![]() | ACHTUNG: Nicht pflücken, sammeln oder zertreten! Diese Pflanze ist geschützt und steht auf der Roten Liste Deutschland! Kategorie 2 (stark gefährdet) |
Steckbrief
Blütenfarbe: blau, lila oder violett;Höhe/Länge von 30cm bis 50cm
Blütezeit von 6 bis 7
Lebensdauer: zweijährig;
Blattstellung: Blätter wechselständig
Blattform: eiförmig, verkehr eiförmig; länglich, linealisch, lanzettlich, spatelförmig;
Blattrand: ganzrandig;
Blütenform: dorsiventral (zygomorph): mit nur einer Symmetrieachse
Blütenstand: Ähre (incl. Quirl)
Verholzungsgrad: Stängel krautig
Trockenfrüchte: Kapsel
Systematik
Abteilung:Spermatóphyta - Samenpflanzen
Unterabteilung:
Angiospérmae - Bedecktsamer
Klasse:
Dicotyledóneae (Magnoliópsida) - Zweikeimblättrige
Unterklasse:
Astéridae - Asternähnliche
Ordnungsgruppe:
Tubiflórae - Röhrenblütige
Ordnung:
Scrophulariáles - Braunwurzartige (Solanáles)
Familie:
Orobancháceae - Sommerwurzgewächse
Gattung: Orobanche
Weitere Pflanzen der Gattung Orobanche
>> Alle Pflanzen der Gattung Orobanche
Sand-Sommerwurz - Orobanche arenaria
Familie: Orobancháceae - SommerwurzgewächseOrobanche: gr. orobus = Kichererbse, agchein = würgen (Schmarotzer); "Sommerwurz"
arenarius: sandig (Standort), auf Sand wachsend
Die Sand-Sommerwurz (Orobanche arenaria), auch Sand-Würger genannt, gehört zur Gattung Sommerwurze (Orobanche) in der Familie der Sommerwurzgewächse (Orobanchaceae).Es sind mehrjährige Pflanzen und chlorophyllfreie Wurzelparasiten. Die Sand-Sommerwurz erreicht Wuchshöhen von 15 bis 40 Zentimetern. Ihr stark beschuppter Stängel ist meist einfach und drüsig behaart. Die Blüten sind hell violettblau, 20 bis 30 Millimeter lang und stehen in dichten 15 bis 40-blütigen traubigen Blütenständen. Die Staubbeutel sind wollig und lang behaart und die Narbe ist weißlich. Der Kelch ist glockig, vierzähnig, umgeben von drei Hochblättern (ein Deckblatt und zwei Vorblätter).
Verbreitung/Vorkommem
Das Areal der Sand-Sommerwurz erstreckt sich von der Atlantikküste Portugals im Westen über Spanien, Süd- und Mittelfrankreich, Norditalien bis zum Kaukasus, Ural und Aralsee im Osten; im Nordosten reicht es bis etwa 54° n.B. und im Süden von Nordafrika bis Vorderasien (Irak, Iran).Die Art ist in Mitteleuropa selten. Man findet sie in Kalk- und Sandmagerrasen, auf warmen, trockenen, basenreichen, lockeren Sand- und Lößböden. Sie schmarotzt auf Feld-Beifuß (Artemisia campestre) und seltener auf Gewöhnlichem Beifuß (Artemisia vulgaris).
Inhaltsstoffe
das phenolische Glykosid OrobanchinSonstiges
Die Pflanze ist ein mehrjähriger, vermutlich nur einmal blühender Geophyt und ein Vollschmarotzer ohne Blattgrün. Sie entzieht ihrer Wirtspflanze Wasser, Mineralstoffe und organische Substanzen, so dass diese in ihrer Entwicklung zurückbleibt und nicht zur Blüte kommt.Die Sand-Sommerwurz bildet dagegen Blüten aus, die von Bienen und Hummeln bestäubt werden. In jeder Fruchtkapsel bilden sich dann Tausende von sehr keinen und leichten Samen, die mit dem Wind verbreitet werden. Zur Keimung brauchen die Samen wieder Kontakt mit den Wurzeln einer Wirtspflanze. Um das zu erreichen, geben sie chemische Reizstoffe ab.
In Deutschland kam die Sand-Sommerwurz außer in Schleswig-Holstein (mit Hamburg), Niedersachsen (mit Bremen) und dem Saarland früher in allen Bundesländern vor. In Nordrhein-Westfalen, Berlin und Sachsen ist die Art heute ausgestorben. Vom Aussterben bedroht (Rote Liste-Kategorie 1) ist die Sommerwurz in Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Sachsen Anhalt; in allen übrigen Bundesländern ist sie stark bedroht (RL 2).
Literatur
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- Kremer B.: Bäume (Laub-und Nadelbäume) - 1992 - 1. Auflage, Stuttgart
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- Schönfelder, B. & Fischer J. - Welche Heilpflanze ist das?: Heilpflanzen, Giftpflanzen, Wildgemüse - 1976 - 18 Auflage, Stuttgart; ISBN: 978-3440047804
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- Vademecum Anthroposophische Arzneimittel
Gesellschaft Anthroposophischer Ärzte in Deutschland und der Medizinischen Sektion der Freien Hochschule für Geisteswissenschaft, Dornach, Schweiz - 2010 - 2. Auflage
- WELEDA AG: Arzneimittelverzeichnis 2009 - 2009 - Schwäbisch Gmünd
- Wendelberger, E. - Heilpflanzen. Erkennen, sammeln, anwenden. - 2003 - München, Wien, Zürich; ISBN: 978-3835403703
- Wichtl M. - Teedrogen und Phytopharmaka. Ein Handbuch für die Praxis auf wissenschaftlicher Grundlage - 2008 - 5. Auflage, Stuttgart; ISBN: 978-3804723696







































