Feld-Beifuß - Artemisia campestris

Familie: Asteraceae
Steckbrief | Systematik
Kategorie: Alpenpflanze

<b>Feld-Beifuß - <i>Artemisia campestris</i></b>
Feld-Beifuß - Artemisia campestris
Bildquelle: Wikipedia User Rotatebot; Bildlizenz: CC BY-SA 3.0;

Artemisia: nach d. gr. Göttin Artemis (Göttin d. Jagd und Ge­burt), We­hen­mittel, Würzkraut für Wild; "Beifuß", "Wer­mut"
campestris: auf dem Feld


Feld-Beifuß - Artemisia campestris; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Adolphus Ypey 1813">Adolphus Ypey 1813</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0)">CC BY-SA 3.0</a>; Feld-Beifuß - Artemisia campestris; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User Franz Xaver">Wikipedia User Franz Xaver</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0)">CC BY-SA 3.0</a>; Feld-Beifuß - Artemisia campestris; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User File Upload Bot Magnus Manske">Wikipedia User File Upload Bot Magnus Manske</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0)">CC BY-SA 3.0</a>; <br>Wiki Commons Bildbeschreibung: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Artemisia_campestris_(3294539421).jpg" target=_blank title="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Artemisia_campestris_(3294539421).jpg">https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Artemisia_campestris_(3294539421).jpg</a>

Der Feld-Beifuß ist eine ausdauernde Pflanze mit einem stark verholzten Wurzelstock, der viele sterile Blattrosetten sowie Blütenstängel bildet. Die Pflanzen erreichen Wuchshöhen von (10 bis) 20 bis 80 (bis 150) Zentimeter. Sie sind niederliegend bis aufsteigend. Die Stängel sind kahl oder filzig bis seidig behaart und fast geruchlos.

Zur Blüte welken die Blätter noch nicht. Die gestielten Grundblätter sind zwei- bis dreifach unregelmäßig fiederteilig mit 1 Millimeter breiten, lang stachelspitzigen Zipfeln. Die unteren Stängelblätter haben einen am Grund geöhrten Stiel und sind zwei- bis dreifach fiederteilig. Die oberen Stängelblätter sind sitzend und teilweise ungeteilt. Junge Laubblätter sind seidig behaart, werden später aber kahl.

Der Gesamtblütenstand ist locker und sparrig mit häufig einseitswendig angeordneten, kurz gestielten, aufrechten oder abstehenden und nur selten nickenden Blütenkörben. Die Körbe sind 2 bis 3 (bis 8) Millimeter lang und kugelig bis länglich-eiförmig; die Hüllblätter sind eiförmig, außen kahl sowie grün oder oft rot überlaufen und besitzen einen Hautrand. Der Korbboden ist kahl. Die Randblüten sind weiblich und fruchtbar; die inneren Röhrenblüten sind zwittrig, wobei die innersten häufig steril sind. Die Blütenkrone ist gelb oder auch rötlich bis rotbraun.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 36.

Ökologie

Der Feld-Beifuß ist ein immergrüner Chamaephyt. Er ist an Trockenheit durch die bis 1,5 m tief reichenden Wurzeln angepasst.

Die Blüten werden durch den Wind bestäubt, aber auch Bestäubung durch Insekten soll vorkommen. Blütezeit ist von August bis Oktober.

Die Früchte sind Schirmchenflieger mit der bleibenden Blütenhülle als Flugapparat. Daneben findet Klebausbreitung durch die bei Feuchtigkeit verschleimende Fruchtwand statt. Fruchtreife ist von August bis September.


Standort

Er wächst in Trockenrasen, an trockenen, sandigen Ruderalstellen und auf Dünen. Andere Populationen kommen in obermontanen bis alpinen Zwergstrauchheiden und Nacktriedrasen vor.

Verbreitung/Vorkommen

Der Feldbeifuß kommt in Europa und Westasien vor. Er hat ein meridionales bis temperates, subkontinentales Areal.

Inhaltsstoffe

Sesquiterpenlactone
Dr. Koll GemmoKomplex Nr. 3Dr. Koll Gemmoextrakt: Rosa canina - HeckenroseDr. Koll Gemmoextrakt: Wolliger Schneeball – Viburnum LantanaDr. Koll Gemmoextrakt: Fraxinus excelsior - Esche

Feld-Beifuß - Garten/Anbau

Boden Feuchte: mäßig trocken; trocken;

Sonstiges

Der Feldbeifuß ist eine formenreiche Sammelart, deren Untergruppen teils als Arten, Unterarten oder Varietäten eingestuft werden. Schmeil-Fitschen (2001/2002) führt folgende Unterarten auf:

Artemisia campestris subsp. alpina (DC.) Arcang.: Die Verbreitung reicht nach Schmeil-Fitschen von der Schweiz bis zur Steiermark; bei Fischer wird diese Unterart in Anmerkung zu Artemisia borealis als taxonomisch unklare Sippe zwischen Artemisia campestris und Artemisia borealis erwähnt.
Artemisia campestris subsp. borealis H.M.Hall& Clem.: Bei Fischer wird diese Unterart als Art Artemisia borealis Pall. geführt. Sie besiedelt Zwergstrauchheiden der Hohen Tauern.
Artemisia campestris subsp. campestris: Bei Fischer wird diese Unterart als Artemisia campestris s.str. angeführt. Sie besiedelt Trockenrasen und Felssteppen. Die österreichischen Vorkommen sind im pannonischen Becken häufig und ansonsten selten. Sie ist in allen Bundesländern anzutreffen außer in Vorarlberg, wo diese Unterart als ausgestorben gilt. Die Varietät Artemisia campestris var. campestris besitzt kahle Blätter.
Artemisia campestris subsp. lednicensis Spreng., Greuter & Raab-Straube: Das Verbreitungsgebiet sind Steppenrasen und Trockenhänge im südlichen Teil Deutschlands. Bei Fischer wird die Varietät Artemisia campestris var. lednicensis mit dicht seidig-filzigen Blättern beschrieben.
Artemisia campestris subsp. sericea Lemke & Rothm.: Die Heimat sind die Dünen der Ostseeküste. Bei Fischer wird diese Unterart als Synonym zu Artemisia campestris var. lednicensis betrachtet. Nach Euro+Med muß sie Artemisia campestris subsp. inodora Nyman heißen und ihr Verbreitungsgebiet reicht von Osteuropa und Südosteuropa bis zur Türkei und Transkaukasien.

Literatur

Bildquellenverzeichnis



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