Mauer-Streifenfarn - Asplenium ruta-muraria

Familie: Aspleniaceae
Steckbrief | Systematik
Kategorie: Sporenpflanze Alpenpflanze

<b>Mauer-Streifenfarn - <i>Asplenium ruta-muraria</i></b>
Mauer-Streifenfarn - Asplenium ruta-muraria
Bildquelle: Wikipedia User BerndH; Bildlizenz: CC BY-SA 3.0;
Wiki Commons Bildbeschreibung: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Asplenium_ruta-muraria_090308.jpg


Asplenium: gr. a = nicht, splen = Milz (Heilmittel bei Milz­lei­den); "Strei­fenfarn"

andere Namen: Mauerraute

In Niederösterreich wird diese Art im Volksmund als „Stoanneidkraut“ bezeichnet. Es sollte durch seine magischen Kräfte gegen das „Verneiden“ (Verhexen) helfen und wurde an das Vieh verfüttert.

Mauer-Streifenfarn - Asplenium ruta-muraria; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Anton Hartinger, Atlas der Alpenflora 1882">Anton Hartinger, Atlas der Alpenflora 1882</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/publicdomain/deed.de" target=_blank title="Public Domain">Public Domain</a>; Mauer-Streifenfarn - Asplenium ruta-muraria; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User MurielBendel">Wikipedia User MurielBendel</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung 4.0 International (CC BY 4.0)">CC BY 4.0</a>; <br>Wiki Commons Bildbeschreibung: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Asplenium_ruta-muraria_Felseck.JPG" target=_blank title="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Asplenium_ruta-muraria_Felseck.JPG">https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Asplenium_ruta-muraria_Felseck.JPG</a>

Es handelt sich um kleine immergrüne Farne mit 3–10(–15) cm langen Blättern. Die Blätter sind zwei- bis dreifach gefiedert und im Umriss unregelmäßig dreieckig bis oval. Die Fiedern sind dabei rautenförmig, am Grund keilig verschmälert und vorne gekerbt bis eingeschnitten und etwa 2 bis 3 mm lang. Die Blattstiele sind ebenso wie die Oberseite der Blattspreite grün. Sind die Sori reif, so bedecken sie die ganze Unterseite der Fiederchen, diese ist dann braun.


Standort

Ursprünglich wuchs sie in Felsritzen in den Gebirgen und Mittelgebirgen. Dabei toleriert sie sowohl kalkhaltige wie saure Gesteine. Allerdings zieht sie kalkhaltige und nährstoffreiche Standorte vor.

Wegen diesen Standortvorlieben findet man die Mauerraute auch sehr häufig in Mauerfugen, und zwar bis in die Innenstädte. Während sie an ihren natürlichen Standorten nur als Begleiter anderer Felsspaltenpflanzen vorkommt, ist sie außerhalb der Mittelgebirge die Charakterart einer eigenen Pflanzengesellschaft (Asplenietum trichomano-rutae-murariae; Mauerrautenflur).

Verbreitung/Vorkommen

Die Mauerraute ist in allen gemäßigten Gebieten der Nordhemisphäre verbreitet.

In Österreich ist diese Art collin bis subalpin verbreitet und sehr häufig in allen Bundesländern.

In Schleswig-Holstein kommt die Mauerraute jedoch nur sehr selten vor, beispielsweise am Bahnhof Flensburg. Sie steht dort auf der Roten Liste.
Gemmoextrakt: Vaccinium vitis idaea - PreiselbeereDr. Koll Gemmoextrakt: Ficus carica - Feige
Dr. Koll Gemmoextrakt: Schwarzerle – Alnus glutinosaDr. Koll Pflanzenextrakt Griffonia Maca

Mauer-Streifenfarn - Garten/Anbau

Lichtanspruch: Licht;
Boden Beschaffenheit: kalkhaltiger / kalkreicher Boden; steiniger Boden / Kies / Grus;
Boden Feuchte: mäßig trocken; trocken;
Boden Nährstoffgehalt: basenreich;

Literatur

Bildquellenverzeichnis



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