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 | Als Archäophyten bezeichnet man hemerochore Pflanzenarten, die vor 1492, als Christoph Kolumbus Amerika erreichte, aber noch in im weiteren Sinne historischer Zeit, durch direkten oder indirekten menschlichen Einfluss in ein neues Gebiet eingeführt wurden und sich dort selbständig ohne fremde Hilfe fortgepflanzt (etabliert) haben. Im Gegensatz dazu bezeichnet man Pflanzen, die nach 1492 eingeführt wurden, als Neophyten. Archäophyten gelten zwar nicht als einheimisch (indigen), werden aber insbesondere im Naturschutz im Gegensatz zu Neophyten als heimisch betrachtet. |
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| Als Bienenweide bezeichnet man die Pflanzen, die besonders reichhaltig Nektar und Pollen erzeugen und deswegen häufig von Honigbienen angeflogen werden.
Bienentrachtpflanzen haben für die Imkerei eine große Bedeutung. Viele Imker nutzen in der sogenannten Wanderimkerei solche Pflanzen, indem sie ihre Völker bewusst in den Gebieten aufstellen, in denen Bienentrachtpflanzen gerade blühen. |
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| Die hier aufgelisteten Pflanzen können zur Erzeugung eines Rauschzustandes oder zur Befriedigung einer Sucht verwendet werden. Ob eine Pflanzen nützlich (zum Beispiel als Arzneimittel; siehe Heilpflanze) oder schädlich ist, hängt zum Teil von der Verwendung ab und kann auch mengenabhängig sein. So kann beispielsweise ein Stoff, welcher medizinische Verwendung findet, in einer anderen, nicht zwingend höheren Dosis zum Herbeiführen von Rauschzuständen gebraucht werden. |
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| Eine Energiepflanze ist eine Pflanze, die speziell für die energetische Nutzung gezüchtet und angebaut wird. Die Energie wird üblicherweise thermisch, also durch Verbrennung, aus festen oder flüssigen Pflanzenprodukten gewonnen. Wild wachsende Pflanzen, die z.B. als Brennholz energetisch genutzt werden, oder Pflanzen, die vorwiegend als Nahrungsmittel dienen (zum Beispiel Mais), werden üblicherweise nicht zu den Energiepflanzen gezählt. |
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 | Als Faserpflanze bezeichnet man in der Landwirtschaft alle Pflanzen, die wegen ihrer Fasern angebaut werden.
Faserpflanzen wurden und werden zur Herstellung von Textilien für die menschliche Bekleidung, aber auch für technische Zwecke wie Verpackung (z.B. Jutesäcke) oder Dämmung hergestellt.
Pflanzenfasern werden auch zur Herstellung von Zellstoff und holzfreiem Papier benötigt, jedoch wird dieser Bedarf heute aus der Forstwirtschaft nicht von der Landwirtschaft gedeckt, während früher Hanf eine wichtige Rolle als Rohstoff spielte. |
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 | Gemüse ist ein Sammelbegriff für essbare Pflanzenteile wild wachsender oder in Kultur genommener, meist ein- oder zweijähriger krautiger Pflanzen. Im Gegensatz zu Pflanzen oder Pflanzenteilen, die vor allem wegen ihrer Reservestoffe (Kohlenhydrate, Eiweiß und Fette) genutzt werden und deshalb die Grundkost in unserer Ernährung darstellen, wird Gemüse als Beikost vor allem wegen seines Gehalts an Vitaminen, Mineralsalzen, Extraktstoffen und ätherischen Ölen verzehrt und wirkt zudem geschmacksbildend und appetitanregend. Zudem haben Gemüse aufgrund ihres hohen Anteils an Ballaststoffen eine wichtige Funktion für die Verdauung. |
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 | Gewürzpflanzen werden wegen ihres natürlichen Gehaltes an Geschmacks- und Geruchsstoffen als würzende oder geschmacksgebende Zutaten bei der Zubereitung von Speisen aller Art eingesetzt. |
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| Als Guerillagärtnerei bzw. Guerilla Gardening wurde ursprünglich die heimliche Aussaat von Pflanzen als subtiles Mittel politischen Protests und zivilen Ungehorsams im öffentlichen Raum bezeichnet, vorrangig in Großstädten oder auf öffentlichen Grünflächen.
Mittlerweile hat sich Guerilla-Gardening zum urbanen Gärtnern oder zu urbaner Landwirtschaft weiterentwickelt und verbindet mit dem Protest den Nutzen einer Ernte beziehungsweise einer Verschönerung trister Innenstädte durch Begrünung brachliegender Flächen.
