![]() | ACHTUNG: Nicht pflücken, sammeln oder zertreten! Diese Pflanze ist geschützt und steht auf der Roten Liste Bayern! Kategorie 3 (gefährdet) |
Steckbrief
Blütenfarbe: gelb; rot, rosa oder purpurn;Höhe/Länge von 15cm bis 50cm
Blütezeit von 5 bis 8
Lebensraum: Äcker; Halbmagerrasen;
Lebensdauer: einjährige Sommerpflanze;
Blattstellung: Blätter gegenständig
Blattform: länglich, linealisch, lanzettlich, spatelförmig;
Blattrand: ganzrandig; gezähnt;
Blütenform: dorsiventral (zygomorph): mit nur einer Symmetrieachse
Trockenfrüchte: Kapsel
Garten/Anbau
Lichtanspruch: Sonne;Boden Beschaffenheit: humoser Boden (leicht); kalkhaltiger Boden; lehmiger Boden; toniger Boden (schwer);
Boden PH-Wert: mild; sauer;
Boden Feuchte: 4 mäßig trocken;
Systematik
Abteilung:Spermatóphyta - Samenpflanzen
Unterabteilung:
Angiospérmae - Bedecktsamer
Klasse:
Dicotyledóneae (Magnoliópsida) - Zweikeimblättrige
Unterklasse:
Astéridae - Asternähnliche
Ordnungsgruppe:
Tubiflórae - Röhrenblütige
Ordnung:
Scrophulariáles - Braunwurzartige (Solanáles)
Familie:
Orobancháceae - Sommerwurzgewächse
Gattung: Melampyrum
Weitere Pflanzen der Gattung Melampyrum
>> Alle Pflanzen der Gattung Melampyrum
Acker Wachtelweizen im Web
Diese Pflanze wird in folgenden Alben verwendet:
besondere Pflanzenerstellt von biomann
Vegetationsliste Ehrenbürg (Walberla) bei Forchheim
erstellt von arnulf
Acker Wachtelweizen - Melampyrum arvense
Familie: Orobancháceae - Sommerwurzgewächse![]() Bildquelle: Bönisch 2009 |
Melampyrum: gr. melas = schwarz, pyron = Weizen (wg. der Schwarzfärbung des Brotes bei Verunreinigung des Mehls); "Wachtelweizen"
arvensis: zum Acker gehörend
Der Acker-Wachtelweizen (Melampyrum arvense) ist eine formenreiche Pflanzenart aus der Gattung Wachtelweizen (Melampyrum) in der Familie der Sommerwurzgewächse (Orobanchaceae). Diese Art ist schwach giftig.
Der Acker-Wachtelweizen ist eine überwinternd grüne, einjährige Pflanze, also ein Therophyt, der Wuchshöhen von 10 bis 30 Zentimeter erreicht. Es handelt sich um einen Halbparasit auf Getreide und anderen Gräser-Arten, deshalb findet man den Acker-Wachtelweizen vor allem auf (kalkhaltigen) Ackerflächen, daher der deutsche Trivialname. Die Stängel ist aufrecht und schwach verzweigt. Die Laubblätter sind linealisch bis lanzettlich; die unteren sind ganzrandig, die oberen am Grund gezähnt.
Die Blüten sind in einem kegelförmigen oder walzlichen, ährigen Blütenstand angeordnet. Die Tragblätter sind hell- bis lilarot. Die Hochblätter sind ei-lanzettlich, purpurn oder seltener gelbgrün gefärbt und haben im unteren Teil grannenförmige Zähne. Die zwittrigen Blüten sind zygomorph. Der flaumig behaarte Kelch ist fast so lang wie die Kronröhre. Die Krone ist 2 bis 2,5 Zentimeter lang, die Röhre ist gelblich bis weißlich, die Lippen sind rötlich und die Oberlippe ist helmförmig gebogen. Die am Rand aufgebogene Unterlippe liegt fast an der Oberlippe an; der Kronschlund dadurch fast geschlossen. Die Blütezeit reicht von Mai bis August. Es findet Insektenbestäubung oder Selbstbestäubung statt.
Die ovale Kapselfrüchte verschmälert sich an beiden Enden. Die Samen werden durch Ameisen verbreitet (Myrmekochorie).
Verbreitung/Vorkommem
Der Acker-Wachtelweizen kommt in fast ganz Europa vor, im Norden reicht sein Verbreitungsgebiet bis Südschweden. In Deutschland ist diese Art nur im Süden verbreitet, im Norden sowie südlich der Donau und in den Alpen ist sie selten.Sie besiedelt hauptsächlich Staudensäume trockenwarmer Standorte und Äcker und kurzlebige Unkrautfluren, Nebenvorkommen gibt es auf Trocken- und Halbtrockenrasen, sowie auf halbruderalen Queckenrasen trockenwarmer Standorte.
Literatur
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- Kremer B.: Bäume (Laub-und Nadelbäume) - 1992 - 1. Auflage, Stuttgart
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- Kreuter M.-L. Kräuter und Gewürze aus dem eigenen Garten - 2009 - 8. Auflage, München; ISBN: 978-3835403246
- Kreuter M.-L.: Biologischer Pflanzenschutz - 2001 - 08. Auflage, München; ISBN: 978-3405160562
- Kreuter M.-L.; Der Biogarten - 2007 - 23. Auflage, München; ISBN: 978-3835404847
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- Raven Peter H.: Biologie der Pflanzen - 2006 - 4 Auflage ; ISBN: 978-3110185317
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- Rothmaler W. - Exkursionsflora von Deutschland Band 3 - 1994 - 9. Auflage, Jena, Stuttgart; ISBN: 978-3827418425
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- Schönfelder, B. & Fischer J. - Welche Heilpflanze ist das?: Heilpflanzen, Giftpflanzen, Wildgemüse - 1976 - 18 Auflage, Stuttgart; ISBN: 978-3440047804
- Senghas, K. & Seybold, S.: Schmeil - Fitschen. Flora von Deutschland und angrenzender Länder. Ein Buch zum Bestimmen der wildwachsenden und häufig kultivierten Gefäßpflanzen - 2000 - 91. Auflage, Wiebelsheim; ISBN: 978-3494014685
- Steinegger E.& Hänsel R.: Pharmakognosie - 1992 - 4. Auflage, Berlin-Heidelberg; ISBN: 978-3540342564
- Vademecum Anthroposophische Arzneimittel
Gesellschaft Anthroposophischer Ärzte in Deutschland und der Medizinischen Sektion der Freien Hochschule für Geisteswissenschaft, Dornach, Schweiz - 2010 - 2. Auflage
- WELEDA AG: Arzneimittelverzeichnis 2009 - 2009 - Schwäbisch Gmünd
- Wendelberger, E. - Heilpflanzen. Erkennen, sammeln, anwenden. - 2003 - München, Wien, Zürich; ISBN: 978-3835403703
- Wichtl M. - Teedrogen und Phytopharmaka. Ein Handbuch für die Praxis auf wissenschaftlicher Grundlage - 2008 - 5. Auflage, Stuttgart; ISBN: 978-3804723696








































