Stinkende Hundskamille - Anthemis cotula

Familie: Asteraceae
Steckbrief | Systematik
Kategorie: Giftpflanze

<b>Stinkende Hundskamille - <i>Anthemis cotula</i></b>
Stinkende Hundskamille - Anthemis cotula
Bildquelle: Wikipedia User Javier martin; Bildlizenz: CC BY-SA 3.0;
Wiki Commons Bildbeschreibung: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Anthemis_cotula_Enfoque_2011-5-22_SierraMadrona.jpg


Anthemis: gr. Pflanzenname, gr. anthemos = blumig; "Fär­ber­ka­mille"

andere Namen: Krottendill

Stinkende Hundskamille ist leicht giftig. Angebliche leichte Vergiftungen durch die echte Kamille (Matricaria chamomilla L.) werden wahrscheinlich durch Verwechslung mit der Stinkenden Hundskamille verursacht, die der Echten Kamille sehr ähnlich ist.

Stinkende Hundskamille - Anthemis cotula; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User Oceancetaceen">Wikipedia User Oceancetaceen</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/publicdomain/deed.de" target=_blank title="Public Domain">Public Domain</a>; Stinkende Hundskamille - Anthemis cotula; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User Banfield">Wikipedia User Banfield</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0)">CC BY-SA 3.0</a>;

Die einjährige stark verzweigte Pflanze wird bis zu 45 cm hoch und weist sowohl an den unregelmäßig fiederspaltigen Blättern als auch am Stängel eine zerstreute Behaarung auf. Die anfangs flachen, später kegelförmigen, gefüllten Blütenköpfchen setzen sich aus weißen Zungen- und gelben Röhrenblüten zusammen. Letztere besitzen Spreublätter ohne Stachelspitze. Von der Juli bis September blühenden Pflanze geht ein unangenehmer Geruch aus.


Standort

In Deutschland wächst sie zerstreut bis selten bevorzugt auf Schuttunkrautfluren und Äckern.

Verbreitung/Vorkommen

Das Verbreitungsgebiet reicht vom tropischen Afrika über weite Teile Europas bis nach Nordwestsibirien. Außerdem kommt die Stinkende Hundskamille in Nord- und Südamerika vor.

Giftigkeit

Vermutlich beruhen Unverträglichkeiten und allergische Reaktionen, die häufig der Echten Kamille (Matricaria chamomilla) zugeschrieben werden, vor allem auf Verwechslungen und Verfälschungen mit der Stinkenden Hundskamille. Das in ihr enthaltene Sesquiterpenlacton Anthecotulid führt äußerlich bei empfindlichen Personen zu starken Hautreizungen, Bindehautentzündungen und allergischen Reaktionen der Atemorgane. Als Tee eingenommen werden häufig die Schleimhäute gereizt, was als Magenbrennen wahrgenommen wird und bis hin zum anaphylaktischen Schock führen kann.

Inhaltsstoffe

Sesquiterpenlactone
Dr. Koll Gemmoextrakt: Rosa canina - HeckenroseDr. Koll Gemmoextrakt: Fraxinus excelsior - EscheDr. Koll Gemmoextrakt: Quercus pedunculata - EicheDr. Koll Gemmoextrakt: Coryllus avellana - Haselnuss

Stinkende Hundskamille - Garten/Anbau

Boden Beschaffenheit: +/- humoser Boden; lehmiger Boden / Lehmboden; toniger Boden / Tonboden;
Boden PH-Wert: neutral;
Boden Feuchte: frisch; mäßig frisch;
Boden Nährstoffgehalt: basenreich; nährstoffreich;

Stinkende Hundskamille in
Kräuterbuch von Jacobus Theodorus "TABERNAEMONTANUS" anno 1664


Auszug aus "New vollkommenlich Kräuter-Buch : mit schönen und künstlichen Figuren aller Gewächs der Baümen, Stauden und Kräutern...:das erste [-das ander und dritte] Theil darinn viel und mancherley heilsamer Artzeney vor allerley innerlichen und eusserlichen Kranckheiten, beyde der Menschen und des Viehes sampt ihrem nützlichen Gebrauch beschrieben werden.../ durch Iacobum Theodorum Tabernaemontanum... ; das ander und dritte Theil...verbessert durch Hieronymum Bauhinum... ; mit sehr nutzlichen Marginalien, Synonimis, newen Registern und anderm vermehret durch Hieronymum Bauhinum..."

Tabernaemontanus M.DC.LXIV (1664): Das Erste Buch Von Kraeutern Parthenium, Krottendill

Quelle: Kräuterbuch von Jacobus Theodorus anno 1664; Foto: Arnulf Schultes 1999Quelle: Kräuterbuch von Jacobus Theodorus anno 1664; Foto: Arnulf Schultes 1999

Quelle: Kräuterbuch von Jacobus Theodorus anno 1664; Foto: Arnulf Schultes 1999

Literatur

Bildquellenverzeichnis



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