Die einjährige stark verzweigte Pflanze wird bis zu 45 cm hoch und weist sowohl an den unregelmäßig fiederspaltigen Blättern als auch am Stängel eine zerstreute Behaarung auf. Die anfangs flachen, später kegelförmigen, gefüllten Blütenköpfchen setzen sich aus weißen Zungen- und gelben Röhrenblüten zusammen. Letztere besitzen Spreublätter ohne Stachelspitze. Von der Juli bis September blühenden Pflanze geht ein unangenehmer Geruch aus.
Vermutlich beruhen Unverträglichkeiten und allergische Reaktionen, die häufig der Echten Kamille (Matricaria chamomilla) zugeschrieben werden, vor allem auf Verwechslungen und Verfälschungen mit der Stinkenden Hundskamille. Das in ihr enthaltene Sesquiterpenlacton Anthecotulid führt äußerlich bei empfindlichen Personen zu starken Hautreizungen, Bindehautentzündungen und allergischen Reaktionen der Atemorgane. Als Tee eingenommen werden häufig die Schleimhäute gereizt, was als Magenbrennen wahrgenommen wird und bis hin zum anaphylaktischen Schock führen kann.
| Giftstoffe | Sesquiterpenlactone |
Folgesymptome
Schleimhautreizung, Schock, Magenreizung
Symptome bei Hautkontakt
allergische Reaktion, Hautausschlag, Hautreizung, Niesen, Schleimhautreizung, Brennen auf der Haut
Standort
In Deutschland wächst sie zerstreut bis selten bevorzugt auf Schuttunkrautfluren und Äckern.
Verbreitung & Vorkommen
Das Verbreitungsgebiet reicht vom tropischen Afrika über weite Teile Europas bis nach Nordwestsibirien. Außerdem kommt die Stinkende Hundskamille in Nord- und Südamerika vor.
Inhaltsstoffe
Sesquiterpenlactone
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