Steckbrief
Blütenfarbe: rot, rosa oder purpurn; weiß;Höhe/Länge von 15cm bis 3m
Lebensraum: Ebene; Gebirge; Halbmagerrasen; Halbtrockenrasen; Mittelgebirge; Parks und Gärten; Schutt- und Kiesplätze, Wege, Unkrautfluren, gestörte Standorte; Steinrasen; Trockenrasen; Ufer/Dämme; Wälder, Waldränder, Gebüsche, Lichtungen;
Lebensdauer: Holzgewächs;
Höhenstufen: Ebene (0-450m); Mittellage (450-1500m);
Blattstellung: Blätter wechselständig
Blattform: dreizählig gefiedert; eiförmig, verkehr eiförmig; länglich, linealisch, lanzettlich, spatelförmig; mehrfach gefiedert (besonders Farne); unpaarig gefiedert (Endfieder vorhanden ggf. als Ranke ausgebildet);
Blattrand: gesägt; gezähnt;
Blütenform: radiär (strahlig, aktinomorph): mind. drei Symmetrieebenen
Blütenstand: Rispe
Behaarung: ganze Pflanze auffällig stark behaart
Verholzungsgrad: Stängel holzig
Fleischige Früchte: Steinfrüchte
Garten/Anbau
Lichtanspruch: Sonne;Boden Beschaffenheit: humoser Boden (leicht); kalkarm; kalkhaltiger Boden; lehmiger Boden; sandiger Boden; steiniger Boden; toniger Boden (schwer);
Boden PH-Wert: basisch; mild; neutral; sauer;
Boden Feuchte: 2 frisch; 4 mäßig trocken; feucht; wechselfeucht; wechseltrocken;
Boden Nährstoffgehalt: Basenarm; Basenreich; mäßig Basenreich; mäßig Nährstoffreich (Mittelzehrer); Nährstoffreich (Starkzehrer);
Standort
Brombeeren kommen auf den verschiedensten Böden und Orten verschiedenster Standortfaktoren vor. Mit Außnahme von extrem trockenen, extrem nährstoffarmen und überschwemmten Sandorten.Systematik
Abteilung:Spermatóphyta - Samenpflanzen
Unterabteilung:
Angiospérmae - Bedecktsamer
Klasse:
Dicotyledóneae (Magnoliópsida) - Zweikeimblättrige
Unterklasse:
Rósidae - Rosenähnliche
Ordnungsgruppe:
Rosiflórae - Rosenblütige
Ordnung:
Rosáles - Rosenartige
Familie:
Rosáceae - Rosengewächse
Gattung: Rubus
Weitere Pflanzen der Gattung Rubus
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Brombeeren - Rubus sectio Rubus
Familie: Rosáceae - Rosengewächse![]() Bildquelle: Wikipedia User KENPEI |
Rubus: lat. ruber = Rot (Früchte) oder von indogerm. reub = reißen (wg. der Stacheln); "Himbeere", "Brombeere"
andere Namen: Rubus fruticosus agg.(Rubus fruticosus-Gruppe), Rubus corylifolius agg. (Rubus corylifolius-Gruppe)
Brombeerblätter, getrocknet oder fermentiert, wurden in Notzeiten gelegentlich als Ersatz für schwer erhältlichen Tabak geraucht.
Die Brombeeren (Rubus sectio Rubus) sind eine Sektion aus der umfangreichen und weltweit verbreiteten Pflanzengattung Rubus. Die Sektion umfasst mehrere tausend Arten und Formen, allein in Europa wurden mehr als 2.000 Arten beschrieben. Geschätzt werden sie vor allem wegen ihrer Früchte.
Das Wort Brombeere hat sich aus dem althochdeutschen Wort bromberi ‚Dorngebüschbeere, Beere des Dornstrauchs entwickelt.
Brombeeren sind Kletterpflanzen (Spreizklimmer) und werden zwischen 50 und 300 cm hoch; die Stängel sind je nach Sorte mehr oder weniger stachelig und verholzen mit der Zeit. Die Stacheln dienen der Pflanze als Kletterhilfe und Fraßschutz. An den Trieben, die die Pflanze ausbildet, sitzen wechselständig unpaarig drei-, fünf- und siebenzählig gefiederte, gezähnte Blätter, die im Herbst nicht abgeworfen werden.
