Kanadische Schwarz-Pappel - Populus deltoides

Familie: Salicáceae - Weidengewächse

Populus deltoides
Bildquelle: Wikipedia User Spedona
Kategorie: Energiepflanze Laubbaum winterhart Baustoff

Populus: lat. Pflanzenname; "Pappel"
deltoides: deltaförmig, kurzdreieckig

andere Namen: Virginische Pappel, Amerikanische Schwarz-Pappel, Rosenkranz-Pappel

Die Kanadische Schwarz-Pappel ist ein Laubbaum mit durchgehendem Stamm und breiter, offener Krone. Sie ähnelt der Europäischen Schwarz-Pappel (Populus nigra), die Rinde ist jedoch anfangs gelblich grün, und die Borke ist aschgrau. Die Triebe sind im Allgemeinen kahl und mehr oder weniger stielrund, nur die Langtriebe sind kantig gerippt. Die Knospen sind harzig, lang, zugespitzt, von brauner Farbe und balsamisch duftend. Die Blätter sind dreieckig bis breit eiförmig, 8 bis 12 Zentimeter lang und zugespitzt, die Basis ist gestutzt bis etwas herzförmig. Am Ansatz des Blattstiels befinden sich zwei bis drei Drüsen. Der beidseitig bewimperte Blattrand ist grob kerbig gesägt mit einwärts gekrümmten Spitzen, nur Blattbasis und Blattspitze sind ganzrandig. Die Blattoberseite ist glänzend dunkelgrün, die Unterseite etwas heller, beide Seiten sind kahl. Der rötlich getönte Blattstiel wird 3 bis 10 Zentimeter lang. Die Kanadische Schwarz-Pappel ist wie alle Pappeln zweihäusig und windblütig und bildet hängende Kätzchen. Die männlichen Kätzchen werden 7 bis 10 Zentimeter lang, die Einzelblüten haben 40 bis 60 Staubblätter. Die Tragblätter sind farnförmig zerschlitzt. Die weiblichen Blüten haben drei bis vier Griffel. Die Früchte stehen in 15 bis 20 Zentimeter langen Kätzchen. Aufgrund der reichlich gebildeten Samenwolle, wird sie im Englischen als Eastern Cottonwood bezeichnet.


Verbreitung/Vorkommem

Das Verbreitungsgebiet der Kanadischen Schwarz-Pappel erstreckt sich im Norden von Süd-Québec über Süd-Ontario westlich bis Süd-Alberta, im Süden bis nach Texas, Nordwest-Florida und Georgia, nach Westen bis zu den Rocky Mountains. In Europa wurde die Art eingebürgert.

Standort

Die Kanadische Schwarz-Pappel wächst in Auen- und Ufergehölzen, auf mäßig trockenen, frischen bis feuchten, schwach sauren bis alkalischen Böden aus Sand, Kies und Schottern. Sie ist wärmeliebend und bevorzugt sonnige Standorte, ist aber frosthart. Sie ist eine Art der Winterhärtezone 6a, erträgt also mittlere Jahresminimumtemperaturen von ?23 bis ?21°C.

Sonstige Verwendung

Die Kanadische Schwarz-Pappel ist die holzwirtschaftlich wichtigste Pappelart Nordamerikas. Sie wurde bis zur Jahrhundertwende selten genutzt, erst nach dem Rückgang der Tulpenbaum-Bestände (Liriodendron) gewann sie als Ersatz zunehmend an Interesse. Sie wird mitunter auch in Mitteleuropa angebaut, doch sind Hybride mit der Europäischen Schwarz-Pappel (Bastard-Schwarz-Pappel) deutlich häufiger.

Literatur

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- Kreuter M.-L. Kräuter und Gewürze aus dem eigenen Garten - 2009 - 8. Auflage, München; ISBN: 978-3835403246
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