Grüner Alpendost - Adenostyles glabra

Familie: Korbblütler - Asteraceae

Kategorie: Alpenpflanze  Hummelblume  

Grüner Alpendost Info

Adenostyles: gr. aden = Drüse, stylos = Griffel: drüsige Narben; "Drü­sen­griffel"
glaber: glatt, kahl, unbehaart

andere Namen: Adenostyles alpina (L.) Bluff & Fingerh

Der Grüne Alpendost ähnelt dem Grauen Alpendost, erreicht aber nur Wuchshöhen von 30 bis 80 Zentimetern. Die Laubblätter sind unterseits nur auf den Nerven behaart und weisen keinen abwischbaren Filz auf. Die Blätter sind regelmäßig gezähnt, alle Stängelblätter sind gestielt. Der Blattstiel ist am Grunde nicht verbreitert und nicht umfassend.

Die Blüten sind in Körbchen zusammengefasst, welche meist nur drei Röhrenblüten und drei Hüllblätter aufweisen. Die Körbchen sind zu einem doldig-rispigen Gesamtblütenstand vereinigt. Die Blütenkrone ist 6.5-8 Millimeter lang, ihre Zipfel nehmen mehr als die Hälfte des ganzen Saumes ein. Die Achänen sind 3-5 Millimeter lang, der Pappus ist 4-5 Millimeter lang.

Die Blütezeit liegt zwischen Juni und September.

Die Chromosomenzahl der Art ist 2n = 38.


Standort

Der grüne Alpendost kommt auf stickstoffreichen, basenreichen Böden in Bergwäldern, in Hochstaudenfluren und an Bachufern vor. Er ist eine Petasition-paradoxi-Verbandscharakterart, kommt aber auch in hochmontanen Fagion- oder Piceion-Gesellschaften vor.

Verbreitung/Vorkommen

Sein Verbreitungsgebiet reicht von Spanien und Frankreich, Italien, Sizilien, Deutschland und der Schweiz bis Slowenien und Kroatien.

Er findet sich im Alpenvorland und in den Alpen in Höhenlagen zwischen 1200 und 2000 Metern. In den Allgäuer Alpen steigt er im Tiroler Teil nahe dem Kaufbeurer Haus bei Hinterhornbach bis zu 2010 m Meereshöhe auf.

Inhaltsstoffe

Sesquiterpenlactone

Sonstiges

Der Grüne Alpendost (Adenostyles alpina (L.)Bluff & Fingerh. das Synonym Adenostyles glabra (Mill.) DC.).

Man kann folgende Unterarten unterscheiden:

Adenostyles alpina subsp. alpina
Adenostyles alpina subsp. australis (Ten.) Greuter, kommt nur in Italien vor.
Adenostyles alpina subsp. briquetii (Gamisans) Tutin (Syn.: Adenostyles briquetii Gamisans, Adenostyles glabra subsp. briquetii (Gamisans) Wagenitz & I. Müll.): Sie kommt nur auf Korsika vor.
Adenostyles alpina subsp. macrocephala (Huter & al.) M. Dillenberger & Kadereit (Syn.: Adenostyles alliariae subsp. macrocephala (Huter & al.) Wagenitz & I.Müll.): Sie kommt nur in Kalabrien vor.
Adenostyles alpina subsp. nebrodensis (Wagenitz & I.Müll.) Greuter, kommt in Sizilien vor.
Adenostyles alpina subsp. pyrenaica (Lange) M. Dillenberger & Kadereit (Syn.: Adenostyles alliariae subsp. pyrenaica (Lange) P.Fourn., Adenostyles pyrenaica Lange): Sie kommt nur in Frankreich und Spanien vor.

Grüner Alpendost Steckbrief

Blütenfarbe: rot, rosa oder purpurn;
Höhe/Länge von 40cm bis 90cm
Blütezeit von Juni bis September
Lebensraum: Gebirge; Mittelgebirge; Steinrasen, Steinschuttfluren;
Blütenstand: Doldenrispe, Scheindolde
Blattstellung: mittlere Stängelblätter wechselständig
Blattspreite: ungeteilt
Blattrand: gezähnt;
Trockenfrüchte: Achäne
Häufigkeit: zerstreut
Lebensdauer: ausdauerndes Kraut (Staude);
Höhenstufen: Hochlage (1500-3000m); Mittellage (450-1500m);
Höhenstufe min: 800m
Höhenstufe max. in den Alpen: 2400m
Bestäubungsart: Falterbestäubung; Insektenbestäubung; Selbstbestäubung;
Lichtbedarf: Halbschatten; Licht;
Bodenart: +/- humoser Boden; kalkhaltiger / kalkreicher Boden; steiniger Boden / Kies / Grus;
Bodenfeuchte: feucht; sickerfrisch;

Grüner Alpendost Garten / Anbau

Lichtanspruch: Halbschatten; Licht;
Boden Beschaffenheit: +/- humoser Boden; kalkhaltiger / kalkreicher Boden; steiniger Boden / Kies / Grus;
Boden Feuchte: feucht; sickerfrisch;
Uresin-Entoxin®Neolin-Entoxin®
Spasmo-Entoxin®Broncho-Entoxin® N

Literatur

Bildquellenverzeichnis





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