Stengelloser Tragant - Astragalus exscapus

Familie: Fabáceae - Schmetterlingsblütler
Steckbrief | Systematik
Kategorie: Heilpflanze Alpenpflanze

<b>Stengelloser Tragant - <i>Astragalus exscapus</i></b>
Stengelloser Tragant - Astragalus exscapus
Bildquelle: Wikipedia User HermannSchachner; Bildlizenz: Public Domain;

Astragalus: gr. astragalos = Würfel (Samenform); "Tragant"


Stengelloser Tragant - Astragalus exscapus; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User Don Pedro28">Wikipedia User Don Pedro28</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0)">CC BY-SA 3.0</a>;

Tragant (Astragalus) ist eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae). Die Gattung umfasst etwa 1600 bis 2500 Arten und ist damit eine der größten Gattungen innerhalb der Gefäßpflanzen. Sie ist über den größten Teil der Nordhalbkugel (Holarktis) verbreitet.
Tragant-Arten sind einjährige bis ausdauernde krautige Pflanzen oder Halbsträucher bis Sträucher. In Mitteleuropa sind alle Vertreter ausdauernde, krautige Pflanzen mit verholztem Rhizom. Die Pflanzen sind zumeist behaart; die Haare sind einfach oder zweiästig (wie eine Kompassnadel).
Die Laubblätter sind paarig oder unpaarig gefiedert, die mitteleuropäischen stets unpaarig. Die Fiederblättchen sind ganzrandig. Die Nebenblätter können frei, mit dem Blattstiel verwachsen oder untereinander verwachsen sein.
Die Blüten stehen zu wenigen bis vielen in blattachselständigen, kopfigen, traubigen oder ährigen Blütenständen zusammen. Diese besitzen kurze Blütenstandsstiele und meist recht große Tragblätter. Blütenstiele sind deutlich vorhanden oder fehlen fast. Die zwittrigen, zygomorphen Blüten sind fünfzählig. Die fünf Kelchblätter sind röhren- oder glockenförmig verwachsen mit fünf gleichen bis ungleichen Kelchzähnen. Die fünf Kronblätter sind weiß, gelb, violett oder purpurn und lang, seltener kurz genagelt. Fahne und Flügel sind meist schmal, das Schiffchen ist stumpf. Das oberste der zehn Staubblätter ist frei. Der Fruchtknoten ist sitzend oder gestielt und besitzt meist viele Samenanlagen. Griffel und Narbe sind meist kahl.

Die je nach Art sehr unterschiedlichen Hülsenfrüchte sind kahl oder behaart, aufgedunsen, einfächerig oder häufig durch eine falsche Scheidewand zweifächrig. Die Hülsen enthalten mehrere, in der Regel kleine, harte und linsenförmige, nierenförmige oder kugelige Samen.

Blüten- und Ausbreitungsökologie

Die Blüten sind Schmetterlingsblumen und haben einen einfachen Klappmechanismus. Flügel und Schiffchen sind gelenkig verbunden. Hummeln und andere langrüsselige Apoiden sind die häufigsten Bestäuber, im Gebirge auch Schmetterlinge. Astragalus frigidus kann sich selbst bestäuben.
Die aufgeblähten Hülsen können durch den Wind ausgebreitet werden, teilweise dienen sie auch der Anlockung von Tieren (Endozoochorie). Die genaue Art des Ausbreitungsmechanismus ist für viele Arten nicht bekannt.



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Standort

Die kalkliebende Art bevorzugt Trockenrasen in der collinen Höhenstufe. In Österreich gilt der Boden-Tragant als vom Aussterben bedroht. In Mitteleuropa kommt die Art in Gesellschaften des Verbands Festucion valesiacae vor, auch in Pinus-sylvestris-Gesellschaften; überregional ist sie eine Klassencharakterart der Kiefern-Steppenwälder (Pulsatillo-Pinetea).

Verbreitung/Vorkommen

Das Verbreitungsgebiet des Boden-Tragant liegt in Mitteleuropa, Südosteuropa, Osteuropa und der Türkei. Im deutschsprachigen Raum tritt der Boden-Tragant in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Südtirol auf.

In Österreich sind die sehr seltenen Vorkommen nur aus dem pannonischen Gebiet der Bundesländer Niederösterreich und dem Burgenland bekannt.

Verwendung in der Pflanzenheilkunde

Die Wurzel von Astragalus mongholicus, besser bekannt unter dem Synonym Astragalus membranaceus, gehört zu den 50 wichtigsten Arzneimitteln der TCM und wird dort unter dem Namen Huang Qi (??) geführt.

Verwendung in Homöopathie/Anthroposophie

Indikationen von Astragalus excapus in der anthroposophischen Medizin sind:

Manifeste Borreliose im Stadium I-III

Mykoplasmenpneumonie zur Verbesserung der Lungen-
funktion und Durchlüftung.

Arzneimittel: Astragalus exscapus Hersteller: WELEDA, Rezepturpräparat


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Stengelloser Tragant - Garten/Anbau

Lichtanspruch: Licht;
Boden Beschaffenheit: Gipsboden; kalkhaltiger / kalkreicher Boden;
Boden PH-Wert: basisch; neutral;
Boden Feuchte: mäßig trocken;

Literatur




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