine Pflanzenart, die zu den Knöterichgewächsen (Polygonaceae) gehört. In Europa und in Nordamerika zählt diese Pflanze zu den Neophyten, die als problematisch (invasiv) eingeordnet werden.

Der Japanische Staudenknöterich ist eine sehr schnellwüchsige, ausdauernde krautige Pflanze. Im Frühling treibt sie aus den Rhizomen ("Wurzelstöcken") neue Triebe, die unter günstigen Bedingungen innerhalb weniger Wochen eine Höhe von 3 bis 4 Metern erreichen. Die lederartigen, gestielten Blätter sind zwischen fünf und zwanzig Zentimeter lang und besitzen einen gestutzten Spreitengrund. Im August beginnt der Japanische Staudenknöterich mit der Ausbildung der Blüten. Diese sind von weißlicher Farbe und bestehen aus fünf Blütenhüllblättern, drei gefransten Narben und acht Staubblättern.

Beim ersten Frost sterben alle überirdischen Teile der Pflanze ab. Die weit verzweigenden holzigen Wurzel-ähnlichen Rhizome überleben allerdings den Winter problemlos, da sie bis zu 2 m tief in den Boden reichen.


Verbreitung/Vorkommem

Der Japanische Staudenknöterich stammt ursprünglich aus Ostasien und ist in China, Korea und Japan heimisch. Die Pflanze wurde um 1825 von Philipp Franz von Siebold als Zier- und Viehfutterpflanze nach Europa gebracht und ebenfalls im 19. Jahrhundert in den USA eingeführt. Der Japanische Staudenknöterich zählt damit zu den sogenannten hemerochoren Pflanzen, die gezielt – also ethelochor – eingeführt wurden. Auch in der Forstwirtschaft wurde der Japanische Staudenknöterich gezielt angebaut. Er sollte als Äsungspflanze für Rotwild sowie als Deckungspflanze für Fasane dienen. Die Erfahrungen haben jedoch gezeigt, dass die Pflanze zur Äsung nicht angenommen wird und dass sie als Deckungspflanze aufgrund des Blattfalls im Winter wenig geeignet ist. Großzügig an seiner Ausbreitung beteiligt waren aber die Imker, da der Staudenknöterich noch im Frühherbst eine exzellente Bienenweide bietet.

Heute findet man ihn in Mitteleuropa sowohl in Gärten, vor allem wegen seines schnellen und hohen Wuchses als Sichtschutz, als auch im Freiland wild wuchernd.

Leo Michels, Untereisesheim

Literatur

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