Hallersche Schaumkresse - Cardaminopsis halleri

Familie: Brassicaceae
Steckbrief | Systematik

<b>Hallersche Schaumkresse - <i>Cardaminopsis halleri</i></b>
Hallersche Schaumkresse - Cardaminopsis halleri
Bildquelle: Wikipedia User Don Pedro28; Bildlizenz: CC BY-SA 3.0;

Cardaminopsis: gr. kardamon = Kresse, opsis = Aussehen (ähnlich Car­damine); "Schaumkresse"

andere Namen: Kriech-Schaumkresse

Die Hallersche Schaumkresse ist besonders schwermetallverträglich. Da sie die Schwermetalle (wie etwa Blei, Cadmium, Nickel und Zink – je nach Unterart verschieden) auch in die Blätter einlagert – wohl um für Fressfeinde ungenießbar zu werden oder gegen Krankheitserreger besser geschützt zu sein – wird sie auch zur Reinigung von schwermetallverseuchten Böden eingesetzt.

Untersuchungen der metallanreichernden Pflanze wurden an den Universitäten Bayreuth und Tübingen durchgeführt. Weitere Forschungen – auch zum sogenannten Phytomining – sollen an der Ruhr-Universität Bochum durchgeführt werden.


Die Hallersche Schaumkresse ist eine mehrjährige, krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 10 bis 40 Zentimeter erreicht. Die Grundblätter sind entweder unzerteilt oder gefiedert mit rundlichen Endblättchen. Die Stängelblätter sind eiförmig, zumindest die unteren sind auch fiederspaltig.

Die Kronblätter sind weiß oder lila und 4 bis 6 Millimeter lang. Blütezeit: April bis Juni.

Die Frucht hat eine schmale Scheidewand (viel schmäler als die Frucht breit ist). Die Frucht ist rechtwinklig zur Scheidewand abgeflacht.

Die Pflanze bildet Ausläufer.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 16.


Standort

ie kommt vor allem auf feuchten Wiesen und Weiderasen, aber auch an Waldrändern und Ruderalstandorten vor.

Verbreitung/Vorkommen

Die Hallersche Schaumkresse wächst ab etwa 300 Meter Seehöhe bis hinauf in höhere Lagen (im Gebirge bis Hochgebirge), auch in metallhaltigen Böden. S Die Hallersche Schaumkresse kommt in ganz Mitteleuropa vor. Darüber hinaus umfasst das Verbreitungsgebiet der Art aber auch Südeuropa, Südosteuropa bis zur Ukraine, in Nordeuropa Spitzbergen und Jan Mayen und (mit der Unterart subsp. gemmifera) auch Ostasien.
Gemmoextrakt: Vaccinium vitis idaea - PreiselbeereGemmoextrakt: Ribes nigrum - schwarze JohannisbeereDr. Koll Gemmoextrakt: Olea europaea - OliveDr. Koll Pflanzenextrakt: Gelber Enzian – Gentiana lutea

Literatur

Bildquellenverzeichnis



Diese Webseite verwendet Cookies. Hier erfahren Sie alles zum Datenschutz