Gemeiner Frauenfarn - Athyrium filix-femina

Familie: Frauenfarngewächse - Athyriaceae

Kategorie: Giftpflanze  Sporenpflanze  Alpenpflanze  

Gemeiner Frauenfarn Info

Athyrium: gr. athyrein = abändern (bezieht sich auf die ver­schie­den ge­stal­teten Spo­renhäufchen); "Frauen­farn"
filix-femina: lat. filix = Farnkraut; lat. fe­mi­na = Frau

andere Namen: Gemeiner Wurmfarn, Wald-Frauenfarn, Frauenfarn

Es handelt sich um sommergrüne Pflanzen, die mit einem kurzen, kriechenden oder aufsteigenden Rhizom überwintern.

Die Wedel erreichen Längen zwischen 30 cm und 1 m und sind zwei- bis dreimal gefiedert. Ihre Hauptachse ist meist grün, manchmal strohfarben bis rosa. Die fiederschnittigen Fiederblättchen sind 2,5- bis 3-mal so lang wie breit. Achse und Blättchen sind auf der Unterseite, besonders in der Jugend, mit kleinen, keulenförmigen Haaren besetzt, was ihnen ein etwas mehliges Aussehen geben kann.

Die Sori, die sich in Reihen zwischen der Mittelrippe der Fiederblättchen und deren Rand, und zwar etwas näher an der Rippe befinden, sind am Blättchengrund deutlich hakenförmig, weiter oben dann länglich gerade. Sie werden bis zur Sporenreife vom gleich geformten Indusium verdeckt. Sporenreife ist von Juli bis August.

Insgesamt ähnelt der Wald-Frauenfarn dem Wurmfarn, kann aber leicht anhand der Form der Sori unterschieden werden. Sterile Pflanzen wirken etwas weniger derb, und die Wedel werden zum Grunde hin deutlich schmäler.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = XX.

Der Wald-Frauenfarn ist eine sommergrüne Rosettenpflanze mit Speicher-Rhizom. Er bildet eine VA-Mykorrhiza.

Eine ausgewachsene Pflanze produziert jährlich 20-80 Millionen Sporen.

Die Art wird in zahlreichen Sorten als Zierpflanze kultiviert.

Aufgrund der Ähnlichkeit mit dem Echten Wurmfarn, der meist etwas derbere und größere Wedel hat, hielt man diese beiden Arten früher für Männchen und Weibchen. Daher kommt sowohl der deutsche Name „Frauenfarn“ als auch die wissenschaftliche Artbezeichnung filix-femina (filix=Farn, femineus=weiblich).


Standort

Er wächst in feuchten Wäldern, besonders auf kalkarmen Böden. In Wälder kommt er verbreitet vor; er besiedelt aber auch gern Wegböschungen, Staudenfluren und sickerfrische Mauerfugen. Er ist eine Schatt-Halbschattpflanze und kommt im regenreichen Gebirge vor allem in Fagion-Gesellschaften, in trocken-warmem Tieflagen aber fast nur in Gesellschaften des Alno-Ulmion oder feuchten Carpinion als Gley und Pseudogleyzeiger vor. Seltener findet man ihn im Adenostylion oder feuchten Piceion. Im deutschen Alpengebiet steigt er bis etwa 1880 m Meereshöhe auf.

Verbreitung/Vorkommen

Der Wald-Frauenfarn kommt in den gesamten gemäßigten Breiten bis in Subtropen der Nordhemisphäre vor, außerdem in Mittel- und Südamerika, wobei bei den südlichen Formen nicht sicher ist, ob es sich nicht um eigene Arten handelt.

Giftigkeit

Das Rhizom des Wald-Frauenfarns enthält zwar nicht die giftige Filixsäure wie das von Dryopteris filix-mas, jedoch andere Filix-Wirkstoffe, deshalb soll es ebenfalls besonders für niedere Tiere giftig sein.

Sonstiges

Der Wald-Frauenfarn zeigt manchmal eine auffällige Deformation seiner Wedel, die dann nach innen eingerollt sind. Dies wird durch Larven der Blumenfliege Chirosia betuleti verursacht

Gemeiner Frauenfarn Steckbrief

Blütenfarbe: grün, braun oder unscheinbar;
Höhe/Länge von 30cm bis 1m
Blütezeit von Juli bis August
Lebensraum: (Fett-) Wiesen und Weiden; Ebene; Gebirge; Steinrasen, Steinschuttfluren; Wälder, Waldränder, Gebüsche, Lichtungen, Böschungen;
Blattstellung: grundständige Blattrosette / Blätter
Blattspreite: geteilt
Blattrand: gesägt;
Häufigkeit: verbreitet
Lebensdauer: ausdauerndes Kraut (Staude);
Höhenstufen: Ebene / Tiefland (0-450m);
Höhenstufe min: 0m
Höhenstufe max. in den Alpen: 1800m
Lichtbedarf: Halbschatten; Schatten;
Bodenart: +/- humoser Boden; kalkarmer / kalkfreier Boden; lehmiger Boden / Lehmboden; Mullboden; sandiger Boden / Sandboden; steiniger Boden / Kies / Grus; toniger Boden / Tonboden;
PH-Wert Boden: mäßig sauer; neutral;
Bodenfeuchte: feucht;

Gemeiner Frauenfarn Garten / Anbau

Lichtanspruch: Halbschatten; Schatten;
Boden Beschaffenheit: +/- humoser Boden; kalkarmer / kalkfreier Boden; lehmiger Boden / Lehmboden; Mullboden; sandiger Boden / Sandboden; steiniger Boden / Kies / Grus; toniger Boden / Tonboden;
Boden PH-Wert: mäßig sauer; neutral;
Boden Feuchte: feucht;
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Literatur

Bildquellenverzeichnis





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