Asiatische Kermesbeere - Phytolacca esculenta

Familie: Phytolaccaceae - Kermesbeerengewächse
Steckbrief | Systematik
Kategorie: Heilpflanze Garten Giftpflanze Rauschpflanze

Asiatische Kermesbeere - Phytolacca esculenta
Asiatische Kermesbeere - Phytolacca esculenta
Bildquelle: Wikipedia User Karelj; Bildlizenz: CC BY-SA 3.0;
Wiki Commons Bildbeschreibung: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Phytolacca_esculenta_Prague_2011_2.jpg


esculentus: eßbar

andere Namen: Essbare Kermesbeere oder Asiatische Kermesbeere

Aus altchinesischen Berichten geht hervor, dass die Pflanze in China bereits zwischen 1000 und 500 v. Chr. bekannt war und als Arznei- und Nahrungspflanze genutzt wurde.

Asiatische Kermesbeere - Phytolacca esculenta; Bildquelle: <a href="http://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User Lazaregagnidze">Wikipedia User Lazaregagnidze</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0)">CC BY-SA 3.0</a>; <br>Wiki Commons Bildbeschreibung: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Phytolacca_esculenta_Pokeweed_%E1%83%AD%E1%83%98%E1%83%90%E1%83%A4%E1%83%94%E1%83%A0%E1%83%90.JPG" target=_blank title="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Phytolacca_esculenta_Pokeweed_%E1%83%AD%E1%83%98%E1%83%90%E1%83%A4%E1%83%94%E1%83%A0%E1%83%90.JPG">https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Phytolacca_esculenta_Pokeweed_%E1%83%AD%E1%83%98%E1%83%90%E1%83%A4%E1%83%94%E1%83%A0%E1%83%90.JPG</a>Asiatische Kermesbeere - Phytolacca esculenta; Bildquelle: <a href="http://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User Karelj">Wikipedia User Karelj</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0)">CC BY-SA 3.0</a>; <br>Wiki Commons Bildbeschreibung: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Phytolacca_esculenta_Prague_2011_1.jpg" target=_blank title="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Phytolacca_esculenta_Prague_2011_1.jpg">https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Phytolacca_esculenta_Prague_2011_1.jpg</a>

Die Indische Kermesbeere wächst als buschige, ausdauernde krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von über 1 Meter. Aus einer rübenartig verdickten Wurzelknolle geht eine hellgrüne bis violette Sprossachse hervor, welche sich stark verzweigt. Die grünen, länglich-ovalen Laubblätter sind bis zu 26 cm lang.

Während der Blütezeit zwischen Juni und August erscheinen in endständigen, traubigen Blütenständen die kleinen, weißlichen Blüten. Die Beerenfrüchte sind gekammert und rötlich purpurviolett bis schwarz gefärbt. Blüten- und Fruchtstand stehen aufrecht.



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Verbreitung/Vorkommen

Die Indische Kermesbeere ist in Südostasien in China, Japan, Nord- und Südkorea sowie Indien verbreitet. Des Weiteren kommt sie in Bhutan, Myanmar und Vietnam vor. In Europa wird sie als Zierpflanze genutzt und ist, durch Vögel ausgebreitet, gelegentlich in Weinbergen und Gärten verwildert zu finden.

Giftigkeit

Die Indische Kermesbeere ist potentiell giftig. Sie enthält das Triterpen-Saponin Phytolaccagenin, allerdings in weit geringerer Konzentration als etwa die Amerikanische Kermesbeere (Phytolacca americana). Es konzentriert sich in der Wurzel und in den Samen. Die Samen enthalten zudem Betanin und Iso-Betanin, was ihnen die rötliche Tönung verleiht. In den Blättern sind weitere Triterpene und in allen Pflanzenteilen verschiedene Proteine (Eiweißstoffe) nachweisbar. Chinesischen Berichten zufolge wirkt Phytolacca acinosa psychoaktiv. Die Wurzel (Radix Phytolaccae) wurde als Ersatz für die Schwarze Tollkirsche (Atropa bella-donna) zu Rauschzwecken genutzt, durchaus auch als Zusatz bei der Zubereitung von Sake. Eine betäubende Wirkung ist nicht auszuschließen.

Inhaltsstoffe

Sie enthält das Triterpen-Saponin Phytolaccagenin

Verwendung in der Pflanzenheilkunde

Aus altchinesischen Berichten geht hervor, dass die Pflanze in China bereits zwischen 1000 und 500 v. Chr. bekannt war und als Arznei- und Nahrungspflanze genutzt wurde. In der traditionellen chinesischen Medizin wird die Indische Kermesbeere zur Behandlung von Tumoren, Ödemen und bei bronchialen Beschwerden eingesetzt, in Tibet bei schmerzenden Verletzungen.

Verwendung in Homöopathie/Anthroposophie

Kommission C* (s.Quellen):... Harmonisierung der Empfindungsorganisation bei entzündlichen und schmerzhaften Krankheiten des Nasen-Rachen-Raumes sowie der Brustdrüse, z.B. Angina tonsillaris, Seitenstrang-Angina, schmerzhafte Pharyngitis; Milchstauung.

Sonstige Verwendung

Junge Blätter werden als Gemüse, Samen als Schneckenmittel verwendet.

Literatur




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