Knick-Fuchsschwanzgras - Alopecurus geniculatus

Familie: Poaceae
Steckbrief | Systematik
Kategorie: Wasserpflanze Süßgräser

<b>Knick-Fuchsschwanzgras - <i>Alopecurus geniculatus</i></b>
Knick-Fuchsschwanzgras - Alopecurus geniculatus
Bildquelle: Ivar Leidus CC BY-SA 3.0 https//creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0Ausschnitt; Bildlizenz: ;

Alopecurus: gr. alopex = Fuchs, oura = Schwanz (Blü­ten­stands­form); "Fuchs­schwanz"
geniculatus: mit Knoten versehen

andere Namen: Knick-Fuchsschwanz, Flottgras, Flussgras, Fluttgras, Musestert (Ostfriesland)


Knick-Fuchsschwanzgras - Alopecurus geniculatus; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User File Upload Bot Magnus Manske">Wikipedia User File Upload Bot Magnus Manske</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/publicdomain/deed.de" target=_blank title="Public Domain">Public Domain</a>; Knick-Fuchsschwanzgras - Alopecurus geniculatus; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User Mattivirtala">Wikipedia User Mattivirtala</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/deed.de" target=_blank title="CC0 1.0 Universell (CC0 1.0)">CC0 1.0</a>; <br>Wiki Commons Bildbeschreibung: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Alopecurus_geniculatus_Oulu,_Finland_08.06.2013.jpg" target=_blank title="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Alopecurus_geniculatus_Oulu,_Finland_08.06.2013.jpg">https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Alopecurus_geniculatus_Oulu,_Finland_08.06.2013.jpg</a>Knick-Fuchsschwanzgras - Alopecurus geniculatus; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User Iifar">Wikipedia User Iifar</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0)">CC BY-SA 3.0</a>; <br>Wiki Commons Bildbeschreibung: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Alopecurus_geniculatus_-_p%C3%B5lvjas_rebasesaba_Keilas.jpg" target=_blank title="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Alopecurus_geniculatus_-_p%C3%B5lvjas_rebasesaba_Keilas.jpg">https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Alopecurus_geniculatus_-_p%C3%B5lvjas_rebasesaba_Keilas.jpg</a>

Das Knick-Fuchsschwanzgras ist eine ausdauernde Pflanze, die kurze unterirdische Ausläufer bildet. Die Erneuerungssprosse wachsen innerhalb der untersten Blattscheide hoch. Die Halme sind (5 bis) 15 bis 45 cm lang, dünn und gekniet-aufsteigend. Ihre untersten Knoten sind bewurzelt und verzweigt, sie können auch im Wasser fluten. Sie haben fünf bis acht Knoten. Die Blattscheiden sind kahl, gerieft, die der untersten Blätter werden braun und zerreißen faserig. Das Blatthäutchen ist ein häutiger Saum von 2 bis 4 (selten 6) mm Länge. Die Blattspreiten sind 2 bis 12 (bis 22) cm lang und 2 bis 4 (bis 6) mm breit. Sie sind flach-ausgebreitet und rau, auf der Unterseite manchmal auch glatt.

Die Rispe ist 1 bis 5 (bis 8) cm lang und 3 bis 5 mm breit. Sie ist walzenförmig und dicht, die Seitenäste sind im unteren Teil mit der Hauptachse verwachsen. Die Ährchen sind einblütig und ohne Granne 2,2 bis 3,5 mm lang. Ihre Form ist lang-elliptisch, zur Reife fallen sie als Ganzes ab. Die Hüllspelzen sind gleichartig und am Grunde an den Rändern miteinander verwachsen. Sie haben drei Nerven, sind gleich lang wie das Ährchen, von schmal-elliptischer Form und gekielt. Am Kiel sind sie dicht bewimpert, auf den Seitenflächen kürzer behaart. Die Deckspelze ist viernervig, 2 bis 2,6 mm lang, von schmal-elliptischer Form und kahl. Die Ränder sind im untersten Drittel miteinander verwachsen. Auf dem Rücken sitzt im untersten Viertel eine Granne. Diese ist gekniet, 3 bis 5 mm lang und ragt 2 bis 3 mm aus den Hüllspelzen heraus. Die Untergranne ist gedreht. Die Vorspelze fehlt. Die Staubbeutel sind 1,2 bis 1,8 mm lang, zunächst gelblich, dann braun.
Die Frucht ist 1,2 bis 1,5 mm lang und seitlich zusammengedrückt. Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 28.


Standort

Das Knick-Fuchsschwanzgras wächst in offenen Pioniergesellschaften, etwa an den Ufern von fließenden und stehenden Gewässern und an den Rändern von Gräben. Daneben kommt es auch auf nassen Wiesen- und Wegmulden vor, die zu gewissen Zeiten überflutet werden und nur langsam austrocknen, sowie auf Moorwiesen. Es wächst auch im Wasser flutend. Es erträgt Salz und wächst meist auf wechselnassen, nährstoff- und basenreichen, eher humosen Ton- und Schlickböden mit neutralem bis mäßig saurem Boden-pH. Es handelt sich um eine Lichtpflanze und eine Zeigerpflanze für Nässe, Nährstoffreichtum und Sauerstoffarmut des Bodens.

Pflanzensoziologisch ist dieses Gras eine Ordnungskennart der Flutrasen und feuchten Weiden (Agrostietalia stoloniferae) und eine Assoziationskennart des Knickfuchsschwanz-Rasens (Ranunculo repentis-Alopecuretum geniculati).

Verbreitung/Vorkommen

Das Knick-Fuchsschwanzgras ist in Europa, Nordasien und Nordamerika heimisch.

In Norddeutschland ist die Art verbreitet und häufig, im Süden nur zerstreut. Es wächst von der Ebene bis in Gebirgslagen. Im Schwarzwald steigt es bis 1140 m, in den Alpen bis 1550 m. In Österreich ist die Art selten und ist bundesweit als gefährdet eingestuft. In der Schweiz gilt sie bundesweit als verletzlich („vulnerable“), in einigen Gebieten ist sie stark gefährdet („endangered“), in den östlichen Zentralalpen ist sie ausgestorben.
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Knick-Fuchsschwanzgras - Garten/Anbau

Lichtanspruch: Licht;
Boden Beschaffenheit: +/- humoser Boden; salzertragend; sandiger Boden / Sandboden; Schlammboden / Schlickboden; toniger Boden / Tonboden;
Boden PH-Wert: mäßig sauer;
Boden Feuchte: feucht; mäßig feucht; nass; wechselnass / zeitweise überschwemmt;
Boden Nährstoffgehalt: basenreich; nährstoffreich;

Sonstiges

Trotz seiner weiten Verbreitung spielt die Art keine Rolle als Futtergras. Pferde und Rinder fressen sie zwar gerne, sie ist aber sehr ertragsarm, sodass eine Ansaat nicht lohnt.

Literatur

Bildquellenverzeichnis



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