Bayerische Sterndolde - Astrantia bavarica

Familie: Apiáceae
Steckbrief | Systematik
Kategorie: Staude Alpenpflanze

<b>Bayerische Sterndolde - <i>Astrantia bavarica</i></b>
Bayerische Sterndolde - Astrantia bavarica
Bildquelle: Wikipedia User Cartoffel; Bildlizenz: CC BY-SA 3.0;
Wiki Commons Bildbeschreibung: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Astrantia_bavarica,_Pod_Rjavino_399.jpg


Astrantia: gr. aster = Stern, antios = ähneln (Blü­ten­stands­form); "Stern­dol­de"


Die Bayerische Sterndolde wächst als sommergrüne, ausdauernde krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 20 bis 50 Zentimeter. Die grundständigen Laubblätter sind fünf- (bis sieben-)teilig.

Die Blütezeit erstreckt sich von Juni bis August. Die endständige Dolde hat samt Hülle einen Durchmesser von 1 bis 1,5 (bis 2,5) Zentimeter. Die dünnen, häutigen und weißen Hüllblätter sind 8 bis 15 mm lang und deutlich länger als die Dolde. Die Blüten sind fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die Kelchblätter sind stumpflich oder kaum stachelspitzig, eiförmig-lanzettlich, 0,7 bis 1 mm lang, nicht oder nur wenig länger als die Blütenkronblätter.

Die Doppelachäne ist 4 mm lang.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 14.

Die Bayerische Sterndolde ist ein Hemikryptophyt.


Standort

Die Bayerische Sterndolde braucht kalk- und humushaltige Lehmböden. Sie besiedelt Bergwiesen und grasige Stellen in lichten Legföhrenbeständen sowie in Hochstaudenfluren. Sie ist eine Seslerietalia-Ordnungscharakterart, kommt aber auch in Gesellschaften des Poion alpinae, Nardion oder Adenostylion vor.

Verbreitung/Vorkommen

Die Hauptverbreitung nach Oberdorfer ist präalpid, die Bayerische Sterndolde kommt also im montan-subalpinen Laub- und Nadelwaldgebiet der europäischen Hochgebirge vor. Fundorte gibt es in Deutschland, Österreich, Liechtenstein, Italien und im früheren Jugoslawien. In den Nördlichen Kalkalpen vom Karwendel an östlich in den Nordtiroler Alpen bis zum Inn, in den Südlichen Kalkalpen in der Steiermark tritt sie selten, aber örtlich in kleineren Beständen auf. Sie kommt in den Karnischen Alpen und den Karawanken vor.

Die Rote Liste der gefährdeten Arten Bayern 2003 stuft die Bayerische Sterndolde als sehr selten ein. Innerhalb Deutschlands trägt Bayern die Alleinverantwortung für die Erhaltung dieser Art. Nach der Roten Liste Deutschland 1996 gilt die Bayerische Sterndolde als ungefährdet.
Dr. Koll GemmoKomplex Nr. 3Gemmoextrakt: Tilia tomentosa - SilberlindeDr. Koll Pflanzenextrakt: Chlorella - Dr. KollDr. Koll Gemmoextrakt: Quercus pedunculata - Eiche

Bayerische Sterndolde - Garten/Anbau

Lichtanspruch: Halbschatten; Licht;
Boden Beschaffenheit: +/- humoser Boden; kalkhaltiger / kalkreicher Boden; lehmiger Boden / Lehmboden; toniger Boden / Tonboden;
Boden PH-Wert: mild; neutral;
Boden Feuchte: frisch;
Boden Nährstoffgehalt: basenreich; nährstoffreich;

Literatur

Bildquellenverzeichnis



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