Streifen-Frauenmantel - Alchemilla lineata

Familie: Rosaceae
Steckbrief | Systematik



Alchemilla: arab. = kleine Alchemistin (Guttationstropfen zur ); "Frauen­mantel"
linearis: linienförmig

Die Gattung Alchemilla ist außerordentlich formen- und artenreich. Sie umfasst nach Oberdorfer momentan ca. 90 zum Teil schwer unterscheidbare Arten bzw. Unterarten und Übergangsformen mit einen Verbreitungsschwerpunkt in der hochmontanen bis alpinen Stufe im Gebirge. Die Gattung Alchemilla ist außerordentlich formen- und artenreich. Sie umfasst nach Oberdorfer momentan ca. 90 zum Teil schwer unterscheidbare Arten bzw. Unterarten und Übergangsformen mit einen deutlichen Verbreitungsschwerpunkt in der hochmontanen bis alpinen Stufe der Gebirge.

Der Streifen-Frauenmantel wächst als sommergrüne, ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 5 bis 50 Zentimetern erreicht. Die vegetativen Pflanzenteile sind dicht anliegend behaart. Die Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Der Blattstiel ist anliegend behaart. Die derben Blattspreiten der Grundblätter sind bei einer Breite von bis zu 15 Zentimeter rundlich und 9- bis 13-lappig. Die Blattlappen sind durch deutliche, breit v-förmige Einschnitte voneinander getrennt. Die Blattoberseite ist nur an den Blattzähnen und die Blattunterseite zumindest an den Blattadern und Basallappen anliegend behaart. Die Blattzähne sind 1 bis 2 mm lang, entsprechend 1,25 bis 4 % des Spreitenradius. Die lebende Blattspreite ist oberseits mit auffällig eingesenkten Nebennerven, unterseits (mehr als oberseits) oft überall behaart (0 bis 150 Haare auf 1 cm²), die Blattspreite ist zu 3 bis 30 % des Radius gelappt.

Die Blütezeit reicht von Juni bis Oktober. Die zwittrigen Blüten sind gelblich-grün. Es werden einsamige Nüsschen gebildet.

Die Chromosomengrundzahl beträgt x = 8.

Ökologie

Beim Streifen-Frauenmantel handelt es sich um einen Hemikryptophyten.

Die Blüten sind proterandrisch. Blütenökologisch handelt es sich um Scheibenblumen mit offenen Nektar und Fliegenblüten mit freiliegendem Honig. Die typischen Bestäuber sind Fliegen.

Der Streifen-Frauenmantel ist autonom obligat apomiktisch; für die Samenentwicklung ist keine Bestäubung nötig. Diasporen sind die Nüsschen.


Standort

Der Streifen-Frauenmantel gedeiht in den montanen bis subalpinen Höhenstufen. Er besiedelt frische Wiesen, frische Laub- und Nadelgehölze, Weiden und Hochstaudenfluren.

Verbreitung/Vorkommen

Der Streifen-Frauenmantel kommt fast im ganzen Alpengebiet (Schweiz, Österreich, Deutschland, Italien, Frankreich) vor, ferner im Französischen und Schweizer Jura, auch in den Pyrenäen und Vogesen; im nördlichen Alpenvorland entfernt sich der Streifen-Frauenmantel weit vom Alpenrand. In Deutschland kommt er in den Alpen sehr zerstreut bis selten, zerstreut durch die gesamten Bayerischen Alpen mit Vorkommensschwerpunkt in den Allgäuer Alpen, und im Südschwarzwald selten vor und gilt an seinen deutschen Fundorten als nicht gefährdet.
Dr. Koll GemmoKomplex Nr. 3Gemmoextrakt: Tilia tomentosa - SilberlindeGemmoextrakt: Rubus idaeus - HimbeereDr. Koll Gemmoextrakt: Juniperus communis - Wacholder

Streifen-Frauenmantel - Garten/Anbau

Der Streifen-Frauenmantel gedeiht in den montanen bis subalpinen Höhenstufen. Er besiedelt frische Wiesen, frische Laub- und Nadelgehölze, Weiden und Hochstaudenfluren.

Literatur

Bildquellenverzeichnis



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