Taube Trespe - Bromus sterilis

Familie: Süßgräser - Poaceae

Kategorie: Archäophyt  Süßgräser  

Taube Trespe Info

Bromus: gr. bromos = Hafer oder Windhafer; "Trespe"
sterilis: unfruchtbar

Die Taube Trespe (Bromus sterilis, Syn.: Anisantha sterilis (L.) Nevski) ist eine Pflanzenart aus der Familie der Süßgräser (Poaceae). Sie wurde bereits vor 1492 nach Europa vom Menschen eingeführt und gilt deshalb als Archäophyt. Sie kann den Winter als Hemikryptophyt überdauern oder als Samen (Therophyt).

Die Taube Trespe ist eine einjährige oder einjährig überwinternde, krautige Pflanze, die Wuchshöhen von etwa 30 bis 80 Zentimetern erreicht und kahle Halme besitzt.

Die lockere und herabhängende Rispe ist etwa 10 bis 15 cm lang. Die unteren Rispenäste sind meistens so lang wie Ährchen, die nicht zusammengedrückt sind. Von ihr sind überall raue biegbare Äste abstehend. Die Spelzen sind auf dem Rücken stets abgerundet. Die 15 bis 30 mm lange Granne ist fast doppelt so lang wie die starknervige Deckspelze. Die Ährchen sind mit der Granne 4 bis 6 cm lang und zur Spitze hin verlängert. Die Deckspelze ist 13 bis 23 mm lang. Die untere Hüllspelze ist einnervig, die obere dreinervig. Die Pflanze besitzt fein gezähnte Blatthäutchen.


Standort

Man findet die Taube Trespe verbreitet im Unkrautsaum trockener Wege, in lückigen, leicht beschatteten Wiesen, auf Schuttplätzen, an Mauern oder Böschungen, auch in Kleefeldern und Weinbergen Sie bevorzugt lockeren und daher meist sandigen oder steinigen Lehmboden, der mäßig stickstoffreich sein sollte. Sie erträgt Austrocknung gut und kann auch noch auf verkrustetem Steinschutt oder in Mauerritzen leben. Sie liebt warme Standorte. Nach Ellenberg ist sie eine Halblichtpflanze, subozeanisch verbreitet, bevorzugt mäßig stickstoffreiche Standorte und ist eine Verbandscharakterart annueller Ruderalgesellschaften in gemäßigt warmem Klima (Sisymbrion). In den Allgäuer Alpen übersteigt sie die Grenze von 800 Metern Meereshöhe nicht.

Verbreitung/Vorkommen

Das Verbreitungsgebiet reicht von Europa und dem Mittelmeerraum bis Zentralasien. Die Taube Trespe kommt verbreitet im Unkrautsaum trockener Wege, in lückigen, leicht beschatteten Wiesen, auf Schuttplätzen, an Mauern oder Böschungen, auch in Kleefeldern und
Nach Ellenberg ist sie eine Halblichtpflanze, subozeanisch verbreitet und bevorzugt mäßig stickstoffreiche Standorte. Sie gedeiht in Gesellschaften der Verbände Sisymbrion oder Fumario-Euphorbion.

Taube Trespe Steckbrief

Blütenfarbe: grün, braun oder unscheinbar;
Höhe/Länge von 30cm bis 80cm
Lebensraum: (Fett-) Wiesen und Weiden; Äcker, Getreidefelder, Brachen; Gebirge; gestörte Standorte: Schutt- und Kiesplätze, Wege, Straßenränder, Unkrautfluren, Stadt, Pflasterritzen, u.a.; Mauern, Felsen, Felsspalten; Weinberge;
Blütenstand: Rispe
Blattstellung: mittlere Stängelblätter wechselständig
Blattspreite: ungeteilt
Blattrand: ganzrandig;
Lebensdauer: einjährig; einjährig-überwinternd;
Höhenstufen: Mittellage (450-1500m);
Höhenstufe min: 0m
Höhenstufe max. in den Alpen: 800m
Nährstoffbedarf: mäßig nährstoffreich;
Bodenart: lehmiger Boden / Lehmboden; steiniger Boden / Kies / Grus;

Taube Trespe Garten / Anbau

Boden Beschaffenheit: lehmiger Boden / Lehmboden; steiniger Boden / Kies / Grus;
Boden Nährstoffgehalt: mäßig nährstoffreich;
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Literatur

Bildquellenverzeichnis


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