Acker-Meier - Asperula arvensis

Familie: Rötegewächse

Kategorie: Alpenpflanze  

Acker-Meier Info

Asperula: lat. asper = rauh (Typusart mit rauhen Blättern); "Wald­mei­ster"
arvensis: zum Acker gehörend

andere Namen: Acker-Meister

Die Keimung dieses Therophyten erfolgt im März bis April. Der Acker-Meier wächst als sommergrüne, einjährige, krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von meist 10 bis 25, selten bis zu 50 Zentimeter. Der aufrechte, verzweigte Stängel ist kahl und besitzt an seiner Basis oft noch die zwei Keimblätter (Kotyledonen). Die Laubblätter stehen meist zu viert, im oberen Bereich des Stängels zu sechst bis acht in Wirteln zusammen. Die einfache Blattspreite ist lineal-lanzettlich und kahl, aber oberseits rau.

Die Blütezeit reicht von Mai bis August. Die Blüten stehen in endständigen büscheligen Blütenständen zusammen und sind von bewimperten Hochblättern umgeben. Die ungestielten, zwittrigen, vierzähligen Blüten weisen eine Länge von 5 bis 6 Millimetern auf. Die vier Kronblätter sind meist blau-violett bis hellblau, selten weiß. Die Kronröhre ist länger als die vier Kronzipfel.

Die braunen Teilfrüchte sind 2 bis 3 Millimeter groß.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 22.


Standort

Der Acker-Meier ist ein typisches Ackerunkraut, das vor allem auf Getreidefeldern, bisweilen auch auf Brachen und in Weinbergen wächst. Er gedeiht am besten auf kalk- und oft auch tonreichen Böden. Er kommt im Allgemeinen auf relativ warmen Standorten vor, wenngleich er in den Alpen auch noch in Höhenlagen über 1000 Metern anzutreffen ist. Die Pflanze ist in Mitteleuropa eine Charakterart des Caucalidion lappulae-Verbands.

Der Acker-Meier wird auch in Mitteleuropa vereinzelt in Gärten im Zuge privater Bemühungen zur Erhaltung der Pflanzenvielfalt gehalten.

Verbreitung/Vorkommen

Ursprünglich kam die Art in Mitteleuropa und im Mittelmeerraum vor. In Deutschland ist sie schon für vorgeschichtliche Zeiten bei Ausgrabungen nachgewiesen. Durch die intensive Landwirtschaft ist sie jedoch aus Mitteleuropa in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts praktisch vollständig verschwunden. In Deutschland und Österreich steht die Pflanze daher auf der Roten Liste und gilt als ausgestorben oder verschollen. In Frankreich kommt der Acker-Meier selten vor. Im Mittelmeerraum, insbesondere in Spanien, Italien und Portugal existieren jedoch noch Standorte. Auch in Nordafrika und im Nahen Osten ist die Art noch präsent. Im Zuge der Auswanderung aus Europa war der Acker-Meier auch in den östlichen Teil des nordamerikanischen Kontinents und in den Ostteil Australiens gelangt, wo er heute noch vereinzelt gefunden wird.

Der Acker-Meier wird jedoch auch in Mitteleuropa vereinzelt in Gärten im Zuge privater Bemühungen zur Erhaltung der Pflanzenvielfalt gehalten.

Acker-Meier Steckbrief

Blütenfarbe: blau, lila oder violett;
Höhe/Länge von 10cm bis 50cm
Blütezeit von Mai bis August
Lebensraum: Äcker, Getreidefelder, Brachen; Weinberge;
Blütenstand: Köpfchen, Körbchen
Blattstellung: Blätter quirlständig, wirtelförmig (z. B.: Galium odoratum = Waldmeister)
Blattspreite: ungeteilt
Blattrand: ganzrandig;
Häufigkeit: selten
Höhenstufen: Ebene / Tiefland (0-450m); Mittellage (450-1500m);
Höhenstufe min: 0m
Höhenstufe max. in den Alpen: 1100m
Bodenart: kalkhaltiger / kalkreicher Boden; toniger Boden / Tonboden;

Acker-Meier Systematik

Abteilung:
Spermatophyta - Samenpflanzen
Unterabteilung:
Angiospermae - Bedecktsamer
Klasse:
Dicotyledoneae (Magnoliopsida) - Zweikeimblättrige
Unterklasse:
Asteridae - Asternähnliche
Ordnungsgruppe:
Tubiflorae - Röhrenblütige
Ordnung:
Gentianales - Enzianartige
Familie:
Rubiaceae
Gattung:
Asperula
Art:
arvensis

Acker-Meier Garten / Anbau

Boden Beschaffenheit: kalkhaltiger / kalkreicher Boden; toniger Boden / Tonboden;
Adenolin-Entoxin® NN
Erkältungs-Entoxin®Neolin-Entoxin®
Uresin-Entoxin®

Literatur

Bildquellenverzeichnis


Schütze diese Pflanze besonders!

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