Steckbrief
Blütenfarbe: rot, rosa oder purpurn;Höhe/Länge von 15cm bis 40cm
Blütezeit von 4 bis 10
Lebensdauer: ausdauerndes Kraut (Staude);
Blütenform: dorsiventral (zygomorph): mit nur einer Symmetrieachse
Blütenstand: Ähre (incl. Quirl)
Systematik
Abteilung:Spermatóphyta - Samenpflanzen
Unterabteilung:
Angiospérmae - Bedecktsamer
Klasse:
Dicotyledóneae (Magnoliópsida) - Zweikeimblättrige
Unterklasse:
Astéridae - Asternähnliche
Ordnungsgruppe:
Tubiflórae - Röhrenblütige
Ordnung:
Lamiáles - Lippenblütlerartige
Familie:
Lamiáceae - Lippenblütler
Gattung: Lamium
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Purpurrote Taubnessel im Web
Purpurrote Taubnessel - Lamium purpureum
Familie: Lamiáceae - Lippenblütler![]() Bildquelle: Prof. Dr. Otto Wilhelm Thomé Flora von Deutschland, Österreich und der Schweiz 1885, Gera, Germany |
Lamium: gr. lamos = Rachen (wg. der Blütenform); "Taubnessel"
purpureus: purpurrot
Die Rote Taubnessel ist eine 15-45 cm hohe, einjährige Sommerpflanze, ein Archäophyt und ein Kulturbegleiter. Sie ist schnellwüchsig und benötigt oft nur wenige Wochen von der Keimung bis zur Samenreife. Daher sind pro Jahr 3-4 Generationen möglich. Die Blüten sind homogame, nektarführende Lippenblumen; sie werden durch Apoidea bestäubt; der Nektar wird durch einen Haarring (Saftdecke) geschützt; Fremdbestäubung wird dadurch begünstigt, dass der Griffel die Staubblätter überragt; bleibt diese aus, tritt spontane Selbstbestäubung ein; neben den chasmogamen Blüten kommen nicht selten kleistogamen Blüten vor. Zum Teil blüht sie auch noch im Winter. Die Teilfrüchte tragen ein Elaiosom, daher ist auch Verbreitung durch Ameisen möglich.
Standort
Man findet die Purpurrote Taubnessel verbreitet in lückigen Unkrautgesellschaften der Äcker, Gärten und Weinberge, auch an Schuttplätzen und Wegen. Sie bevorzugt frische, nährstoffreiche, lockere Böden. Nach Ellenberg ist sie eine Halblichtpflanze, ein Mäßigwärmezeiger, ein Frischezeiger, stickstoffreiche Standorte anzeigend und eine Ordnungscharakterart Nährstoffreicher Acker- und Garten-Beikrautfluren (Polygono-Chenopodietalia).Verwendung in der Pflanzenheilkunde
Hauptsächlich bei Frauenleiden werden die getrockneten Blüten als Tee verabreicht oder man saugt aus den kleinen Blüten die süße Flüssigkeit heraus. Darin enthalten sind unter anderem Gerbstoffe, ätherische Öle, Vitamine und vieles mehr. Der Tee wird auch bei Blasenleiden, Husten oder Darmbeschwerden getrunken. Waschungen mit dem Tee werden bei Verbrennungen und anderen Hautverletzungen vollzogen.Literatur
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