Hainsalat - Aposeris foetida

Familie: Korbblütler

Kategorie: Alpenpflanze  

Hainsalat Info

Aposeris: gr. apo = hinweg, seris = Salat (ungenießbarer Sa­lat); "Stink­salat"
foetidus: stinkend

andere Namen: Stinksalat, Stinkender Hainsalat, Stink-Lattich

Beim Hainsalat handelt sich um eine ausdauernde, krautige Pflanze, die ein wenig an den Löwenzahn erinnert. Die ganze Pflanze enthält einen stinkenden, weißen Milchsaft, der ihr ihren Namen gegeben hat.

Die Laubblätter bilden eine grundständige Rosette. Sie sind tief fiederteilig, wobei die einzelnen Fiederabschnitte trapez- bis rautenförmig sind. Lediglich die Endfieder ist dreieckig bis dreilappig. An dieser charakteristischen Form der Fiederabschnitte kann man sie von den meisten Löwenzahnarten, die schrotsägeförmige gesägte Blätter haben, unterscheiden. Die Blätter werden etwa 10 cm lang.

An 10 cm bis 20 cm (bis 25 cm) hohen, blattlosen Stängeln stehen die Blütenkörbchen einzeln. Die aufgeblühten Blütenkörbchen weisen einen Durchmesser von 2,5 cm bis 4 cm auf. Die Hüllblätter sind grünlich-schwärzlich und oft mehlig bestäubt. Im körbchenartigen Blütenstand finden sich nur leuchtend gelbe Zungenblüten. Die Zunge hat fünf Kronzipfel, woran man gut erkennen kann, dass die Kronröhre aus fünf Kronblättern gebildet wird. Die Blütezeit reicht von Juni bis August.

Den Achänen fehlt ein Pappus.


Standort

Er gedeiht auf mäßig frischen, nährstoff- und basenreichen, meist kalkhaltigen, lockeren Lehm- und Tonböden. Er kommt meist in Gesellschaften der Verbände Fagion oder Carpinion vor, seltener in denen der Ordnung Origanetalia. In den Allgäuer Alpen steigt er am Gipfel des Nebelhorns in Bayern bis zu 2200 m Meereshöhe auf.

Verbreitung/Vorkommen

Das Verbreitungsgebiet des Hainsalats reicht von Spanien und Frankreich über die Alpen und die Balkanhalbinsel bis nach Weißrussland und zu den Karpaten. Er kommt vor in den Ländern Spanien, Frankreich, Italien, Schweiz, Deutschland, Österreich, Liechtenstein, Tschechien, Polen, Kroatien, Serbien, Slowenien, Slowakei, Bosnien-Herzegowina, Rumänien, Ukraine und Weißrussland. Der Hainsalat kommt in Mitteleuropa in nicht zu trockenen Bergmischwäldern in den Alpen vor. Dort ist er weit verbreitet und häufig. Auch in den Voralpen gibt es zerstreute Vorkommen.

Inhaltsstoffe

Sesquiterpenlactone

Hainsalat Steckbrief

Blütenfarbe: gelb;
Höhe/Länge von 10cm bis 20cm
Blütezeit von Juni bis August
Lebensraum: Wälder, Waldränder, Gebüsche, Lichtungen, Böschungen;
Blütenstand: Köpfchen, Körbchen
Blattstellung: grundständige Blattrosette / Blätter
Blattspreite: geteilt
Blattrand: gezähnt;
Trockenfrüchte: Achäne
Häufigkeit: zerstreut
Lebensdauer: ausdauerndes Kraut (Staude);
Höhenstufen: Hochlage (1500-3000m); Mittellage (450-1500m);
Höhenstufe min: 600m
Höhenstufe max. in den Alpen: 2200m
Lichtbedarf: Halbschatten; Schatten;
Nährstoffbedarf: basenreich; nährstoffreich;
Bodenart: +/- humoser Boden; kalkhaltiger / kalkreicher Boden; lehmiger Boden / Lehmboden; Mullboden; toniger Boden / Tonboden;
PH-Wert Boden: mild; neutral;
Bodenfeuchte: frisch;

Hainsalat Systematik

Abteilung:
Spermatophyta - Samenpflanzen
Unterabteilung:
Angiospermae - Bedecktsamer
Klasse:
Dicotyledoneae (Magnoliopsida) - Zweikeimblättrige
Unterklasse:
Asteridae - Asternähnliche
Ordnungsgruppe:
Campanulatae - Glockenblütige
Ordnung:
Asterales - Asternartige
Familie:
Asteraceae
Gattung:
Aposeris
Art:
foetida

Hainsalat Garten / Anbau

Lichtanspruch: Halbschatten; Schatten;
Boden Beschaffenheit: +/- humoser Boden; kalkhaltiger / kalkreicher Boden; lehmiger Boden / Lehmboden; Mullboden; toniger Boden / Tonboden;
Boden PH-Wert: mild; neutral;
Boden Feuchte: frisch;
Boden Nährstoffgehalt: basenreich; nährstoffreich;
Gemmoextrakt: Rubus idaeus - HimbeereDr. Koll Gemmoextrakt: Fraxinus excelsior - EscheDr. Koll Gemmoextrakt: Coryllus avellana - HaselnussDr. Koll GemmoKomplex Nr. 1

Literatur

Bildquellenverzeichnis


 

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