Zarter Gauchheil - Anagallis tenella

Familie: Myrsinaceae
Steckbrief | Systematik
Kategorie:

<b>Zarter Gauchheil - <i>Anagallis tenella</i></b>
Zarter Gauchheil - Anagallis tenella
Bildquelle: Wikipedia User Velella; Bildlizenz: CC BY-SA 3.0;

Anagallis: gr. ana = wieder, agallein = schmücken (zwei blühende Ge­nera­tionen pro Jahr) oder gr. anagallomai = ich prah­le nicht; "Gauchheil"
tenellus: sehr zart


Zarter Gauchheil - Anagallis tenella; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User Aroche">Wikipedia User Aroche</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0)">CC BY-SA 3.0</a>; <br>Wiki Commons Bildbeschreibung: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Anagallis_tenella_1.jpg" target=_blank title="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Anagallis_tenella_1.jpg">https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Anagallis_tenella_1.jpg</a>

Vegetative Merkmale

Der Zarte Gauchheil wächst als überwinternd-grüne, ausdauernde krautige Pflanze. Die kriechenden, dünnen Stängel sind bis zu 20 Zentimeter lang und wurzeln an den Knoten. Die gegenständigen Laubblätter sind kahl und bei einer Länge von höchstens 1 Zentimeter rundlich.

Generative Merkmale

Die Blütezeit reicht von Juni bis September. Die Blüten stehen einzeln auf bis zu 35 Millimeter langen Blütenstielen in den Blattachseln. Die zwittrigen |Blüten sind radiärsymmetrisch mit doppelter Blütenhülle. Die blassrosafarbenen Kronblätter sind dunkel geadert. Die glockenförmige Krone ist 6 bis 10 Millimeter lang und damit zwei- bis dreimal so lang wie der Kelch.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 22.


Standort

Der Zarte Gauchheil gedeiht am besten auf kalkarmen oder kalkfreien, aber durchaus basenhaltigen, feuchten oder nassen, sandig-Tonigen Böden. Er besiedelt vernässte Stellen in Mooren, in Gräben, seltener auch auf Äckern oder auf Brachland. Er kommt nur in Gebieten mit hoher Luftfeuchtigkeit vor.

Verbreitung/Vorkommen

Der Zarte Gauchheil wächst in Eurasien, wo Moore und Quellgebiete ihre Hauptvorkommen darstellen. Die europaweit ungefährdete Art gilt in Deutschland als vom Aussterben bedroht. In Mitteleuropa lebt der Zarte Gauchheil nur noch auf isolierten Vorposten; er kommt dort nur noch vereinzelt in der Umgebung von Paderborn und im Südschwarzwald vor. Der Zarte Gauchheil besetzt in Mitteleuropa ein typisch atlantisches Areal. Noch im letzten Jahrhundert soll er im Südschwarzwald in der Westschweiz und am Genfer See nicht selten gewesen sein.

Er ist gebietsweise in Mitteleuropa eine Charakterart des Anagallido tenellae-Juncetum acutiflori aus dem Verband Juncion acutiflori.Er kommt aber auch in lückigen Scheuchzerio-Caricetea fuscae-Gesellschaften (Niedermoore und Zwischenmoore) oder in Littorelletea-Gesellschaften (Strandling-Gesellschaften) vor.
Matrix-Entoxin®Adenolin-Entoxin® NN
Neolin-Entoxin®
Fella-Entoxin®

Zarter Gauchheil - Garten/Anbau

Boden Beschaffenheit: kalkarmer / kalkfreier Boden;
Boden Feuchte: feucht; nass;
Boden Nährstoffgehalt: basenreich;

Literatur

Bildquellenverzeichnis



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