Japanische Aukube - Aucuba japonica

Familie: Cornáceae
Steckbrief | Systematik
Kategorie: Garten Giftpflanze immergrün Strauch verwildernde Zierpflanze

<b>Japanische Aukube - <i>Aucuba japonica</i></b>
Japanische Aukube - Aucuba japonica
Bildquelle: Wikipedia User Crisco 1492; Bildlizenz: CC BY-SA 3.0;
Wiki Commons Bildbeschreibung: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Aucuba_japonica,_Sari_Temple,_2014-04-10_01.jpg


japonicus: aus Japan

andere Namen: Japanische Goldorange


Japanische Aukube - Aucuba japonica; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User Topjabot">Wikipedia User Topjabot</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0)">CC BY-SA 3.0</a>;

Die Japanische Aukube ist eine immergrüne, verholzende Pflanze; die Sträucher erreichen Wuchshöhen von 1 bis 2 (bis 3) m. Sie verzweigen sich dichotom. Die gegenständigen Laubblätter sind einfach, elliptisch, ledrig, breit und etwa 20 cm lang. Der Blattrand ist gewellt und manchmal unregelmäßig gezähnt.

Die Japanische Aukube ist zweihäusig (diözisch). Die Blüten sind von Deckblättern umgeben. Die eingeschlechtigen, radiärsymmetrischen, relativ kleinen Blüten sind vierzählig. Die Kelchblätter sind reduziert. Die vier freien, rötlich braunen bis purpurfarbenen Blütenhüllblätter sind oval mit einer schmalen Spitze. Die männlichen Blüten besitzen vier Staubblätter. Der Fruchtknoten ist unterständig.

Sie bilden leuchtendrote bis purpurfarbene Beeren, die eine Länge von etwa 2 cm, einen Durchmesser von 5 bis 7 mm aufweisen und meist nur einen Samen enthalten. Die Blüten erscheinen im Frühjahr und sie fruchtet im Herbst.



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Verbreitung/Vorkommen

Die Heimat der Japanischen Aukube ist Japan, Korea, Taiwan und der südliche Teil der chinesischen Provinz Zhejiang.

Die Japanische Aukube wurde in China und Japan schon lange Zeit kultiviert, bevor sie von den Europäern „entdeckt“ wurde. Sie wurde 1856 von Philipp Franz von Siebold in Europa eingeführt. Seit dieser Zeit sind mehrere Sorten gezüchtet worden. Es hängt vom örtlichen Klima ab welche Sorten in Mitteleuropa ausreichend winterhart sind, meist werden sie in Mitteleuropa als Kübelpflanze gepflegt, mit einer frostfreien Überwinterung. Sie eignet sich auch für kühle Räume (Wintergärten) als Zimmerpflanze.

In Deutschland, wie z. B. im Ruhrgebiet, tritt die Japanische Aukube mittlerweile auch verwildert in ortsnahen Wäldern auf, einerseits durch generative Ausbreitung über die Früchte, andererseits auf vegetativen Weg über die Ablagerung von Gartenabfällen im Wald.

Heimat

Japan, Korea, Taiwan und der südliche Teil der chinesischen Provinz Zhejiang

Giftigkeit

Aucubin wirkt antibiotisch. Auch der Saft von Spitzwegerich enthält Aucubin und schimmelt nicht. Die Säfte der meisten anderen Pflanzen schimmeln. Aucubin wirkt entzündungshemmend und reizmildernd. Durch Auflegen von zerdrückten Spitzwegerichblättern können das Jucken und die Schwellung von Insektenstichen gemildert werden. Der Halbschmarotzer Augentrost und die Königskerze (Wollblume) enthalten – wie Echter Ehrenpreis (Veronica officinalis) – ebenfalls Aucubin. Sie wirken entzündungshemmend. Das Aucubin bleibt jedoch nur bei sehr sorgfältiger Extraktion erhalten. Spitzwegerichtee hat das Aucubin oft durch unsachgemäße Trocknung oder Aufbewahrung verloren. Aucubin macht den Tee bitter. Da es von Darmbakterien zersetzt wird, ist es im Tee ohne pharmakologische Wirkung.

Inhaltsstoffe

Die Aukube enthält in den Blättern etwa 1 %, in den Samen sogar bis zu 3 % Aucubin. Aucubin ist ein häufiger sekundärer Pflanzenstoff aus der Gruppe der Iridoide. Es ist ein Glykosid des Aglykons Aucubigenin mit einer Einheit Glucose. Wie andere Monoterpene wird das Aglykon aus zwei Isopreneinheiten mit je fünf Kohlenstoffatomen in der Pflanze synthetisiert. Im Gegensatz zu dem C10-Grundkörper der Iridoide besitzt das Aucubingrundgerüst nur neun Kohlenstoffatome, da eine Methylgruppe während der Biosynthese zur Carbonsäuregruppe oxidiert und dann als Kohlenstoffdioxid abgespaltet wird.


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