Der Berg-Wundklee ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von bis zu 20 cm erreicht und oft polsterartig wächst. Der niederliegende bis bogig aufsteigende Stängel kann am Grund verholzen und ist vor allem oben dicht behaart. Die Laubblätter sind alle unpaarig gefiedert und besitzen acht bis zwanzig lanzettliche, bis 10 mm lange seitliche Teilblätter und ein Endblatt, welche beiderseits behaart sind. Die Blattscheide ist ziemlich lang (beim Alpen-Wundklee Anthyllis vulneraria subsp. alpestris ist diese kurz) und reicht bis zu den untersten Teilblättern.
Die köpfchenförmigen Blütenstände besitzen einen Durchmesser von bis zu 3 cm und enthalten viele kurzgestielte Blüten. Die Hochblätter sind handförmig geteilt und wie der Kelch dicht behaart. Die zwittrigen Blüten sind zygomorph und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die rosa- bis purpurfarbene Krone ist 12 bis 16 cm lang. Die Blütezeit reicht von Mai bis Juli.
Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 14 oder 28.
Man kann beim Berg- Wundklee drei Unterarten unterscheiden[2]:
Anthyllis montana subsp. montana: Kommt in Frankreich, in Italien, der Schweiz und Österreich vor.[2]
Anthyllis montana subsp. hispanica (Degen & Hervier) Cullen: Kommt in Spanien vor.[2]
Anthyllis montana subsp. jacquinii (A. Kern.) Hayek: Kommt in der Schweiz, Österreich, in Italien, auf der Balkanhalbinsel, in Bulgarien und in der Türkei vor.[2] Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 28.[1]
Verbreitung & Vorkommen
Das Verbreitungsgebiet reicht von Spanien über die Südwest-Alpen und das Jura bis zum Apennin. In den montanen bis subalpinen Höhenstufen gedeiht der Berg-Wundklee in Höhenlagen zwischen 500 und 2400 Meter auf steinigen Weiden, Kalkgeröll und auf Felsen vor.
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