See-Brachsenkraut - Isoetes lacustris

Familie: Isoëtáceae - Brachsenkrautgewächse

Isoetes lacustris
Bildquelle: Prof. Dr. Otto Wilhelm Thomé Flora von Deutschland, Österreich und der Schweiz 1885, Gera, Germany
Kategorie: Wasserpflanze Gartenteich

Isoetes: gr. isos = gleich, etos = Jahr (im Wuchs gleich­blei­bend); "Brach­senkraut"
lacustris: Sumpf, Teich

Das See-Brachsenkraut ist wie alle Vertreter der Gattung eine ausdauernde Pflanze und hat eine unverzweigte, gestauchte, knollenförmige Sprossachse, die sekundäres Dickenwachstum zeigt. An der Achse steht ein Rosette von binsenförmigen Blättern. Die Blätter sind stielrund, 8 bis 25 (selten 40) mm lang und 2 bis 3 mm breit. Sie sind dunkelgrün, steif und kurz zugespitzt. Die Pflanzen erreichen Wuchshöhen von 3 bis 15 cm.

Die Sporangien stehen in einer Grube am Grund der scheidig erweiterten Blätter. Die Makro- und Mikrosporophylle sind gleich gestaltet, wobei erstere außen an der Rosette stehen, letztere innen. Die Makrosporen haben eine dicht kleinhöckerige Oberfläche und einen Durchmesser von 530 bis 700 µm. Die Sporen reifen von Juli bis September.

Das Prothallium ist eingeschlechtig, kurzlebig und verbleibt in der Spore. Die Spermatozoiden sind vielgeißelig.


Verbreitung/Vorkommem

Das See-Brachsenkraut kommt im Westen, Norden und Osten Europas vor, in Mitteleuropa ist es selten. Weiters kommt es noch in Nordamerika vor.

In Deutschland ist die Art bundesweit stark gefährdet, in einigen Bundesländern ist sie bereits ausgestorben. In Österreich kommt und kam sie nicht vor, ältere Angaben über Vorkommen in einigen Salzburger Seen sind „vermutlich irrtümlich“. Aus der Schweiz sind nur drei Fundgebiete in den Zentralalpen bekannt, die Bestände gelten als stabil bis leicht abnehmend.

Carl Axel Magnus Lindman: Bilder ur Nordens Flora (1901-1905)

Literatur

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