Schlaf-Mohn - Papaver somniferum

Familie: Papaveráceae - Mohngewächse

Papaver somniferum
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Kategorie: Heilpflanze Gewürzpflanze Garten Drogenpflanze Ölpflanze landwirtschaftliche Kulturpflanze

Papaver: lat. Pflanzenname, Abl. unklar; "Mohn"
somnifer: Schlaf bringend (tragend)

Der aus dem östlichen Mittelmeerraum stammende Schlafmohn (Papaver somniferum) ist eine Pflanzenart aus der Familie der Mohngewächse (Papaveraceae). Der Samen kann als Nahrungsmittel sowie zur Ölgewinnung verwendet werden. Die Pflanze führt außerdem einen morphinhaltigen Milchsaft, aus dem Opium hergestellt wird. Der botanische Name leitet sich aus dem Lateinischen ab: somniferum = Schlaf bringend, verweist auf die Verwendung als Schlafmittel für Kinder in der griechischen Antike. Es existieren zahlreiche Zuchtsorten, die sich u.a. durch Gehalt und Zusammensetzung der Alkaloide unterscheiden.


Inhaltsstoffe

Die wichtigsten der insgesamt 40 Alkaloide sind u.a. Morphin, Codein, Papaverin, Noscapin (= Narkotin), Thebain und Narcein. Morphin, Codein und Thebain sind Morphinanderivate

Verwendung in der Pflanzenheilkunde

Morphin wird zur Schmerzbekämpfung bei starken Schmerzen, wie bei Tumoren, sowie bei chronischen Schmerzen verschiedenen Ursprungs eingesetzt, aber auch als Droge missbraucht. Morphin ist bei Gallen- und Nierenkoliken zur Schmerzstillung nicht geeignet. Morphin macht psychisch und physisch abhängig. Bei Überdosierung von Morphin setzt der Tod (Letale Dosis) durch Atemdepression ein. Codein besitzt nur 1/6 bis 1/12 der analgetischen Wirksamkeit von Morphin und wird als Antitussivum bei starkem Reizhusten verwendet. Noscapin und Narcein sind nicht schmerzstillend und besitzen wie Codein eine antitussive Wirkung, die aber schwächer ist. Weiter sind Noscapin und Narcein im Gegensatz zu Morphin schwach atemanregend und bronchodilatatorisch. Papaverin wird angewendet bei Krämpfen des Magens, der Gallenblase, des Darms und der Harnwege und auch bei Nierenkoliken. Opiumtinktur wurde früher oft sowohl bei Magen-Darm-Krämpfen, Durchfall als auch bei seelischen Leiden verschrieben, wegen der suchterzeugenden Wirkung heute jedoch kaum noch. Die enthaltenen Benzylisochinolinalkaloide (z.B. Papaverin) können auch als Spasmolytikum eingesetzt werden.

Köhler's Medizinal-Pflanzen in naturgetreuen Abbildungen mit kurz erläuterndem Texte. Band 1. (1887)Wikipedia User Magnus ManskeWikipedia User Magnus Manske

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