Winterzwiebeln sind ausdauernde Pflanzen und erreichen eine Wuchshöhe von 30 bis 100 Zentimeter. Die Blätter sind rund und hohl, der Stängel aufgeblasen und im Querschnitt rund. Die zwischen Juni und August gebildeten Blüten sind weiß, die Blütenhüllblätter kürzer als die Blütenstiele, die Staubblätter ragen weit über die Blütenhülle hinaus, die Staubfäden sind einfach und ungezähnt. Die Einzelblüte ist 1 cm groß. Winterhecke blüht im Sommer. Die Pflanze bildet leicht Samen. Reifezeit des Samens ist Juli bis August, teilweise September. Die gebildeten Samen sind 1 mm dick, 1 bis 2 mm breit und 2 bis 3 mm lang. Das Tausendkorngewicht beträgt 2,1 bis 2,4 g. Die Pflanze ist horstbildend und entwickelt lange zylindrische Zwiebeln aus. Die Zwiebel ist Weiß. Es sind auch rote und andere Färbungen bekannt. Sie bildet keine Zwiebel im Sinne der Speisezwiebel. Die Form ähnelt dem von Porree. Zum Herbst hin bildet sich fast gleichzeitig mit der Hauptzwiebel die Nebenzwiebeln aus, die zur vegetativen Vermehrung dienen. Im Herbst zieht die Pflanze vollständig ein. In Asien sind sehr viele Typen in Kultur, die mehr oder weniger Horstbildend sind. Es existieren Typen mit weißer und purpurner Haut. Besonders im Asiatischen Raum sind viele Typen bekannt. So werden in Brazzaville und Kinshasa eine horstbildende Winterzwiebel mit sehr feinen Blättern gebräuchlich, die blüht und Samen bildet. Im Gegensatz dazu bildet die Japanische Winterzwiebel keine Samen aus wenn sie in den Tropen kultiviert wird. Wild kommt die Winterzwiebel in Deutschland nicht vor.
Verwendung in der Küche
Die Verwendung der Winterzwiebel ist der der Speisezwiebel ähnlich,[10] jedoch ist der Geschmack (bis auf die Blätter) weniger stark.[3][25][4] Die Blätter hingegen schmecken deutlich stärker als Zwiebeln oder Schnittlauch.[12] Winterzwiebeln werden frisch geschnitten als Gewürz oder gekocht gegessen.[26] Die Blätter können auch als Ersatz für Schnittlauch verwendet werden,[6] etwa in Salaten oder Suppen.[21][5] Auch die Samen lassen sich in der Küche als Gewürz einsetzen. Sie werden ungefähr im Juli aus den Samenkapseln geerntet. Man sollte sie als ganze Samen kühl und dunkel zum Beispiel in einer Gewürzmühle lagern, da das Aroma sehr flüchtig ist.[27]
Silberzwiebeln werden gleichermaßen aus Winterzwiebeln und aus Speisezwiebeln hergestellt.[28]
Inhaltsstoffe
Bei den Inhaltsstoffen und dem Wert für die Ernährung ist die Winterzwiebel der Speisezwiebel gleichzusetzen.[15]
Lagerung
Gekühlt sind Winterzwiebeln, geerntet als Bundzwiebeln, im Kühlfach und foliert 1 bis 2 Wochen haltbar.
Winterzwiebeln können im Hausgarten gut gemischt mit Radies ausgesät werden. Dabei sind die Radieschen etwa 1 bis 2 Monate vorher erntereif und man spart Platz. Es sollte aber ein bisschen mehr gedüngt werden.
Verbreitung & Vorkommen
Wild kommt die Winterzwiebel in Deutschland nicht vor. Ihr Ursprung ist der Orient. Offenbar existierte schon 2000 vor unserer Zeitrechnung ein Anbau in China, wo bis zur Entwicklung der modernen Sorten der letzten Jahrzehnte keine Speisezwiebel angebaut wurde. Wild wachsen Winterzwiebeln in Sibirien am Altai und am Baikalsee, von wo sie im 17. Jahrhundert wohl via Russland nach Europa kam. 1629 wurde sie jedenfalls in England eingeführt. Ende des 18. Jahrhunderts wurden Winterzwiebeln im Raum München in großen Mengen angebaut. Direkt nach dem 2. Weltkrieg wurde der Anbau in der Fruchtfolge nach Kartoffeln bevorzugt.
Inhaltsstoffe
Bei den Inhaltsstoffen und dem Wert für die Ernährung ist die Winterzwiebel der Speisezwiebel gleich zu setzen.
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