Zweinervige Segge - Carex binervis

Familie: Riedgrasgewächse

Kategorie: Sauergräser  

Zweinervige Segge Info

Carex: lat. carex = Riedgras; "Segge"

Die Gattung Carex ist außerordentlich formen- und artenreich. Sie umfasst momentan mindestens 150 zum Teil schwer unterscheidbare Arten bzw. Unterarten und Übergangsformen, die nur mit spezieller Literatur zu bestimmen sind.

Die Zweinervige Segge (Carex binervis) ist eine Pflanzenart aus der Gattung Seggen (Carex). Sie ist in Europa und im nordwestlichen Afrika verbreitet.

Die Zweinervige Segge ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 30 bis 100, selten auch über 150 Zentimetern erreicht. Sie wächst mit kurzen Ausläufern lockerrasig. Die Stängel sind dreikantig und oben rau. Die dunkelgrünen Laubblätter sind 3 bis 6 mm breit, gekielt und etwa halb so lang wie der Stängel. Ihre bauchige Blattscheidenwand hat ein trockenhäutiges Anhängsel. Die grundständigen Blattscheiden sind orangebraun.

Die Zweinervige Segge ist eine Verschiedenährige Segge. Es gibt ein männliches und zwei bis drei weibliche Ährchen. Die weiblichen Ährchen sind dichtblütig, bis 4,5 cm lang und gestielt, stehen eher aufrecht, das unterste nickend. Die Hüllblätter sind krautig und haben lange Scheiden. Das untere Hüllblatt ist viel länger als sein Ährchen, aber kürzer als der gesamte Blütenstand.

Die Tragblätter sind eiförmig mit einer Stachelspitze und rotbraun. Sie sind kürzer als die Frucht. Der Griffel trägt drei Narben.

Die kahle Frucht ist 3 bis 3,5 mm lang, dunkelpurpurfarben mit zwei deutlichen grünen Randadern, dreikantig und verschmälert sich abrupt in den innen wie außen rau gezähnten Schnabel.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 74.


Standort

Sie wächst auf trockenen und feuchten Heiden, die in Mitteleuropa zu den pflanzensoziologischen Verbänden Ericion tetralicis und Juncion squarrosi gehören. In Westeuropa ist sie eine Charakterart der Ordnung Erico-Ulicetalia. Die Zweinervige Segge braucht wintermildes und sommerfeuchtes Klima. Sie bevorzugt als Untergrund trockenen Sand (Heide).

Verbreitung/Vorkommen

Die Zweinervige Segge ist in Nordeuropa und Westeuropa verbreitet. Bemerkenswerter Weise kommt sie in Nordeuropa (Norwegen) vereinzelt auch an küstennahen Standorten vor, die durch den Golfstrom begünstigt sind. Andererseits fehlt sie im westlichen Mittelmeerraum, sie gedeiht indessen in England, im westlichen Frankreich, Spanien sowie Portugal. Die Zweinervige Segge ist ein temperat-euozeanisches Florenelement.

Ihr Hauptverbreitungsgebiet in Mitteleuropa liegt an der westeuropäischen Atlantikküste. In Deutschland ist sie selten und kommt vereinzelt im südlichen Odenwald, im Hunsrück, in der Schneeeifel und im Hohen Venn vor. Auch im anschließenden belgischen Gebiet ist sie sehr selten.

Zweinervige Segge Steckbrief

Blütenfarbe: grün, braun oder unscheinbar;
Höhe/Länge von 30cm bis 1,5m
Lebensraum: Ebene; Heide; Mittelgebirge;
Blütenstand: Ähre oder Quirl
Blattstellung: mittlere Stängelblätter wechselständig
Blattspreite: ungeteilt
Blattrand: ganzrandig;
Häufigkeit: selten
Lebensdauer: ausdauerndes Kraut (Staude);
Höhenstufen: Ebene / Tiefland (0-450m);
Höhenstufe min: 0m
Höhenstufe max. in den Alpen: 600m
Nährstoffbedarf: nährstoffarm;
Bodenart: sandiger Boden / Sandboden;
Bodenfeuchte: feucht; mäßig feucht; mäßig frisch; mäßig trocken; trocken;

Zweinervige Segge Systematik

Abteilung:
Spermatophyta - Samenpflanzen
Unterabteilung:
Angiospermae - Bedecktsamer
Klasse:
Monocotyledoneae (Liliopsida) - Einkeimblättrige
Unterklasse:
Junciflorae (Júncidae) - Binsenähnliche
Ordnung:
Cyperales - Riedgrasartige
Familie:
Cyperaceae
Gattung:
Carex
Art:
binervis

Zweinervige Segge Garten / Anbau

Boden Beschaffenheit: sandiger Boden / Sandboden;
Boden Feuchte: feucht; mäßig feucht; mäßig frisch; mäßig trocken; trocken;
Boden Nährstoffgehalt: nährstoffarm;
Dr. Koll Gemmoextrakt: Olea europaea - OliveDr. Koll Gemmoextrakt: Quercus pedunculata - EicheDr. Koll Pflanzenextrakt: Darm aktiv - Dr. KollDr. Koll Pflanzenextrakt: Gelber Enzian – Gentiana lutea

Literatur

Bildquellenverzeichnis


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