Alpen-Gänsekresse - Arabis alpina

Familie: Kreuzblütler

Kategorie: Alpenpflanze  

Alpen-Gänsekresse Info

Arabis: lat. Pflanzenname (aus Arabien); "Gänsekresse"
alpinus: alpin

Die mehrjährige krautige Pflanze erreicht Wuchshöhen zwischen 10 und 40 cm und besitzt einen verzweigten Stängel. Die Grundblätter sind kurz gestielt und in Rosetten angeordnet. Ihre Form ist breit oval und grob gezähnt. Die Stängelblätter sind wechselständig und herzförmig stängelumfassend. Die weißen Blüten stehen in einer dichten Traube. Die Kronblätter werden 6 bis 10 mm lang. Die Schoten sind 20 bis 60 mm lang. Blütezeit ist von März bis Herbst, manchmal auch im Winter blühend. Sie streut ihre Samen auf Schnee.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 16.

Die Alpen-Gänsekresse besitzt sackförmige seitliche Kelchblätter, in denen sich Nektar aus Drüsen des Blütenbodens sammelt. Bei Sonnenschein ist aber der Zugang zu ihnen durch die Staubbeutel versperrt, was eine bessere Bestäubung sichert .


Standort

Als Standort bevorzugt die kalkliebende Pflanze Schutt, Geröll und Fels. Die kälteliebende Pflanze ist als Relikt auch in Schluchten von Gebieten, die üblicherweise wärmeliebende Pflanzen beherbergen (Südharz, Fränkischer und Schwäbischer Jura) erhalten geblieben. Sie ist eine Thlaspietea-rotundifolii-Klassencharakterart.

Verbreitung/Vorkommen

Die Alpengänsekresse ist amphiatlantisch in Europa, auf Grönland und in Nordostamerika verbreitet. In Europa ist die Pflanze aus Niederungen bis in Gebirgsregionen in 3300 m Höhe (z.B. Kalkalpen) bekannt. In den Allgäuer Alpen steigt sie am Nordgrat des Biberkopfs in Bayern bis zu 2420 m Meereshöhe auf.

Inhaltsstoffe

Die Früchte enthalten Glucoarabin.

Sonstiges

An der Alpen-Gänsekresse wurde erstmals der Falsche Mehltau Hyaloperonospora arabidis-alpinae (Syn. Peronospora arabidis-alpinae) festgestellt, von dem auch andere Kreuzblütengewächse befallen werden. Diese Falsche Mehltauart steht auf der Roten Liste "Pilze" des Landes Sachsen . Die systematischen Stellung dieses Mehltaus wurde 2004 von Göker u.a. revidiert.

Alpen-Gänsekresse Steckbrief

Blütenfarbe: weiß;
Höhe/Länge von 5cm bis 40cm
Blütezeit von März bis Oktober
Lebensraum: Gebirge; Mauern, Felsen, Felsspalten; Steinrasen, Steinschuttfluren; Wälder, Waldränder, Gebüsche, Lichtungen, Böschungen;
Blütenstand: Traube
Blattstellung: mittlere Stängelblätter wechselständig
Blattspreite: ungeteilt
Blattrand: gesägt;
Besonderheiten Blatt/Pflanze: Blätter stengelumfassend;
Trockenfrüchte: Schote
Häufigkeit: sehr häufig
Lebensdauer: ausdauerndes Kraut (Staude);
Zeigerpflanze: Kalkzeiger;
Höhenstufen: Hochlage (1500-3000m);
Höhenstufe min: 1900m
Höhenstufe max. in den Alpen: 2400m
Bodenart: +/- humoser Boden; kalkhaltiger / kalkreicher Boden; steiniger Boden / Kies / Grus;
Bodenfeuchte: frisch;

Alpen-Gänsekresse Systematik

Abteilung:
Spermatophyta - Samenpflanzen
Unterabteilung:
Angiospermae - Bedecktsamer
Klasse:
Dicotyledoneae (Magnoliopsida) - Zweikeimblättrige
Unterklasse:
Dilleníidae - Dillenienähnliche
Ordnungsgruppe:
Cistiflorae - Cistusblütige
Ordnung:
Capparales - Kapernstrauchartige (Cruciales)
Familie:
Brassicaceae
Gattung:
Arabis
Art:
alpina

Alpen-Gänsekresse Garten / Anbau

Boden Beschaffenheit: +/- humoser Boden; kalkhaltiger / kalkreicher Boden; steiniger Boden / Kies / Grus;
Boden Feuchte: frisch;
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Neolin-Entoxin®
Broncho-Entoxin® N

Literatur

Bildquellenverzeichnis


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