Schneeballblättriger Ahorn - Acer opalus

Familie: Sapindaceae
Steckbrief | Systematik
Kategorie: Garten Energiepflanze Laubbaum winterhart Baustoff Bienenblume Alpenpflanze

<b>Schneeballblättriger Ahorn - <i>Acer opalus</i></b>
Schneeballblättriger Ahorn - Acer opalus
Bildquelle: Wikipedia User Line1; Bildlizenz: CC BY-SA 3.0;
Wiki Commons Bildbeschreibung: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Acer_opalus_leaf_01_by_Line1.JPG


Acer: lat. acer = spitz (Blattform); "Ahorn"

andere Namen: Schneeball-Ahorn, Frühlings-Ahorn, Italienischer Ahorn


Schneeballblättriger Ahorn - Acer opalus; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User Line1">Wikipedia User Line1</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0)">CC BY-SA 3.0</a>;

Der Schneeball-Ahorn wächst als sommergrüner, bis zu 20 Meter hoher Baum oder als Großstrauch. Er besitzt eine offene, breite, kugel- bis kuppelförmige Krone auf einem gedrungenem, kurzem Stamm. Die Rinde ist anfangs rötlich grau. Wird der Baum älter, bekommt diese zunehmend grobe, randlich aufgebogene Schuppen, welche nach dem Abfallen orangebraune Flecken hinterlassen. Die jungen Zweige sind unbehaart. Ihre olivbraune, längsrissige Rinde ist mit zahlreichen länglich-ovalen Lentizellen besetzt.

Die kreuzgegenständig angeordneten schmalen Seitenknospen des Schneeball-Ahorns sind spitz-eiförmig gestaltet. Sie stehen etwas vom Zweig ab und werden etwa 8 Millimeter lang. Sie bilden hellbraune, grauweißlich behaarte, nach vorne zugespitzte Knospenschuppen aus. Der dunkelbraune Rand der Knospenschuppen ist mit weißlichen Wimpern besetzt. Die mit 12 Millimeter Länge etwas größere Endknospe ähnelt den Seitenknospen.

Die Blätter sind 12 bis 14 Zentimeter breit, auf der Oberseite dunkelgrün und an der blaugraugrünen Unterseite zumindest entlang der Hauptadern weich behaart und gegenständig angeordnet. Im Herbst werden sie gelb bis orange. Die Blattstiele sind 10 bis 15 Zentimeter lang und auf der Oberseite rötlich. Sie führen keinen Milchsaft. Die Blattspreite sind deutlich fünflappig, wobei die vordersten drei Lappen besonders breit, grob und unregelmäßig gezahnt sind.

Die Blüten, welche gleichzeitig mit oder kurz vor den Blättern erscheinen, sind hellgelb, lang gestielt und befinden sich in hängenden Rispen. Sie blühen im April.

Die Früchte sind Nussfrüchte, welche einen Durchmesser von etwa einem Zentimeter haben und an einem dicken, oft gebogenen Stiel hängen. Sie haben rosa-grünliche bis rotbraune Flügel, welche ungefähr in einem rechten Winkel abschließen und 1,5 bis 2,5 Zentimeter lang sind.


Standort

Er benötigt einen sonnigen Standort auf mittel- bis flachgründigen, mäßig frischen, nährstoffreichen, basen- und kalkhaltigen Lehmböden. Man trifft ihn insbesondere in Buchen- und Eichenwäldern, Seggen-Buchenwäldern, Eichen- und Buchen-Hangwäldern an. Auch Laubwälder mit Buchsbaum, Flaumeichen und- Linden-Ahorn-Wälder zählen ebenso wie Hainbuchenwälder zu seinen regelmäßigen Wuchsorten.

Verbreitung/Vorkommen

Der Schneeball-Ahorn ist in den Gebirgen des westlichen Mittelmeerraumes verbreitet und kommt dort in Bergwäldern vor, wird aber auch oft in Parkanlagen angepflanzt. Er ist auch in Nordafrika verbreitet. In Mitteleuropa wächst er als Wildform nur in den mildesten Lagen, nördlich der Alpen nur im Schweizer Jura und in der Nähe von Grenzach (D). In Deutschland wird er manchmal als Ziergehölz angepflanzt. Der Schneeball-Ahorn gilt als Halbschattenbaumart und besiedelt die kolline, seltener die montane Höhenstufe.
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Schneeballblättriger Ahorn - Garten/Anbau

Boden Beschaffenheit: kalkhaltiger / kalkreicher Boden;
Boden Feuchte: frisch;
Boden Nährstoffgehalt: basenreich; nährstoffreich;

Sonstiges

Der Schneeball-Ahorn hat sich auf Insektenbestäubung spezialisiert. Die Blüten, welche teilweise eingeschlechtig und teilweise zwittrig sind, produzieren reichlich süßen Nektar und werden deshalb trotz ihrer unauffälligen Farbe ausreichend von Bienen angeflogen.

Literatur

Bildquellenverzeichnis



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