Schweizer Mannsschild - Androsace helvetica

Familie: Primelgewächse

Kategorie: Sukkulente  Alpenpflanze  Steingarten  

Schweizer Mannsschild Info

Androsace: gr. andros = Mann, sakos = Schild (schildförmige Blät­ter der Typusart); "Manns­schild"

Der Schweizer Mannsschild wächst als niedrige Polsterpflanze und erreicht Wuchshöhen von 1–3 cm. Er trägt in der Regel weiße Blüten und kann sowohl durch Insekten (vor allem Fliegen) als auch durch Selbstbestäubung befruchtet werden. Die kleinen Samenkörner werden durch den Wind verbreitet und sind Frostkeimer.

Mit Hilfe eines tief in Felsspalten eindringenden Pfahlwurzel ist das Schweizer Mannsschild in der Lage, auch an stark wetterexponierten Stellen auszuhalten. Schutz vor Wettereinflüssen bieten auch die kleinen, behaarten und dachziegelartig angeordneten Blätter und seine halbkugelförmige Gestalt. Diese Pflanzenpolster können einen Durchmesser von bis zu 15 cm und ein Alter von 50 bis 60 Jahren erreichen. Im Laufe des Wachstums sterben einzelne Blättchen immer wieder ab und werden durch neue ersetzt. Die abgestorbenen Blätter werden zu Humus und das Innere der Halbkugel gleicht mit seinen durch die Verwesung entstandenen Hohlräume einem Schwamm, der ausreichend Wasser aufnehmen kann, so dass das Schweizer Mannsschild auch längere Trockenperioden überstehen kann.

Die Blütezeit reicht von Mai bis Juli.

Die Art hat die Chromosomenzahl 2n = 40.


Standort

Der Schweizer Mannsschild braucht kalkhaltigen Untergrund. Er ist eine Charakterart des Androsacetum helveticae aus dem Verband Potentillion caulescentis.
Er besiedelt vor allem feinerdereiche Felsspalten bevorzugt an sonnigen Südhängen, er geht aber auch in Grobschutt. Er erträgt große Temperaturgegensätze. Er gedeiht zwischen 1800 und 3000 m, selten geht er auch tiefer oder höher.

In den Nördlichen Kalkalpen kommt er zerstreut vor und wird nach Osten hin seltener, in Österreich fehlt er gebietsweise. In den Südlichen Kalkalpen und in den Zentralalpen ist er selten.

Verbreitung/Vorkommen

Das Schweizer Mannsschild ist in den Nördlichen Randalpen, selten in den Innenalpen sowie etwas häufiger in Teilen der Südlichen Randalpen zu finden. Auf Kalkfels gedeiht der Schweizer Mannsschild in Höhen zwischen 1500 und 3700 Meter (alpin bis nival). In den Allgäuer Alpen steigt er von 1580 m in Tiroler Teil zwischen Mittlerer und Oberer Hochalpe bis zu 2650 m Meereshöhe am Gipfel der Mädelegabel auf.

In Österreich ist er zerstreut in den Bundesländern Oberösterreich, Steiermark, Salzburg, Tirol und Vorarlberg anzutreffen.

Schweizer Mannsschild Steckbrief

Blütenfarbe: weiß;
Höhe/Länge von 1cm bis 5cm
Blütezeit von Mai bis Juli
Lebensraum: Gebirge; Mauern, Felsen, Felsspalten; Steinrasen, Steinschuttfluren;
Blütenstand: Endständige Einzelblüte
Blattstellung: mittlere Stängelblätter wechselständig
Blattspreite: ungeteilt
Blattrand: ganzrandig;
Behaarung: ganze Pflanze auffällig stark behaart
Trockenfrüchte: Kapsel
Häufigkeit: zerstreut
Lebensdauer: ausdauerndes Kraut (Staude);
Höhenstufen: Hochlage (1500-3000m);
Höhenstufe min: 1500m
Höhenstufe max. in den Alpen: 3700m
Bestäubungsart: Selbstbestäubung;
Lichtbedarf: Licht;
Nährstoffbedarf: nährstoffarm;
Bodenart: kalkhaltiger / kalkreicher Boden; steiniger Boden / Kies / Grus;

Schweizer Mannsschild Systematik

Abteilung:
Spermatophyta - Samenpflanzen
Unterabteilung:
Angiospermae - Bedecktsamer
Klasse:
Dicotyledoneae (Magnoliopsida) - Zweikeimblättrige
Unterklasse:
Dilleníidae - Dillenienähnliche
Ordnungsgruppe:
Heteromerae - Primelblütige
Ordnung:
Primulales - Primelartige
Familie:
Primulaceae
Gattung:
Androsace
Art:
helvetica

Schweizer Mannsschild Garten / Anbau

Lichtanspruch: Licht;
Boden Beschaffenheit: kalkhaltiger / kalkreicher Boden; steiniger Boden / Kies / Grus;
Boden Nährstoffgehalt: nährstoffarm;
Dr. Koll Gemmoextrakt: Rosa canina - HeckenroseDr. Koll Gemmoextrakt: Castanea vesca - EsskastanieDr. Koll Pflanzenextrakt Griffonia MacaDr. Koll Gemmoextrakt: Schwarzerle – Alnus glutinosa

Literatur

Bildquellenverzeichnis


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