Steckbrief
Blütenfarbe: grün, braun oder unscheinbar; rot, rosa oder purpurn;Höhe/Länge von 30cm bis 1m
Blütezeit von 5 bis 8
Lebensraum: Fettwiesen und -weiden;
Lebensdauer: ausdauerndes Kraut (Staude);
Blütenform: radiär (strahlig, aktinomorph): mind. drei Symmetrieebenen
Blütenstand: Traube
Garten/Anbau
Ausaat von 8 bis 3Saatort: Direktsaat
Boden Beschaffenheit: lehmiger Boden;
Boden Nährstoffgehalt: Nährstoffreich (Starkzehrer);
Mittlerweile wird der Sauerampfer auch gelegentlich im Garten kultiviert. Die Aussaat erfolgt dann im Frühjahr (ca. Mitte März) auf feuchtem Boden in Reihen, später werden die jungen Pflanzen auf 20 cm vereinzelt. Gepflückt werden die jungen, zarten Blätter.
Es ist ebenfalls eine Spätsaat im August möglich; die Ernte beginnt dann im darauffolgenden Jahr.
Systematik
Abteilung:Spermatóphyta - Samenpflanzen
Unterabteilung:
Angiospérmae - Bedecktsamer
Klasse:
Dicotyledóneae (Magnoliópsida) - Zweikeimblättrige
Unterklasse:
Centrospérmae (Caryophýllidae) - Zentralsamige
Ordnung:
Polygonáles - Knöterichartige
Familie:
Polygonáceae - Knöterichgewächse
Gattung: Rumex
Weitere Pflanzen der Gattung Rumex
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Großer Sauerampfer - Rumex acetosa
Familie: Polygonáceae - Knöterichgewächse![]() Bildquelle: Carl Axel Magnus Lindman: Bilder ur Nordens Flora (1901-1905) |
Rumex: lat. Pflanzenname; "Ampfer"
acetosa: sauer
andere Namen: Sauerampfer, Wiesen-Sauerampfer
Der Große Sauerampfer (Rumex acetosa) ist eine Pflanzenart, die zur Familie der Knöterichgewächse (Polygonaceae) gehört. Er ist ein Wildgemüse.
Der Sauerampfer wächst mehrjährig als krautige Pflanze. Der Sauerampfer liebt nährstoff- und stickstoffreiche und lehmige Böden. Die Blütezeit erstreckt sich von Mai bis August. Die kleinen roten Blüten befinden sich an blattlosen Stängeln als Rispe ausgebildet. Die Pflanze wird 30 bis 100 cm hoch.
In der intensiven Grünlandwirtschaft ist der Sauerampfer ein Problem, da seine Samen nicht nur mehrere Jahre im Boden überleben, sondern auch in der Gülle keimfähig bleiben. Dadurch kann er sich auf zusagenden Standorten massenhaft ausbreiten und Futtergräser verdrängen. Seine Bekämpfung stellt ein großes Problem dar, da seine bis zu 1,5 m tiefen Speicherwurzeln auch noch in kleinen Teilen regenerationsfähig bleiben und neue Pflanzen bilden. Er gilt als Zeigerpflanze für vornehmlich durch Gülle gedüngte Grünländer. Hier ist er unerwünscht, da er sich in Silage oder Heu schlecht konservieren lässt und vom Vieh gemieden wird.
Inhaltsstoffe
Der Sauerampfer enthält sehr viel Vitamin C. Er kann als Wildgemüse gekocht oder roh gegessen werden. Allerdings enthält er auch Oxalsäure, welche in größeren Mengen für den Menschen gesundheitsschädlich ist, besonders für Nierenkranke.Verwendung in der Küche
Bereits im Altertum verwendeten die Ägypter, Griechen und Römer Sauerampfer als Ausgleich für die zu reichliche Aufnahme von fetten Speisen bei ihren Festmahlen.Beim Sammeln des Sauerampfers ist darauf zu achten, dass er nicht von überdüngten Wiesen stammt. Ausgewählt werden sollten nur Exemplare mit makellosen Blättern. Ältere Exemplare mit rostbraunen Löchern im Blatt sind in größerer Menge besonders unbekömmlich.
Man kann den Sauerampfer ähnlich wie Spinat zubereiten, bzw. ihn mit diesem mischen, damit ein etwas würzigerer Geschmack entsteht. Auch als Salat oder als cremige Suppe wird er verwendet.
Verwendung in der Pflanzenheilkunde
Im Mittelalter war der Sauerampfer vor allem auf den britischen Inseln weit verbreitet. Man schrieb ihm eine fiebersenkende Wirkung zu. Außerdem war Sauerampfer den Seefahrern des Mittelalters bereits als Mittel gegen Skorbut bekannt.Bei Verdauungsbeschwerden kann Sauerampfer als Heilmittel genommen werden. Obwohl Sauerampfer eine große Menge Eisen enthält, sollte bei Eisenmangel eher auf den Genuss verzichtet werden, da die in hohen Konzentrationen enthaltene Oxalsäure die Eisenaufnahme hemmt.
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