Buchsbaum - Buxus sempervirens

Familie: Buxaceae
Steckbrief | Systematik
Kategorie: Heilpflanze Garten Giftpflanze Duftpflanze Heckenpflanze Laubbaum winterhart immergrün Baustoff Bauerngarten Bienenblume Hummelblume

<b>Buchsbaum - <i>Buxus sempervirens</i></b>
Buchsbaum - Buxus sempervirens
Bildquelle: Wikipedia User Nemo5576; Bildlizenz: CC BY-SA 3.0;

Buxus: gr. pykos = fest (wg. d. harten Holzes); "Buxbaum"
sempervirens: immer lebend, immergrün

andere Namen: Gemeiner Buchsbaum, Buchsbaum, Buchs

Die Härte des Holzes hängt nicht unwesentlich mit dem sehr langsamen Wachstum des Baumes zusammen. Buchsbaumholz ist bis heute sehr knapp und teuer.

Buchsbaum - Buxus sempervirens; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Otto Wilhelm Thome Flora von Deutschland, Österreich und der Schweiz 1905, Gera, Germany">Otto Wilhelm Thome Flora von Deutschland, Österreich und der Schweiz 1905, Gera, Germany</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0)">CC BY-SA 3.0</a>; Buchsbaum - Buxus sempervirens; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User Selso">Wikipedia User Selso</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0)">CC BY-SA 3.0</a>; Buchsbaum - Buxus sempervirens; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User Leo Michels">Wikipedia User Leo Michels</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/publicdomain/deed.de" target=_blank title="Public Domain">Public Domain</a>; Buchsbaum - Buxus sempervirens; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User Wouterhagens">Wikipedia User Wouterhagens</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0)">CC BY-SA 3.0</a>;

Vegetative Merkmale

Der Buchsbaum wächst sehr langsam als immergrüner Strauch oder selten kleiner Baum. Er erreicht meist Wuchshöhen von bis zu 8 Metern; im subtropischen Verbreitungsgebiet erreicht er auch Wuchshöhen von bis zu 20 Metern. Er bildet kurze, schräg nach oben stehende kantige Zweige aus. Die Rinde der Zweige ist zunächst olivgrün und kurz behaart, verkahlt aber später.

Die gegenständig an den Zweigen angeordneten Laubblätter stehen dicht. Die einfachen Blattspreiten sind bei einer Länge von 1 bis 2,5 Zentimetern etwa halb so breit und eiförmig bis länglich-elliptisch. Die Blattoberseite ist glänzend dunkelgrün und die -unterseite ist deutlich heller sowie matt. Der Blattrand ist nach unten umgebogen.

Generative Merkmale

Der Buchsbaum ist einhäusig getrenntgeschlechtig (monözisch). Von März bis Mai erscheinen in den Blattachseln unscheinbare, gelbliche, wohlriechende Blütenknäuel. Jeder Knäuel besteht in der Regel aus einer endständigen weiblichen Blüte und mehreren seitenständigen männlichen Blüten. Eine Blütenkrone fehlt, vorhanden sind lediglich mehrere sehr kleine Hüll- und Kelchblätter. Die weiblichen Blüten haben drei Griffel, jeweils mit einer zweigeteilten Narbe, die männlichen Blüten jeweils vier Staubblätter.

Im September spalten sich die etwa 8 Millimeter langen, dreiklappigen Kapselfrüchte und streuen je zwei schwarze, glänzende Samen.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 28.

Ökologie

Die Blüten produzieren reichlich Nektar und Pollen und werden daher gern von Bienen und Fliegen aufgesucht. Der Buchs gilt wegen der früh im Jahr beginnenden Blüte als wichtige Bienenweide.

Der Duft der Samenwarzen lockt Ameisen an, die die Samen verschleppen; damit gehört der Buchsbaum – zusammen mit dem Besenginster – zu den wenigen mitteleuropäischen Gehölzen, deren Samen von Ameisen verbreitet werden (Myrmekochorie).


Verbreitung/Vorkommen

Der Buchs wurde und wird häufig als Zier- und Nutzgehölz angepflanzt und kommt gelegentlich auch verwildert vor. Sein ursprüngliches Verbreitungsgebiet reicht in nordwestlicher Richtung vom Mittelmeer über Frankreich bis nach Südengland. In östlicher Richtung ist er bis zum Nordiran zu finden. Ursprüngliche Standorte finden sich in Deutschland wohl nur noch im Buchswald Grenzach-Wyhlen (Landkreis Lörrach) und an der Mosel.

Giftigkeit

Man benutzt Buchsbaum heutzutage wegen seiner Toxizität nur noch selten als Heilkraut, da die Dosierung problematisch ist. Überdosierung führt zu Erbrechen und Krämpfen bis zum Tod.
Die mittlere letale Dosis von oral aufgenommenem Cyclobuxin D beträgt bei Hunden 0,1 mg je kg Körpergewicht.

Inhaltsstoffe

Alle Teile des Buchsbaum sind giftig. Er enthält rund 70 Alkaloide vor allem Cyclobuxin. Blätter und Rinde zusammen haben einen Alkaloidgehalt von 3%.

Verwendung in der Pflanzenheilkunde

Buchsbaum wurde bereits in der Antike gegen Husten, Magen- und Darmkrankheiten verwendet sowie gegen wiederkehrendes Fieber wie beispielsweise die Malaria. Angeblich ist Buchsbaum als Malariaheilmittel vergleichbar dem Chinin.

Verwendung in Homöopathie/Anthroposophie

In der Homöopathie wird Buchsbaum bei Rheuma verordnet.
Erkältungs-Entoxin®Magen-Darm-Entoxin® NSpasmo-Entoxin®Ekzem-Entoxin® N

Buchsbaum - Garten/Anbau

Lichtanspruch: Halbschatten;
Boden Beschaffenheit: +/- humoser Boden; lehmiger Boden / Lehmboden; steiniger Boden / Kies / Grus;
Boden PH-Wert: mild; neutral;
Boden Feuchte: frisch; mäßig trocken;
Boden Nährstoffgehalt: basenreich;

Buchsbaum wird meist durch Stecklinge vermehrt, weil die Anzucht aus Samen sehr langwierig ist (siehe Pflanzenvermehrung). Als Stecklinge dienen Zweige von mindestens 10 cm Länge, die unteren beiden Drittel werden entlaubt und in die Erde gesteckt. Stecklinge werden von September bis März gewonnen; August-Stecklinge bilden noch vor dem Winter Wurzeln. Buchsbaum bevorzugt kalkhaltige, durchlässige, nicht zu trockene Böden.

Sonstige Verwendung

Buchsbaumholz wird wegen seiner Härte und seines Gewichtes geschätzt und etwa zum Gravieren und Drechseln verwendet, früher für Holzstiche und Holzschnitte, heute noch im Holzblasinstrumentenbau und für Schachfiguren.

Literatur

Bildquellenverzeichnis



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