Alpen-Wundklee - Anthyllis vulneraria subsp. alpestris

Familie: Fabaceae
Steckbrief | Systematik
Kategorie: Alpenpflanze Pionierpflanze

<b>Alpen-Wundklee - <i>Anthyllis vulneraria subsp. alpestris</i></b>
Alpen-Wundklee - Anthyllis vulneraria subsp. alpestris
Bildquelle: Wikipedia User Sporti; Bildlizenz: CC BY 2.5;
Wiki Commons Bildbeschreibung: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Anthyllis_vulneraria_vulneraria_PID779-2.jpg


Anthyllis: gr. anthos = Blüte, ioulos = weicher Bart (Kelche be­haart); "Wund­klee"

andere Namen: Schöpfli, Wollklee, Bärenpratzen, Hasenklee, Katzenklee, Katzenbratzerl, Katzentapen, Muttergottes-Schühlein, Frauenkapperl, Taubenkröpferl, Tannenklee. Weitere volkstümliche Namen sind Apothekerklee, Bärenklee, Bartklee, Gelber Klee, Goldknopf, Kretzenkraut, Russischer Klee, Schafszähn, Sommerklee, Watteblume


Alpen-Wundklee - Anthyllis vulneraria subsp. alpestris; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle="></a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/publicdomain/deed.de" target=_blank title="Public Domain">Public Domain</a>; Alpen-Wundklee - Anthyllis vulneraria subsp. alpestris; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User Sporti">Wikipedia User Sporti</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0)">CC BY-SA 3.0</a>; <br>Wiki Commons Bildbeschreibung: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Anthyllis_vulneraria_alpestris_-_Veliki_Dra%C5%A1ki_vrh.JPG" target=_blank title="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Anthyllis_vulneraria_alpestris_-_Veliki_Dra%C5%A1ki_vrh.JPG">https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Anthyllis_vulneraria_alpestris_-_Veliki_Dra%C5%A1ki_vrh.JPG</a>Alpen-Wundklee - Anthyllis vulneraria subsp. alpestris; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User Stefan.lefnaer">Wikipedia User Stefan.lefnaer</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0)">CC BY-SA 3.0</a>; <br>Wiki Commons Bildbeschreibung: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Anthyllis_vulneraria_subsp._polyphylla_sl1.jpg" target=_blank title="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Anthyllis_vulneraria_subsp._polyphylla_sl1.jpg">https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Anthyllis_vulneraria_subsp._polyphylla_sl1.jpg</a>

Die mehrjährige, krautige Pflanze erreicht Wuchshöhen von etwa 5 bis 40 Zentimetern. Diese Pflanzenart hat ein kurzes, mehr oder weniger ästiges und vielköpfiges Rhizom und aufsteigende oder aufrechte Stängel.

Die grundständigen Laubblätter haben bis zu vier Blättchenpaare, zur Blütezeit fehlen diese aber bereits oft. Die Endblättchen werden bis zu 8 Zentimeter lang und sind somit merklich größer als die übrigen seitlichen Fiedern. Die Stängelblätter bestehen aus zwei bis sieben Blättchenpaare. Die Blättchenform ist lang-elliptisch.

Die Blüten stehen in vielblütigen Blütenköpfen. Die goldgelbe Krone wird zwischen 9 und 19 mm lang. Gelegentlich sind diese auch von weißlicher, oranger oder roter Farbe. Der weißzottig behaarte Kelch ist nach der Blütezeit aufgeblasen und hat ungleiche Zähne. Die Blütezeit ist von Juni bis September.

Alle zehn Staubblätter sind trotz Nektarbildung zu einer Röhre verwachsen, die somit nur langrüsseligen Insekten wie Hummeln oder Schmetterlingen zugänglich ist. Die Blüte besitzt einen Pumpmechanismus: Beim Herunterdrücken des Schiffchens durch den Bestäuber wird durch den Griffelkolben der Pollen entleert. Die Narbe ist erst nach dem Abwetzen der zarten Oberflächenzellen klebrig.

Die relativ leichten ein- bis zweisamigen Nüsse sind im trockenen Kelch eingehüllt und werden vor allem durch den Wind verbreitet. Die Fruchtreife erfolgt von Juli bis Oktober.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 12.


Standort

Als Standort werden Trockenwiesen und Halbtrockenrasen, Wegränder, Böschungen, Steinbrüche aber auch Küstendünen bevorzugt. Vor allem auf kalkhaltigen Böden. Die Pflanze wächst von der Ebene bis in alpine Regionen.

Verbreitung/Vorkommen

Das Verbreitungsgebiet des Echten Wundklees umfasst ganz Europa sowie Nordafrika (Atlas-Gebirge).

Inhaltsstoffe

Saponine und Gerbstoffe

Verwendung in der Pflanzenheilkunde

Aufgrund des Gehalts an Saponinen und Gerbstoffen standen die Blüten in hohem Ansehen und wurden zur Behandlung von Wunden und Geschwüren benutzt. Eventuell geht der Gebrauch auf die Signaturenlehre zurück, da die Blüten oft rot überlaufen sind.
Dr. Koll Gemmoextrakt: Olea europaea - OliveDr. Koll Gemmoextrakt: Ficus carica - Feige
Dr. Koll Gemmoextrakt: Schwarzerle – Alnus glutinosaDr. Koll GemmoKomplex Nr. 1

Alpen-Wundklee - Garten/Anbau

Boden Beschaffenheit: +/- humoser Boden; kalkhaltiger / kalkreicher Boden; lehmiger Boden / Lehmboden; Lößboden; steiniger Boden / Kies / Grus;
Boden PH-Wert: mäßig sauer; mild;
Boden Feuchte: trocken;
Boden Nährstoffgehalt: nährstoffarm;

Sonstiges

Diese sehr formenreiche Art tritt in zahlreichen Unterarten auf, welche noch nicht ausreichend erforscht sind. In Europa kommen etwa 24 verschiedene Unterarten vor. Außerdem gibt es noch Zwischenformen und Hybriden. Hier eine Auswahl der Unterarten:

Anthyllis vulneraria subsp. alpicola (Brügger) Gutermann (Syn.: Anthyllis vulneraria subsp. alpestris (Kit. ex Schult.) Asch. & Graebn.)
Anthyllis vulneraria subsp. carpatica (Pant.) Nyman
Anthyllis vulneraria subsp. dillenii (G. Don f.) Murb.
Anthyllis vulneraria subsp. polyphylla (DC.) Nyman
Anthyllis vulneraria subsp. pseudovulneraria (Sagorski) Cullen
Anthyllis vulneraria subsp. versicolor (Sagorki) Gutermann
Anthyllis vulneraria subsp. vulneraria

Literatur

Bildquellenverzeichnis



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