Efeu - Hedera helix

Familie: Araliáceae - Araliengewächse
Steckbrief | Systematik
Kategorie: Heilpflanze Garten Giftpflanze Kletterpflanze winterhart immergrün Hummelblume Alpenpflanze

Efeu - Hedera helix
Efeu - Hedera helix
Bildquelle: © Bönisch 2009 - All rights reserved

Hedera: lat. Pflanzenname, gr. hedra = das Sitzen (Haften an ei­ner Un­terlage); "Efeu"
helix: gewunden, schneckenförmig

Als Hinweis auf treue Verbundenheit und ewiges Leben ist die besonders häufige Darstellung von Efeublättern auf frühchristlichen Sarkophagen und Katakomben-Fresken zu verstehen. Der Efeu bedeutet, dass die Seele lebt, wenn auch der Körper tot ist.

Efeu - Hedera helix; Bildquelle: <a href="http://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Deutschlands Flora in Abbildungen 1796">Deutschlands Flora in Abbildungen 1796</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/publicdomain/deed.de" target=_blank title="Public Domain">Public Domain</a>; Efeu - Hedera helix; Bildquelle: <a href="http://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User Eugenio Hansen, OFS">Wikipedia User Eugenio Hansen, OFS</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0)">CC BY-SA 3.0</a>; <br>Wiki Commons Bildbeschreibung: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Hedera_helix.JPG" target=_blank title="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Hedera_helix.JPG">https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Hedera_helix.JPG</a>Efeu - Hedera helix; Bildquelle: <a href="http://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User Daniel VILLAFRUELA">Wikipedia User Daniel VILLAFRUELA</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0)">CC BY-SA 3.0</a>; <br>Wiki Commons Bildbeschreibung: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Hedera_helix-Lierre-Inflorescence-20160428.jpg" target=_blank title="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Hedera_helix-Lierre-Inflorescence-20160428.jpg">https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Hedera_helix-Lierre-Inflorescence-20160428.jpg</a>

Der Efeu (Hedera helix) ist eine Kletterpflanze aus der Gattung Efeu (Hedera); er ist der einzige mitteleuropäische Repräsentant der Familie der Araliengewächse (Araliaceae).

Der gemeine Efeu ist eine immergrüne, mehrjährige Pflanze, die durch Haftwurzeln in der Lage ist, an Bäumen und Mauern emporzuklettern; dabei erklimmt sie Höhen von bis zu 20 Metern. Der Gemeine Efeu ist der einzige einheimische Wurzelkletterer in Mitteleuropa. Fehlen Mauern oder ähnliche Klimmstützen, so überwuchert der Efeu gelegentlich flächendeckend den Boden. Efeu kann ein Höchstalter von 450 Jahren erreichen.

Der Efeu ist gekennzeichnet durch Sprossdimorphismus und Heterophyllie:

* Juvenilsprosse wachsen plagiotrop (d.h. mittels Kriechsprosse) und sind dorsiventral, nur sie bilden Haftwurzeln aus. Sie tragen die drei- bis fünflappigen Blätter (Schattenform).
* Adulte Blühsprosse sind rundlich und aufrecht. Sie sind stets wurzellos und tragen einfache, ungeteilte, rautenförmige (Sonnen-)Blätter. Blühende Sprosse können ab einem Alter von rund 20 Jahren auftreten.

Die unscheinbaren, kleinen, gelbgrünen Blüten stehen in halbkugeligen Dolden und erscheinen in den Monaten September bis Oktober. Mit dieser späten Blütezeit ist der Efeu eine Besonderheit innerhalb der mitteleuropäischen Flora mit ihren hauptsächlich in den Frühjahrs- und Sommermonaten blühenden Pflanzen. Aufgrund dieser späten Blüte ist der Efeu eine wichtige Nahrungsquelle für Bienen, Wespen und Schwebfliegen. Von den Schmetterlingen besucht der Admiral die Blüten. Die Efeu-Seidenbiene hat sich sogar ausschließlich auf Efeu-Pollen für die Aufzucht ihrer Brut spezialisiert (Monolektie).

Die Früchte werden zwischen Februar und April reif. Sie werden von Gartenrotschwänzen, Mönchsgrasmücken, Staren, Amseln und Drosseln gefressen, die auf diese Weise die Samen ausbreiten (Endochorie).



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Verbreitung/Vorkommen

Der Gemeine Efeu ist in West-, Mittel- und Südeuropa von der Ebene bis in mittlere Gebirgslagen heimisch, im Norden reicht sein Verbreitungsgebiet bis nach Südschweden.

Als Standort werden Wälder und Auengehölze, Steinbrüche und Ruinen bevorzugt.

Giftigkeit

Sämtliche Pflanzenteile des Gemeinen Efeus sind giftig. Bekannte giftige Inhaltsstoffe sind ?-Hederin (Triterpensaponin), das sich durch Abbaureaktionen aus dem Hederasaponin C bilden kann (zu 80 % enthalten) sowie Falcarinol. Zeichen der Vergiftung können schon nach Einnahme von zwei bis drei Beeren auftreten: Brennen im Rachen, Durchfall und/oder Erbrechen, Kopfschmerzen, erhöhter Puls, Krämpfe. Nach Aufnahme großer Mengen (unwahrscheinlich, da sehr bitter) können Schock und Atemstillstand auftreten. Häufig sind auch Kontaktdermatiden durch Reaktion des Falcarinols mit den Proteinen der Haut.

Verwendung in der Pflanzenheilkunde

Zubereitungen aus Efeublättern finden wegen – in niedrigen Dosen – expektorierender und spasmolytischer Eigenschaften Anwendung bei Bronchialerkrankungen, Krampf- und Reizhusten. In höheren Dosen wirkt der Extrakt jedoch reizend auf Schleimhäute und die Haut.

In der Volksheilkunde wird ein Efeu-Umschlag bei Nervenschmerzen empfohlen.
Als Salbe wird Efeu auch kosmetisch bei Orangenhaut eingesetzt.


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Efeu - Garten/Anbau

Lichtanspruch: Halbschatten; Schatten;
Boden Beschaffenheit: +/- humoser Boden; lehmiger Boden / Lehmboden;
Boden PH-Wert: mäßig sauer; mild;
Boden Nährstoffgehalt: nährstoffreich;

Mit Stecklingen in feuchter Erde lässt sich der Gemeine Efeu leicht vermehren. Juvenilformen behalten ihre Wuchsform bei und können bei geeigneten Bedingungen Blühsprosse bilden. Eine Efeu-Pflanze, die durch vegetative Vermehrung aus einer Adultform hervorgegangen ist, behält ihren aufrechten Wuchstyp bei und kann niemals Kriechsprosse ausbilden (Topophysis).

Literatur




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