Gewöhnliches Wiesen-Rispengras - Poa pratensis

Familie: Poáceae - Süßgräser
Steckbrief | Systematik
Kategorie: Futterpflanze Allergiepflanze Alpenpflanze

Gewöhnliches Wiesen-Rispengras - Poa pratensis
Gewöhnliches Wiesen-Rispengras - Poa pratensis
Bildquelle: Wikipedia User Don Pedro28; Bildlizenz: CC BY-SA 3.0;
Wiki Commons Bildbeschreibung: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Poa_pratensis1.JPG


Poa: gr. poa = Kraut, Futtergras; "Rispengras"
pratensis: auf Wiesen wachsend

Das Wiesen-Rispengras (Poa pratensis) ist eines der am weitesten verbreiteten und am häufigsten für Rasen und Weiden gesäten Süßgräser (Poaceae) Europas.

Gewöhnliches Wiesen-Rispengras - Poa pratensis; Bildquelle: <a href="http://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=C. A. M. Lindmans Bilder ur Nordens Flora, tredje upplagan 1917-1926.">C. A. M. Lindmans Bilder ur Nordens Flora, tredje upplagan 1917-1926.</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0)">CC BY-SA 3.0</a>; <br>Wiki Commons Bildbeschreibung: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Poa_pratensis.jpg" target=_blank title="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Poa_pratensis.jpg">https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Poa_pratensis.jpg</a>Gewöhnliches Wiesen-Rispengras - Poa pratensis; Bildquelle: <a href="http://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User Amada44">Wikipedia User Amada44</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 2.0 Unported (CC BY-SA 2.0)">CC BY 2.0</a>; <br>Wiki Commons Bildbeschreibung: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Poa_pratensis_plant2_(7398744246).jpg" target=_blank title="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Poa_pratensis_plant2_(7398744246).jpg">https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Poa_pratensis_plant2_(7398744246).jpg</a>Gewöhnliches Wiesen-Rispengras - Poa pratensis; Bildquelle: <a href="http://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User Fabelfroh">Wikipedia User Fabelfroh</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0)">CC BY-SA 3.0</a>; <br>Wiki Commons Bildbeschreibung: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Poa_pratensis_blatt.jpeg" target=_blank title="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Poa_pratensis_blatt.jpeg">https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Poa_pratensis_blatt.jpeg</a>Gewöhnliches Wiesen-Rispengras - Poa pratensis; Bildquelle: <a href="http://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User Fabelfroh">Wikipedia User Fabelfroh</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0)">CC BY-SA 3.0</a>; <br>Wiki Commons Bildbeschreibung: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Poa_pratensis_detail.jpeg" target=_blank title="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Poa_pratensis_detail.jpeg">https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Poa_pratensis_detail.jpeg</a>

Das lockere rasenbildende, mehrjährige Gras erreicht normalerweise Wuchshöhen von 20 bis 60 cm und seine Farbe ist frisch grün bis grau grün. Einige Unterarten sind deutlich kleiner oder blaugrün bereift. Die Blätter sind ungefähr 5 mm breit, bei einigen Unterarten auch deutlich schmaler. Ihre Ränder sind parallel und oben in einer kurzen kapuzenförmigen Spitze zusammengezogen. Die Ligula ist zwar vorhanden, aber selten über 2 mm lang.

Die locker aufrechte und im Umriss pyramidenförmige Rispe besteht aus zahlreichen 4 bis 6 mm langen Ährchen. Häufig ist die Rispe violett, im Gebirge auch schwärzlich überlaufen. Die untersten Rispenäste stehen in der Regel zu viert, manchmal auch zu dritt oder fünft. Die beiden Deckspelzen sind deutlich fünfnervig und hängen mit ihren zottigen Haaren meist zusammen. Die Bewurzelung besteht aus langen unterirdische Kriechtrieben, feinen büscheligen Sprosswurzeln und aufsteigenden Blatt- und Triebsprossen. Die Blütezeit dauert von Mai bis Juli.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 28, 50-78 oder 124.



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Standort

Es wächst gerne auf sommerwarmen, nährstoffreichen, nicht zu nassen und nicht zu trockenen Lehmböden in Wiesen, auf Almen, an Wegrändern oder auch an Ruderalstellen. Es ist eine Charakterart der Klasse Molinio-Arrhenatheretea. Es steigt in den Alpen bis zu einer Höhe von 2376 Metern Meereshöhe auf.

Verbreitung/Vorkommen

Das Wiesen-Rispengras kommt in den gemäßigten Gebieten der ganzen Nordhemisphäre (Eurasien, Nordafrika, Nordamerika) vor. Südlich reicht das Gebiet bis zum nördlichen Mexiko. Nach Australien und in die Antarktis wurde es eingeschleppt. In Mitteleuropa ist es weit verbreitet und häufig, vom Tiefland bis ins hohe Alpengebiet.

Es wächst gerne auf sommerwarmen, nährstoffreichen, nicht zu nassen und nicht zu trockenen Lehmböden in Wiesen, auf Almen, an Wegrändern oder auch an Ruderalstellen. Es ist eine Charakterart der Klasse Molinio-Arrhenatheretea. Es steigt in den Alpen bis zu einer Höhe von 2376 Metern Meereshöhe auf.


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Gewöhnliches Wiesen-Rispengras - Garten/Anbau

Lichtanspruch: Halbschatten; Licht;
Boden Beschaffenheit: lehmiger Boden / Lehmboden;
Boden PH-Wert: mäßig sauer;
Boden Feuchte: frisch; mäßig feucht; mäßig trocken; wechselfrisch;
Boden Nährstoffgehalt: basenreich; nährstoffreich;

Sonstige Verwendung

Das Wiesen-Rispengras ist eines der wertvollsten Futtergräser und wird sehr häufig auf Weiden ausgesät. Auch die meisten Rasenmischungen enthalten es zu einem guten Prozentsatz, da es relativ trittfest ist und Trockenheit gut verträgt.

Sonstiges

Wegen seiner Häufigkeit gehört es während seiner Blütezeit zu den Hauptverursachern des Heuschnupfens.

Es gibt zahlreiche Unterarten und Formen, die sich im Aussehen und in der Verwertbarkeit teils erheblich unterscheiden können.

Die Sorte Poa pratensis hat mit ihren, speziell in Kentucky wegen der Bodenbeschaffenheit, oft blaugrünen Blättern der Musikrichtung Bluegrass ihren Namen gegeben.

Literatur




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