Erst im zweiten Jahr bildet die Pflanze von den einzelnen Trieben abgehend spezielle Seitentriebe, an deren Ende sich die Blütenstände befinden. Zwischen Juni und August bilden sich die meist weißen, selten rosafarbenen Blüten aus. Jede Blüte hat jeweils fünf Kelch- und Kronblätter und über 20 Staub- und Fruchtblätter. Der Blütenboden ist vorgewölbt. Nach der Blüte sterben die Triebe ab.
Die blauschwarzen Früchte sind botanisch gesehen keine Beeren, sondern Sammelsteinfrüchte, die sich aus den einzelnen Fruchtblättern bilden: Jede ihrer kleinen Einzelbeeren ist im Aufbau einer Steinfrucht (zum Beispiel Kirsche) gleich und hat wie diese eine dünne Außenhaut. Anders als bei der Himbeere ist die Frucht fest an den Blütenboden gebunden. Die Früchte sind saftig und wohlschmeckend und können von Juli bis Oktober gesammelt werden.
Vermehrung
Die große Formenfülle der Brombeeren beruht auf ihren besonderen Fortpflanzungsverhältnissen. Bei gelegentlichen Kreuzungen können stabile Hybride entstehen, die Samen ohne Befruchtung ausbilden (Apomixis). Bei dieser Art der Fortpflanzung werden die Merkmale der Hybridpflanzen identisch weitergegeben (Klone).
Es ist allerdings immer noch eine Bestäubung notwendig, wobei aber nicht die Eizelle befruchtet wird, sondern eine andere Zelle, die daraufhin das für den Embryo im Samen notwendige Nährgewebe ausbildet. Bei den in Deutschland vorkommenden Brombeerarten handelt es sich bis auf zwei Arten um stabile Klone, die vor langer Zeit entstanden sind.
Darüber hinaus geschieht eine vegetative Vermehrung in der Wildnis über Ausläufer und Absenker.
Verbreitung/Vorkommem
Die Brombeere ist in den gemäßigten Zonen von Europa, Nordafrika, Vorderasien und Nordamerika beheimatet.Inhaltsstoffe
Die Brombeerblätter sind reich an Gerbstoffen, sie enthalten Flavone, Anthocyanidine, Spuren von ätherischem Öl und organische Substanzen. Die Früchte enthalten Vitamin A und C. Auch kleinere Mengen Ellagsäure sind in der Frucht enthalten.Verwendung in der Küche
Die Brombeerpflanze ist wegen ihrer Früchte als Gartenpflanze beliebt. Die durch ihren hohen Vitamingehalt äußerst gesunden Früchte werden häufig roh verzehrt oder aber auch beispielsweise als Marmelade, Gelee, Kompott oder Saft vielfältig in der Küche verwendet. Aus dem Saft der Früchte lassen sich Wein und Schnaps herstellen. Brombeeren reifen nach der Ernte nicht nach, sie zählen also zu den nichtklimakterischen Früchten.Aus den Blättern, vor allem denen der Triebspitzen, kann durch Fermentierung ein wohlschmeckender Tee gewonnen werden. Die Blätter sind, wie auch bei der Himbeere, der Teil, der die Heilpflanze ausmacht.
Sonstiges
Brombeere ist ein altes Färbemittel für graue und braune Farbtöne; Brombeerblätter wurden außerdem in der Lederherstellung verwendet. Zum Färben kann man getrocknete Blätter verwenden; besonders geeignet sind aber die frischen Triebe, die im April direkt aus dem Boden hervorwachsen und dann noch ganz weiche Stacheln haben.Zur Zeit von Hippokrates im 4. Jahrhundert v. Chr. wurde die Brombeerpflanze in der Medizin verwendet. Erst im 19. Jahrhundert wurde sie gezielt in größerem Umfang kultiviert. Kulturgeschichtlichen Niederschlag fand sie unter anderem in der Figur des Brombeermannes.
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- Vademecum Anthroposophische Arzneimittel
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