Mittleres Barbarakraut - Barbarea intermedia

Familie: Brassicaceae
Steckbrief | Systematik
Kategorie: Wildgemüse

<b>Mittleres Barbarakraut - <i>Barbarea intermedia</i></b>
Mittleres Barbarakraut - Barbarea intermedia
Bildquelle: Wikipedia User Meneerke bloem; Bildlizenz: CC BY-SA 3.0;

Barbarea: n. d. hl. Barbara (4. Dez.); die Rosetten wurden An­fang De­zem­ber als Salat gegessen; "Barbarakraut"
intermedius: der Mittlere, zwischen zwei Arten ste­hend

andere Namen: Barbenkraut, Winterkresse, Mittlere Winterkresse


Mittleres Barbarakraut - Barbarea intermedia; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User Meneerke bloem">Wikipedia User Meneerke bloem</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0)">CC BY-SA 3.0</a>;

Die Mittlere Winterkresse ist eine überwinternd grüne, zweijährige krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 25 bis 75 Zentimeter erreicht. An einem Exemplar befinden sich ein oder mehrere meist (im oberen Bereich) verzweigte, kantigen, kahle oder mit wenigen Trichomen besetzte, manchmal unten violett überlaufene Stängel. Die Laubblätter sind in einer grundständigen Rosette und wechselständig am Stängel verteilt angeordnet. Die Grundblätter sind einfach oder besitzen drei bis fünf Paare schmal längliche oder linealische Seitenabschnitte und einen großen, rundlichen bis keilförmigen Endabschnitt. Die oberen Stängelblätter sind an ihrer Basis geöhrt, fiederspaltig mit zwei bis vier Paaren manchmal linealischen Seitenabschnitten.

Die zwittrigen Blüten sind vierzählig. Die vier Kelchblätter sind 2 bis 3,5 Millimeter lang. Die vier freien Kronblätter sind 4 bis 7 Millimeter lang. Die schief abstehende Schote ist 15 bis 35, selten bis zu 40 Millimeter lang. An der Frucht ist der Griffel 0,6 bis 1,6, selten bis zu 1,7 Millimeter lang.

Die Art hat die Chromosomenzahl 2n = 16.

Bei der Mittlere Winterkresse handelt es sich um einen Hemikryptophyten.

Es erfolgt Insektenbestäubung und Selbstbestäubung. Die Ausbreitung der Samen erfolgt durch den Wind.


Standort

Die Mittlere Winterkresse braucht nährstoffreiche, stickstoffhaltige, zumindest mäßig feuchte Böden, die sandig, lehmig oder tonig sein können. Sie besiedelt Ufer, Ödland und Wege, geht aber auch auf Äcker – seltener in Gärten.

Verbreitung/Vorkommen

Die Mittlere Winterkresse ist hauptsächlich in Westeuropa verbreitet. Sie ist ein atlantisch-submediterranes Florenelement. Ihr Areal erstreckt sich vom nördlichen Portugal über das nördliche Frankreich bis ins Rheingebiet im Norden, bis nach dem ehemaligen Jugoslawien im Osten. Die Mittlere Winterkresse kommt auch in nordwestlichen Afrika und in den Gebirgen Ostafrikas vor. Sie ist in verschiedenen Gebieten Europas ein Neophyt. Sehr selten findet man sie in Mitteleuropa in Schleswig-Holstein, am Unterlauf von Elbe, Weser und Ems, im Weserbergland, am mittleren Neckar und im Alpenvorland, im mittleren Schweizer Jura, im Wallis und am Alpensüdfuß (nach Osten bis um Aostatal). Sie ist frostempfindlich und kommt daher in Deutschland vorwiegend linksrheinisch vor; hier ist sie allerdings selten.
Erkältungs-Entoxin®Spasmo-Entoxin®Adenolin-Entoxin® NN
Fella-Entoxin®

Mittleres Barbarakraut - Garten/Anbau

Ausaat von 8 bis 3
Saatort: Direktsaat
Lichtanspruch: Halbschatten; Schatten;
Boden Beschaffenheit: +/- humoser Boden; kalkhaltiger / kalkreicher Boden; lehmiger Boden / Lehmboden; sandiger Boden / Sandboden; steiniger Boden / Kies / Grus; toniger Boden / Tonboden;
Boden PH-Wert: basisch; mäßig sauer; mild; neutral; sauer;
Boden Feuchte: frisch;
Boden Nährstoffgehalt: basenreich; nährstoffreich;

Literatur

Bildquellenverzeichnis



Diese Webseite verwendet Cookies. Hier erfahren Sie alles zum Datenschutz