Steckbrief
Blütenfarbe: rot, rosa oder purpurn; weiß;Höhe/Länge von 2m bis 5m
Blütezeit von 3 bis 4
Lebensdauer: Holzgewächs;
Systematik
Abteilung:Spermatóphyta - Samenpflanzen
Unterabteilung:
Angiospérmae - Bedecktsamer
Klasse:
Dicotyledóneae (Magnoliópsida) - Zweikeimblättrige
Unterklasse:
Rósidae - Rosenähnliche
Ordnungsgruppe:
Rosiflórae - Rosenblütige
Ordnung:
Rosáles - Rosenartige
Familie:
Rosáceae - Rosengewächse
Gattung: Prunus
Aprikose - Prunus armeniaca
Familie: Rosáceae - Rosengewächse![]() Bildquelle: Deutschlands Flora in Abbildungen (1796) |
Prunus: lat. Pflanzenname; "Kirsche", "Aprikose", "Pflaume" etc.
armeniacus: aus Armenien
Die Römer brachten die Aprikose 70 v. Chr. über Anatolien nach ganz Europa.
* Baum: klein bis mittelgroß, mit breiter, dichter Krone.
* Blätter: herzförmig, zugespitzt und etwa 8 cm breit.
* Blüte: weiß bis rosarot gefärbt.
* Früchte: mit Samen - dem Aprikosen-/Marillenkern (Stein); gelb bis orange gefärbt und manchmal sonnenseits mit roter Backe; Schale glatt und fast haarlos; Aprikosen reifen nach der Ernte nach; sie zählen zu den klimakterischen Früchten.
Verbreitung/Vorkommem
Traditionelles Anbaugebiet für Aprikosen ist u. a. die ungarische Tiefebene. Die Türken besaßen zur Zeit ihrer Herrschaft über diese Ebene riesige Aprikosenplantagen, jedoch verödeten diese Gärten nach dem Abzug der Türken.Mit dem Obstanbau begann man in der Tiefebene erst wieder zu Beginn des 19. Jahrhunderts, als sich diese Ebene aufgrund heftiger Sandstürme in eine einzige Sandwüste zu verwandeln drohte. Zum Binden des Flugsands erwiesen sich Aprikosenbäume als besonders geeignet, da sie nicht nur sandigen Boden, sondern auch Hitze und Trockenheit vertragen. Heutzutage werden Aprikosen insbesondere in den Mittelmeerstaaten wie Italien und Spanien angebaut. Es gibt jedoch auch in nördlicher gelegenen Gebieten größeren Anbau dieser Früchte, u. a. in der österreichischen Wachau, im Südtiroler Vinschgau und im schweizerischen Kanton Wallis. Das weltweit größte Anbaugebiet für Aprikosen liegt in der osttürkischen Provinz Malatya am Oberlauf des Euphrat. Dort werden die süßen Aprikosen entsteint und als ganze Frucht getrocknet. Mittlerweile stammen ca. 95 % der in Europa gehandelten getrockneten Aprikosen aus Malatya. Seit einigen Jahren werden auch frische Früchte nach Europa exportiert.
Heimat
Nordost-China nahe der russischen GrenzeGiftigkeit
Bei übermäßigem Verzehr allerdings sind Aprikosensamen giftig, da sie ca. 8 % blausäureabspaltendes Amygdalin enthalten. Das Bundesinstitut für Risikobewertung hält den Verzehr von einem Samen pro Tag bei einem Erwachsenen für unbedenklich.Seine ihm nachgesagte Wunderwirkung im Kampf gegen Tumore ist in der Medizin allerdings äußerst umstritten.
Verwendung in der Küche
Aus Marillen werden zum Beispiel Marillenknödel hergestellt. Marillenmarmelade ist unverzichtbarer Bestandteil der Sachertorte und wird unter anderem als Füllung der Faschingskrapfen verwendet. Ein großer Teil der Ernte wird auch zu Marillenschnaps gebrannt. Sehr beliebt (und teuer) ist ebenfalls Marillenessig.Speziell in der Wachau wird die Marille gezogen und bildet neben dem Weinbau einen weiteren wichtigen Wirtschaftszweig. So handelt es sich bei der Wachauer Marille um eine durch die EU in Europa geschützte Ursprungsbezeichnung. Alljährlich wird in Krems an der Donau das Marillenfest gefeiert, wo es die verschiedensten Spezialitäten mit der Marille als wesentlichsten Bestandteil gibt. Jedes Jahr findet in Spitz an der Donau der Marillenkirtag statt.
Der Samen liegt in dem Aprikosenstein und sieht aus wie eine kleine Mandel. Er schmeckt bitter und hat ein starkes Marzipan-Aroma. Deshalb kommt er bei der Herstellung von Amaretto zum Einsatz. Zerstoßen kann er zum Würzen süßer Speisen verwendet werden.
Literatur
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