Wie Guerilleros vermeiden Guerilla-Gärtner die offene Konfrontation und bevorzugen abgelegene und unzugängliche Standorte oder nehmen ihre Aktionen bevorzugt heimlich durch Überraschungspflanzungen vor. Für heimliche Aussaaten an belebten Plätzen werden Samenbomben (seedbombs) genutzt. Diese bestehen aus einem Gemisch aus Erde, Ton und Samen welche zu Kugeln geformt und getrocknet werden. Diese kann man dann vom fahrenden Rad aus auf Verkehrsinseln werfen oder beim Spaziergang unauffällig fallen lassen.
Graue Betonpfeiler oder Wände werden mit einem Gemisch aus Buttermilch und Moos bespritzt, teilweise auch hiermit beschriftet. Das Moos fängt bei idealen Voraussetzungen dann an, den Beton zu begrünen. |
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 | Halbschmarotzer (Hemiparasiten, Halbparasiten) sind parasitische Blütenpflanzen, die ihren Wirtspflanzen mit Hilfe spezieller Saugorgane (Haustorien) Wasser und Nährsalze entziehen. Anders als die Vollschmarotzer (Holoparasiten) haben sie aber die Fähigkeit, Photosynthese zu betreiben, nicht verloren und können die ihren Wirten entnommenen Stoffe noch selbst zu organischen Kohlenstoffverbindungen weiterverarbeiten. Neben fakultativen Halbschmarotzern, die sich auch ohne Wirtspflanzen fortpflanzen können, gibt es obligate Hemiparasiten, die zur Blüten- und Fruchtbildung unbedingt auf den Anschluss an Wirtspflanzen angewiesen sind. |
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 | Eine Heilpflanze (oder Drogenpflanze, Giftpflanze und Arzneipflanze) ist eine Pflanze, die wegen ihres Gehalts an Wirkstoffen zu Heilzwecken oder zur Linderung von Krankheiten verwendet werden kann. |
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 | Die Mischkultur ist der ökologisch und ökonomisch begründete und vom Menschen herbeigeführte gleichzeitige Aufwuchs mehrerer Nutzpflanzenarten auf gleicher Fläche. Sie wird in Gartenbau, Landwirtschaft und Privatgarten angewendet. Mischkultur soll in richtiger Zusammensetzung die Nachteile von Monokulturen vermeiden. In der vom Mensch unbeinflussten Natur kommen nur "Mischkulturen" vor. Dort heißt es Vergesellschaftung von Pflanzen. |
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 | Myko-heterotrophe Pflanzen betreiben keine Photosynthese und beziehen ihre Nährstoffe vollständig von Pilzen, ohne diesen eine Gegenleistung zu erbringen.
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 | Neophyten sind Pflanzen, die bewusst oder unbewusst, direkt oder indirekt vom Menschen nach 1492, dem Jahr der Entdeckung Amerikas durch Christoph Kolumbus, in Gebiete eingeführt wurden, in denen sie natürlicherweise nicht vorkamen. Damit gehören sie zu den sog. hemerochoren Pflanzen. Bei eingeschleppten Tierarten spricht man entsprechend von Neozoen, bei Pilzen von Neomyceten. Pflanzen, die vor 1492 eingeführt wurden, werden als Archäophyten bezeichnet. Alle gebietsfremden Arten werden, unabhängig vom Zeitpunkt ihrer Einführung, als Neobiota bezeichnet. |
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| Als Steingarten bezeichnet man eine spezielle Gartenanlage, welche unter intensiver Verwendung von Steinen und Kies Pflanzen aus der Gebirgsflora oder trockenheitsresistente Pflanzen beherbergt. |
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 | Sukkulenten (von lateinisch succus = Saft) sind saftreiche Pflanzen, die an besondere Klima- und Bodenverhältnisse angepasst sind. |
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 | Vollschmarotzer (Holoparasiten) sind parasitische Blütenpflanzen, die in ihrer Ernährung völlig von ihren Wirtspflanzen abhängig sind. Ihnen fehlt das zur selbständigen Erzeugung von organischen Kohlenstoffverbindungen („Zucker“) nötige Blattgrün, ihre Blätter sind stark zurückgebildet oder fehlen völlig. Mit Hilfe von speziellen Saugorganen (Haustorien) dringen sie in die Leitungsbahnen (Phloem, selten auch Xylem) ihrer Wirte ein, um diesen alle lebenswichtigen Stoffe zu entnehmen. |
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